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  • 31.05.2013           22      Teilen:   |

Gallup-Umfrage

USA: Homo-Beziehungen fast so moralisch wie Todesstrafe

Artikelbild
Homo-Aktivisten in den USA haben in den letzten Jahrzehnten viel erreicht: Die letzten Verbote von gleichgeschlechtlichem Sex wurden 2003 gestrichen, außerdem bieten inzwischen zwölf Bundesstaaten, drei Indianer-Reservate sowie die Hauptstadt Washington Homo-Paaren Eherechte an. (Bild: Mark Fowler / flickr / cc by-sa 2.0)

Die Akzeptanz von Homo-Paaren nimmt in den USA rasant zu. Allerdings halten weiterhin mehr Menschen Glücksspiele und die Todesstrafe für moralisch akzeptabel als gleichgeschlechtliche Beziehungen.

Einer Umfrage von Gallup zufolge erklärten Anfang Mai 59 Prozent der Amerikaner, "schwule oder lesbische Beziehungen" seien für sie moralisch akzeptabel. Bei der gleichen Fragestellung im Jahr 2001 stimmten nur 40 Prozent zu. Mit plus 19 Prozentpunkten stellte Gallup damit bei Homo-Paaren die größte Steigerungsrate aus 20 befragten Themenbereichen fest. An zweiter Stelle befindet sich das Thema "ein Kind außerhalb der Ehe haben" (plus 15 Prozentpunkte) sowie "Sex zwischen einem unverheirateten Mann und einer unverheirateten Frau" (plus zehn Prozentpunkte).

Gallup führt jährlich seine Studie zu "Werten und Grundüberzeugungen" durch, um die sich verändernden Einstellungen der Amerikaner zu messen. In der aktuellen Umfrage halten mit 59 Prozent genauso viele Menschen das Tragen von Pelz für moralisch akzeptabel wie gleichgeschlechtliche Beziehungen. Mehr Menschen halten Scheidung (68 Prozent), Glücksspiel (64 Prozent) und die in den USA populäre Todesstrafe (62 Prozent) für moralisch. Als weniger akzeptabel werden unter anderem Teenager-Sex (32 Prozent), ärztliche Sterbehilfe (45 Prozent) und Tierversuche für medizinische Zwecke (56 Prozent) beurteilt. Auch mit Pornografie haben die US-Bürger moralische Probleme: Die direkte Darstellung der menschlichen Sexualität wird nur von 31 Prozent als akzeptabel angesehen.

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Fremdgehen von Eheleuten ist schlimmste Verfehlung

Die größte Zustimmung in der Umfrage erhielt mit großen Abstand das Thema Geburtenkontrolle. Es wird von 91 Prozent der Bevölkerung als moralisch akzeptabel beurteilt. Am wenigsten können die Amerikaner mit Polygamie (14 Prozent), dem Klonen von Menschen (13 Prozent) und Affären von verheirateten Frauen oder Männern (sechs Prozent) anfangen.

Die Zunahme der Akzeptanz von Schwulen und Lesben wird insbesondere an der steigenden Zustimmung zur Ehe-Öffnung fest gemacht. Während 1985 nur elf Prozent die Gleichstellung von Schwulen und Lesben im Eherecht befürworteten, wurden 2011 erstmals absolute Mehrheiten gemessen. Ein Jahr später sprach sich Barack Obama als erster amtierender Präsident für die Ehe-Öffnung aus – und gab dem Thema damit nochmals einen Schub (queer.de berichtete). (dk)

Links zum Thema:
» Gallup-Pressemeldung
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Tags: gallup, umfrage, usa, akzeptanz
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Reaktionen zu "USA: Homo-Beziehungen fast so moralisch wie Todesstrafe"


 22 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
31.05.2013
12:40:50


(+2, 2 Votes)

Von luchs


die ergebnisse sind krass, aber in den südstaaten der usa leider kein wunder.

die überschrift ist etwas reisserisch.
es wurde nicht die frage direkt gegenüber gestellt ob sie die todesstrafe oder homosexualität akzeptabler finden sondern es wurden einzelne sachen abgefragt...was das ergebnis natürlich nicht besser macht!

aber bezogen auf das thema fremdgehen...denn da kann ich es verstehen das es viele als nicht akzeptabel ansehen(!):

man sollte ehrlich sein und mit offenen karten spielen und dem partner das gleiche gönnen was man selbst gemacht hat.
das ist nämlich das problem beim fremdgehen...
man macht selber was, während man vom partner treue erwartet und eifersüchtig reagiert wenn dieser fremdgeht...

