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  • 28.05.2013           18      Teilen:   |

Homophobie

Homophobe Tiraden im Parlament von Kasachstan

Artikelbild
Aldan Smayyl sieht Schwule und Lesben wegen ihrer sexuellen Orientierung als Kriminelle an

Russland steckt an: Im autoritär regierten Nachbarland Kasachstan werben Politiker der Regierungspartei für ein Verbot von Homo-"Propaganda" oder noch härtere Gesetze gegen sexuelle Minderheiten.

Im kasachischen Parlament wurde letzte Woche ein Antrag eingebracht, mit dem Homosexualität verboten werden soll. Der Abgeordnete Aldan Smayyl erklärte, Schwule und Lesben würden "Unmoral höchsten Grades" verbreiten, wie "Kazakhstan Today" berichtet. "Ein Gesetz sollte eingeführt werden, das Homosexuelle als Kriminelle, die das Naturrecht verletzen, bezeichnet", so Smayyl.

Der Abgeordnete gehört der regierenden Partei Nur Otan ("Strahlendes Vaterland") an, die 80 Prozent der Sitze im Parlament hält und der von internationalen Beobachtern Wahlbetrug vorgeworfen wird. In einem Interview mit dem kasachischen Fernsehsender KTK setzte Smayyl auch nach der Parlamentsdebatte seine Tirade fort: "In Almaty [der größten Stadt Kasachstans] gibt es schon 20 Homo-Clubs, in [der Hauptstadt] Astana vier Clubs. Das ist eine Schande."

Andere Abgeordnete forderten ein Verbot von Homo-Propaganda nach russischem Vorbild. Auslöser war sowohl die Debatte im benachbarten Russland als auch Berichte in kasachischen Medien über Homosexuelle. So sorgte eine symbolische lesbische Hochzeit in einer Industriestadt im Nordosten des Landes Anfang des Jahres für Empörung unter Konservativen. Die Regierung hat jedoch bislang das Thema Homosexualität weitgehend ignoriert.

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Das ist Europa und Asien liegende Kasachstan ist der größte Binnenstaat der Erde und bei gerade einmal 17 Millionen Einwohnern acht Mal so groß wie Deutschland. Nach seiner Unabhängigkeit hat es 1998 den sowjetischen Paragrafen zum Verbot von gleichgeschlechtlichem Sex gestrichen. Schwule und Lesben leben aber wegen der homophoben Atmosphäre im Land meist versteckt.

Gleichgeschlechtliche Beziehungen werden nicht anerkannt, es gibt auch kein Antidiskriminierungsgesetz. Im letzten Jahr hat das Militär Psycho-Tests bei Rekruten zum Militär eingeführt, um Schwule auszusieben. Laut Verteidigungsminister Adilbek Schaksybekow würden diese Menschen an einer "sexuellen Störung" leiden und seien deshalb im Einsatz nicht zu gebrauchen. (dk)

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Tags: kasachstan
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Reaktionen zu "Homophobe Tiraden im Parlament von Kasachstan"


 18 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
28.05.2013
13:03:02
Via Handy


(+10, 10 Votes)

Von Timon


Wie beschissen muss deren Leben sein, dass die Unschuldige so unterdrücken...

Schlimm nur, dass die Unschuldigen dann unter deren Wahn zu leiden haben.


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#2
28.05.2013
13:07:59
Via Handy


(+10, 10 Votes)

Von ALex


Mit ihren Verboten zeigen die nur ihre Angst vor der Macht der Liebe!

Ich wünsche den Schwulen vor Ort alles Gute, viel Kraft und dass ihre Situation bald besser wird.


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#3
28.05.2013
13:51:01


(+6, 8 Votes)

Von ehemaligem User timpa354


KEIN WUNDER, DAS DIE BEI SOVIEL FLÄCHE SOWENIG EINWOHNER HABEN, DIE KASACHEN SIND JA ALLE HIER! NETTE MENSCHEN ÜBRIGENS.
SCHERZ BEISEITE, WER SOVIEL SCHREIT UND MIT DEM FINGER AUF MINDERHEITEN ZEIGT, HAT SICHERLICH VIEL DRECK ZU VERTUSCHEN, VIELLEICHT KANN MAN DEN JA FINDEN! BTW, WENN DIE REDE VON NATURRECHT IST, KANN MAN SICHER SEIN, DAS DIE RELIGIÖSEN EIFERER AUCH NICHT WEIT SIND!


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#4
28.05.2013
13:53:51
Via Handy


(+9, 9 Votes)

Von daVinci6667
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #1 von Timon


"Schlimm nur, dass die Unschuldigen dann unter deren Wahn zu leiden haben."

