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Szene aus dem Spiel: Homosexuelle sind die Gegner, die aus dem Weg geschafft werden müssen (Bild: Facebook Screenshot)

In einem georgischen Spiel macht sich ein Programmierer über die Gewalt bei einer schwul-lesbischen Demo in Tiflis lustig.

Von Dennis Klein

Ein Priester schmeißt mit einem Stuhl nach einem schwulen Aktivisten, der dann in einer Explosion verpufft. Ist der Priester nicht schnell genug, muss er selbst dran glauben. Dieses kostenlose Spiel verbreitet sich derzeit auf Facebook in Georgien. Unter dem Namen "Call of Taburetka" (Der Ruf des Stuhls) kann jeder das Online-Game spielen.

Das Spiel nimmt direkt Bezug auf eine LGBT-Demonstration am internationalen Tag gegen Homophobie vor knapp zwei Wochen. Damals war es zu Ausschreitungen gekommen, bei denen bis zu 20 Menschen verletzt worden sind (queer.de berichtete). Dabei sind auch orthodoxe Priester ziemlich unchristlich vorgegangen: Sie haben Homo-Gegner angestachelt, Absperrungen der Polizei überwunden und sind sogar selbst handgreiflich geworden.

Einer der Priester hat bei der Demo den Stuhl einer Straßenverkäuferin mitgehen lassen und ist damit auf die schwulen und lesbischen Demonstranten losgegangen. Als sich diese in einen Bus flüchteten, schlug er Scheiben des Fahrzeuges mit dem Stuhl ein.

Youtube | Im wirklichen Leben bedrohten Priester erst Mitte Mai schwule und lesbische Demonstranten

Homophobe Busfahrer und Jäger

Ähnliche Mini-Spiele sind bereits in den letzten Jahren verbreitet worden. So gab es vor wenigen Jahren Aufregung über das Game "Gay Bus", in dem der Spieler mit einem Personenbus eine Masse von Männern im Matrosen-Outfit überfahren kann (queer.de berichtete). In der Anleitung heißt es: "Das sind Homosexuelle mit Matrosen-Mützen". Und weiter: "Triff sie, um Punkte zu erreichen. Weil du sie nicht magst."

Zuvor hatte das französische Spiel "Schau hinter dich, Jäger" ("Watch out behind you, Hunter") unter Homo-Aktivisten für Kritik gesorgt: Bei diesem Game muss der Jäger nackte Männer erschießen, die hinter Büschen hervorkommen und auf ihn zurennen. Bei zu langsamer Reaktion wird er vergewaltigt, Punkte gibt es für jeden toten Schwulen (queer.de berichtete). Das Spiel wurde zwar in Frankreich verboten, allerdings ist es nach wie vor in den Weiten des Internets auffindbar.



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
#1 SebiAnonym
  • 28.05.2013, 17:10h
  • Mal gespannt, ob Facebook bei solchen menschenverachtenden, homophoben Inhalten genauso schnell reagiert wie bei schwulen Inhalten....
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#2 timpa354Ehemaliges Profil
  • 28.05.2013, 17:10h
  • Könnte Ironisch gemeint sein, aber bei soviel boshaftem Hass, der ähnlich der Kreuz.net Priester verbreitet wird von orthodoxen Priestern, finde ich das nicht lustig. Mir tun die Aktivisten in Georgien von Herzen leid.
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
#4 RaffaelAnonym
  • 28.05.2013, 19:31h
  • Dieses zynische "Spiel", das von einem menschenverachtenden Weltbild zeugt, gehört entfernt...
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#5 M StuchAnonym
#6 PascalAnonym
  • 28.05.2013, 21:50h
  • Ein Spiel das darstellt, dass es okay sei, Schwule zu verprügeln. Und wo das sogar noch belohnt wird.

    Sowas muss echt verschwinden...

    Wenn Facebook wieder mal nicht reagiert, muss man notfalls die Medien und die Justiz einschalten.
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#7 Foxie
  • 28.05.2013, 22:13h
  • Antwort auf #1 von Sebi

  • Das war auch mein erster Gedanke beim Lesen des artikels! Diesen kranken Müll lässt der f***book Zensor weiterlaufen!
    Passt offensichtlich besser zu den Richtlinien als gleichgeschlechtliche Kussbilder.
    Sagt einiges über f***book aus. Deshalb KEIN FUTTER FÜR DEN DATENKRAKEN!
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#8 üöpolokijuhzAnonym
  • 29.05.2013, 06:48h
  • Werde ich mal melden, kommt aber sicher das gleiche rum was bei Muslimophoben, Holocaustleugnerischen, homophoben oder antisemitischen inhalten kommt:

    Kommentar nicht entfernt
    Details Danke für deinen Bericht. Wir haben den von dir gemeldeten Kommentar geprüft und festgestellt, dass er nicht gegen die Facebook-Gemeinschaftsstandards zu Hassbotschaften, die Beiträge oder Fotos, die Menschen aufgrund ihrer ethnischen Herkunft, ihres Geburtslandes, ihrer Religion, ihres Geschlechts, ihrer sexuellen Orientierung, Behinderung oder ihres Gesundheitszustands angreifen umfassen, verstößt.
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#9 KMBonnProfil
  • 29.05.2013, 08:51hBonn
  • Es gibt Momente, da frag ich mich, warum man sich das nur mit Worten gefallen läßt? Die Pfaffen zitieren doch so gern die Leviticus-Sprüche aus dem Alten Testament.

    Auge umd Auge, Zahn um Zahn heißt es im AT.

    Findet sich vielleicht ein Spieleprogrammierer-Projekt, welches ein Gegenstück programmiert? Bekanntlich tötet nichts so sehr wie Lächerlichkeit. Und die Apologeten der RKK in ihren Röckchen liefern doch genug Material. Warum nicht mal homophobe, heuchlerische und hetzerische Priester explodieren lassen?

    Ich stelle meine Server gern zur Verfügung.
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#10 SebiAnonym
  • 29.05.2013, 12:45h
  • Da ich (aus guten Gründen) nicht bei Facebook bin, hoffe ich, dass queer.de uns über die weiter Entwicklung auf dem laufenden hält...
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