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Sharon Needles bei einem Auftritt in "RuPaul's Drag Race"

Eine von Amerikas beliebtesten Drag Queens ist vom Wiener Life Ball geflogen, weil sie sich bei der Ankunft einen Witz über Hitler erlaubt hatte.

Sharon Needles gehört nach ihrem Sieg bei der vierten Staffel der schwulen Castingshow "RuPaul's Drag Race" im vergangenen Jahr zu den bestbeschäftigten Drag Queens der Welt. In ihrer Heimatstadt Pittsburgh hat der Stadtrat im Pride-Monat sogar einen "Sharon Needles Day" ausgerufen.

Allerdings machte sie beim Wiener Charity-Event eine sehr schlechte Figur, wie der US-Blog "Queerty" exklusiv berichtet. Im Flugzeug hat sich Sharon (eigentlich: Aaron Coady) schon die Kante gegeben – und machte bei der Landung in Wien einen Nazi-Witz: Sie sagte demnach, dass sie glücklich sei, im Geburtsort von Adolf Hitler zu sein (der Gröfaz wurde zwar 300 Kilometer entfernt in Braunau geboren, aber aus amerikanischer Sicht ist das gleich um die Ecke). Dann kam es zum Eklat, schreibt "Queerty":

Offenbar stand Life-Ball-Gründer Gary Keszler direkt neben ihr und mochte den Witz nicht. Needles wurde daraufhin gefragt, bei einer großen Party (Thema: Arabische Nächte) am Samstag, den 25. Mai nicht aufzutreten. Sie nahm an keinem der offiziellen Termine teil. Wir haben gelernt, dass Needles gleich zurück in die Staaten geflogen wurde."

Needles hat sich auch schon zu dem Vorfall geäußert – sie wirft den Life-Ball-Verantwortlichen "Zensur" vor, die nur dem Schutz von Sponsoren diene und gibt sich patriotisch sowie gewohnt Dragqueen-zickig:

Die verwenden Kostüme aus dem Nahen Osten für die Party, aber schließen mich aus, weil ich ihnen eine Geschichtsstunde gegeben habe? In meinem Land kann ich sagen, was auch immer ich will."

Ein wenig Lektüre über ihr Reiseziel hätte der guten Frau Needles gutgetan, denn Tabus wie in der Alpenrepublik gibt es schließlich auch im freien Amerika: So würde sich bei "RuPaul's Drag Race" keine Queen mit weißer Hautfarbe erlauben, schwarze Schminke aufzulegen und als Afro-Amerikaner zu agieren. Das "Blackfacing" ist dort wegen der spezifisch amerikanischen Geschichte als rassistisch verschrien, ganz anders als in Deutschland (man denke nur an Oliver Pocher als Bruce Darnell). Dass Hitler-Witze in Österreich ein wenig anders gesehen werden als zu Hause, sollte eigentlich auch Sharon wissen.

Queerty kommentierte die Ausladung der Drag Queen so: "Nun, Sharon, du kannst in Österreich sagen, was du willst, aber das heißt nicht, dass du dann auch zur Party eingeladen wirst."



#1 SebiAnonym
  • 29.05.2013, 18:35h
  • Queerty kommentierte die Ausladung der Drag Queen so: "Nun, Sharon, du kannst in Österreich sagen, was du willst, aber das heißt nicht, dass du dann auch zur Party eingeladen wirst."

    So sehe ich das auch...

    Es war ja nicht strafbar, das zu sagen. Es war nur einfach dumm, weil das zwei völlig verschiedene Städte sind. 300 km ist ja doch schon ein ganzes Stück.

    Aber zu einer Party kann man halt einladen, wen man will. (Etwas was auch die Kölner CSD-Organisatoren lernen sollten.)

    Übrigens mag man auch in den USA vieles sagen können, aber auch da gibt es Dinge, wo man dann halt bei manchen Partys unerwünscht ist.
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#2 Thorsten75Anonym
  • 29.05.2013, 18:47h
  • Naja, man muss aber schon sagen, dass die Österreicher eigenartig sind. Sie haben schon seit jeher ein Problem damit, wenn sie daran erinnert werden, dass Hitler kein Deutscher ist, sondern Österreicher. Bis heute hat es in Österreich keine offene Aufarbeitung der Nazi-Zeit gegeben...kein Wunder, dass man da gleich so pikiert reagiert.
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#3 anschluss 300 kmAnonym
  • 29.05.2013, 19:04h
  • Antwort auf #1 von Sebi
  • der glanze heldenplatz zirka

    versaggerte in maschenhaftem männchenmeere

    drunter auch frauen die ans maskelknie

    zu heften heftig sich versuchten, hoffensdick.

    und brüllzten wesentlich.



    verwogener stirnscheitelunterschwang

    nach nöten nördlich, kechelte

    mit zu-nummernder aufs bluten feilzer stimme

    hinsensend sämmertliche eigenwäscher.



    pirsch!

    döppelte der gottelbock von Sa-Atz zu Sa-Atz

    mit hünig sprenkem stimmstummel.

    balzerig würmelte es im männechensee

    und den weibern ward so pfingstig ums heil

    zumahn: wenn ein knie-ender sie hirschelte.



    www.youtube.com/watch?v=OkGB0KMCE8w

    www.youtube.com/watch?v=pHHqVubkaRA
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#4 Lady KajalAnonym
  • 29.05.2013, 19:52h
  • Schwamm drüber, neu schminken.
    Nächstes Jahr weniger süffeln und halt die Monroe geben und Kennedy zitieren.

    Am 1. August 1945 schrieb er nach der Besichtigung des Obersalzbergs:
    "Wer diese beiden Orte (Obersalzberg und Kehlsteinhaus) besucht hat, kann sich ohne Weiteres vorstellen, wie Hitler aus dem Hass, der ihn jetzt umgibt, in einigen Jahren als eine der bedeutendsten Persönlichkeiten hervortreten wird, die je gelebt haben."

    Zum österreichischen Entwicklungshelfer notierte er am 3. August 1937 in sein Tagebuch:

    "Was sind die Übel des Faschismus im Vergleich zum Kommunismus?" Und am 21. August 1937 hielt er fest: "Die Deutschen sind wirklich zu gut - deshalb rottet man sich gegen sie zusammen, um sich zu schützen."

    Einen Tag später schwärmt er von den deutschen Autobahnen: "Das sind die besten Straßen der Welt."
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#6 der WeischebergAnonym
#7 augenrollAnonym
  • 29.05.2013, 21:34h
  • Was fürn Schwachsinn sie deshalb gleich wieder auszufliegen.
    Hitler war nun mal Östereicher .
    Get over it!
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#8 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 29.05.2013, 21:49h
  • Bei der Aktion wäre ich gerne dabeigewesen! Sie (er) hat meine volle Sympathie und ich hätte mich diebisch gefreut, wenn man sie (ihn) doch zu den ganzen Terminen mitgenommen hätte!

    Die Reaktion der Verunstalter war völlig gaga und deplatziert! Solche Aussagen muß man aushalten können!

    Sharon Needles, you made my day!
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#9 antos
  • 29.05.2013, 21:59h
  • Antwort auf #3 von anschluss 300 km
  • Wie leicht man dieses Sprechen im Grunde versteht, wenn man es nachspricht, nachvollzieht - das begeistert mich immer aufs neue. Großartiger Jandl!

    Dagegen dann die seltsame Reaktion von Keszler, die einen österreichischen Mythos zu verteidigen scheint, mit dem er sich bestimmt - na, hoffentlich - nicht gemein macht: Österreich als das erste unschuldige Opfer der Nazis.
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#10 adolfiosoAnonym