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Als homosexueller Künstler und Pazifist empfand sich Benjamin Britten trotz seines beruflichen Erfolgs als Außenseiter der Gesellschaft (Bild: Image courtesy of www.britten100.org)

Der 100. Geburtstag des schwulen Komponisten Benjamin Britten wird im Oktober mit den Kölner "Britten Days" begangen.
Im kommenden Oktober wird in Köln der 100. Geburtstag des englischen Komponisten Benjamin Britten mit einem Musikfestival begangen. Das Programm der "Britten Days" in der Konzertkirche Immanuel in Köln-Longerich wurde soeben veröffentlicht.

An vier Tagen vom 3. bis 6. Oktober werden Konzerte, Vorträge, Filmvorführungen, Kindertheater und ein Gottesdienst an den britischen Künstler erinnern. Kooperierende Veranstalter sind neben der evangelischen Immanuel-Gemeinde mehrere Kultur- und Musikfördervereine, Chöre und Schulen.

Gegenstand der "Britten Days" ist neben der im Vordergrund stehenden Musik auch Brittens umfangreich dokumentierte Biographie, da er sich als Pazifist und homosexueller Künstler trotz erfahrener gesellschaftlicher Anerkennung als Außenseiter der Gesellschaft empfand, was er in seinen Werken immer wieder thematisch aufgriff.

Laien und Profis werden zusammengebracht


Benjamin Britten 1959 am Aldeburgh Beach (Bild: Hans Wild/image courtesy of www.britten100.org)

Mitwirkende aller Generationen, Profis und Amateure präsentieren gemeinsam ein Programm mit ausgewählten Stücken aus Brittens vielfältigem Schaffen und schlagen eine Brücke zu den weltweit stattfindenden Feierlichkeiten anlässlich des diesjährigen Jubiläums.

Das Konzept der "Britten Days" lehnt sich an Brittens eigene Idee des von ihm gegründeten Aldeburgh Festivals an, Laien mit professionellen Musikern in Aufführungen zusammen zu bringen und Kinder und Jugendliche einzubeziehen. In einem Konzert mit und für Kinder wird die Liedersammlung "Friday Afternoons" zu hören sein, die derzeit auf der ganzen Welt einstudiert und anlässlich der Britten-Gedenkfeiern von Kinderchören und Schulen aufgeführt wird. Selten gespielte Werke, wie die Radio-Kantate "The Company of Heaven" oder die "Cantata misericordium", Konzerte mit Instrumental- und Vokalmusik, Filmkompositionen und die deutsche Premiere des neuen Dokumentarspielfilms "Peace and Conflict" über Brittens Jugend sind weitere Höhepunkte des Festivals.

Die Kölner "Britten Days" entstehen in Zusammenarbeit mit dem Britten-Pears Young Artist Programme und der Aldeburgh Music, aus deren Meisterklasse junge Künstler als Solisten bei den "Britten Days" mitwirken. Weitere Mitwirkende sind das Polygon Kammerorchester, der Kammerchor Collegium Cantorum Köln, die Chorgemeinschaft an St. Bernhard, Ensembles der Rheinischen Musikschule, Kölner Kinder- und Jugendchöre und Schulen. (pm)