Noch schlimmer ist, um besser oder überhaupt überleben zu können, übernimmt ein Grossteil der Schwulen unter diesem enormen Druck, leider die homophoben Normen und "Werte" der Mehrheitsgesellschaft. (Identifikation mit dem Agressor)

Da die eigenen existierenden "abweichenden" Gefühle nicht zugelassen werden können, reagieren solche Schrankschwestern dann besonders agressiv und ablehnend, oft sogar gewalttätig gegenüber Menschen die selbstbewusst und in Übereinstimmung mit sich selbst leben wollen.


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#5
28.05.2013
14:14:16


(+2, 4 Votes)
 
#6
28.05.2013
15:21:43


(+7, 9 Votes)

Von -hw-


Als ich vor drei Jahrzehnten erstmals in Almaty (damals noch Alma Ata) war, zog es mich sehr instinktsicher in den Panfilov Park.

Ich seilte mich verbal klemmschwestrig mit einem jungen russischen Dolmetscher von einer Studiengruppe ab. Mit der schlitzohrigen und ehrerpusseligen Begründung, unbedingt das Denkmal der Helden des 2. Weltkrieges sehen zu wollen.

Mittlerweile befinden sich wohl auch zwei der Gay Friendly Hotels in der Nähe des Parkes.

Link:
training.dw.de/eurasia/za/zam2010/?p=228


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#7
28.05.2013
15:31:32


(+5, 7 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Herr Smayyl kennt sich in der LGBTII-Szene ja dem Anschein nach gut aus! Würd mich nicht wundern, wenn er selbst dazugehören würde!


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#8
28.05.2013
16:02:59


(+8, 8 Votes)

Von Stretchingmaster
Aus Essen / Holsterhausen (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 06.01.2012


Dieser Herr Smayyl spricht uns also das Naturrecht ab. Also spricht er uns das Recht auf Leben ab. Ich würde sagen das diesem Mann mal die Klöten an einen Holzklotz genagelt werden. Denn diesem Armleuchter spreche ich dann das Recht auf Fortpflanzung ab. (Das hört sich für viele jetzt vielleicht sehr hart an, aber ich denke da Auge um Auge und Zahn um Zahn. Wer mich nicht akzeptiert den akzeptiere ich auch nicht)

Ich fasse es nicht das es so gestörte Menschen gibt. Das man vielleicht nicht mit Schwulen klar kommt kann man ja vielleicht noch akzeptieren. Es gibt eben Menschen die möchten, aus welchen Gründen auch immer, nichts mit uns zu tun haben. Aber uns gleich das Recht auf Leben abzusprechen. Das ist einfach nur Krank.
Und das schlimmste an der Sache ist das diese Menschen auch noch Macht haben und andere Menschen mitziehen und beeinflussen. Und wer nicht mitzieht der wird dann auch noch bestraft. Es fehlt nur noch das in Kasachstan die Todesstrafe für Homosexualität wieder eingeführt wird.

Es ist wirklich erschreckend. Und der ganze Mist ist garantiert wieder auf dem Haufen der Kirche gewachsen.

Ich wünsche allen Schwulen in diesem Land und auf der ganzen Welt ein friedliches und angstfreies Leben.

Schönen Tag noch


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#9
28.05.2013
16:17:39


(+4, 6 Votes)

Von gefunden
Antwort zu Kommentar #6 von -hw-


"Russland steckt an"

Zum gemeinsamen Wirtschaftskanon einer einheitlicher Wertekanon.

Die Krise, die in den Jahren 2007 und 2008 angefangen hat, dauert in Wirklichkeit noch an, sagte er in einem Interview für das Erste Russische Fernsehen. Alles zeugt von einer globalen Erosion der westlichen Werte, man muss von einer Erosion der Konsumgesellschaft sprechen, die leichte Kredite in Anspruch genommen hat.

Link:
de.ria.ru/post_soviet_space/20121007/264636874.htm
l


Auf der Agenda des Treffens der Staatsoberhäupter Russlands, Weißrusslands und Kasachstans Wladimir Putin, Alexander Lukaschenko und Nursultan Nawarbajew - stehen die Perspektiven einer weiteren Integration im Rahmen der Zollunion zwischen den drei Ländern sowie Pläne zur Gründung der Eurasischen Wirtschaftsunion bis 2015, einschließlich der Vorbereitung eines entsprechenden Vertragsentwurfs.

Link:
de.ria.ru/politics/20130526/266190696.html


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#10
28.05.2013
17:28:31


(+6, 6 Votes)

Von ehemaligem User timpa354
Antwort zu Kommentar #6 von -hw-


Interessant der Artikel auch was die Befürchtungen wegen der islamischen Welt betrifft, das sollte man beobachten.


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