es gibt genug leute die die untreue fremder personen witzig finden und über affären lachen, die aber am boden zerstört sind wenn es sie selber betrifft und sie ihr langjähriger partner betrogen hat.

das ist die doppelmoral die in den meisten leuten steckt, nicht nur in den usa, und die nicht nachvollziehen kann.
wenn ihr schon monogame beziehungen wollt, dann beschwert euch auch nicht das man fremdgehen als moralisch unakzeptabel hält! das ist doch die logsiche konsequenz daraus...

wenn jemand gerade heraus zugibt nicht monogam sein zu können und dem anderen deswegen auch sexuelle freiheiten gönnt, dann ist das ehrlich und für mich "moralisch akzeptabel".

also entweder oder....monagame beziehung (und dann ist es verständlich das man sich beim framdgehen hintergangen fühlt!) oder aber offene beziehung!


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#2
31.05.2013
12:53:16


(0, 2 Votes)

Von Felix


Dass dieses in weiten Teilen verlogene, scheinheilige und bigotte Land sich nicht von heute auf morgen ändert, ist klar. Aber dass die Zustimmung zu mehr Rechten für GLBT in den letzten 3-4 Jahren rasant gestiegen ist, ist eine gute Nachricht.

Das Ziel ist dort noch lange nicht erreicht, aber zumindest die ersten Schritte auf dem Weg dorthin sind getan und da ist man heute schon ein gutes Stück weiter als noch vor 5 Jahren.


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#3
31.05.2013
13:06:08


(0, 2 Votes)

Von Sveni Mausi


Voll krass! finde ich die Zustimmung zur Geburtenkontrolle.

erinnert mich an schlimmste Unrechtsregime
(wobei das natürlich eine ungünstige Formulierung ist)


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#4
31.05.2013
13:26:58


(+2, 4 Votes)

Von userer
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Ich finde, man muss die USA so differenziert betrachten wie die EU: Massachusetts ist so fortschrittlich wie die Niederlande, Texas so rückständig wie Lettland, und Deutschland irgendwo so mittelmäßig wie Nevada.


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#5
31.05.2013
13:45:25


(+5, 5 Votes)

Von Tim_Chris
Aus Bremen
Mitglied seit 01.05.2008


Ah ja. *lol* Aber eigentlich wundert es mich nicht, dass die Todesstrafe in USA moralisch eher akzeptiert wird, als homosexuelle Liebe. Der Gottesglaube ist in USA ja sehr stark verwurzelt - gibt es da überhaupt so etwas wie Atheisten? - und deutlicher als in solchen Staaten kann die Bigotterie der Religionen einfach nicht sein. Egal ob nun christlich, islamisch, jüdisch, orthodox oder sonstwas. Es beweist nur wieder einmal mehr, dass in der hochgelobten und angeblich so "menschen-liebenden" Religion, der gewaltsame Tod durch Staat, Volk oder Kirchen höher angesehen und respektiert, ja sogar befürwortet wird, als die Liebe zwischen zwei Menschen.
Tod gegen Liebe. In der Religion gewinnt eindeutig der Tod.


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#6
31.05.2013
14:08:09
Via Handy


(+3, 3 Votes)

Von daVinci6667
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #4 von userer


Ja, da hast du recht!

Im übrigen hätte ich die Fragen ob moralisch akzeptabel wie folgt beantwortet:
Gleichgeschlechtliche Ehe Ja, Glücksspiele nur bis CHF 20/Mt, Todesstrafe Nein, Kind außerhalb der Ehe Ja, Sex zwischen unverheirateten Ja, Tragen von Pelz Nein, Scheidung Ja, Teenager-Sex Ja, ärztliche Sterbehilfe Ja, Tierversuche für medizinische Zwecke Nein, Pornografie Ja, Geburten­kon­trolle Ja, Polygamie Nein, Klonen von Menschen Nein, Fremdgehen muss jedes Paar selbst definieren. Wie hättet ihr geantwortet?

Zusammenfassend würden viele mich dann wohl für einen schlechten Ami halten :)))
Zum Glück bin ich keiner.


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#7
31.05.2013
15:15:37


(+1, 3 Votes)

Von goddamn liberal


Beim Teenager-Sex feiert der pseudo-moralische Neid und bei der Porno-Frage die Verlogenheit Triumphe.

Ansonsten bestätigt das Szenario die Strategie, dass 'marriage equality' bei uns wie schon bei der Rassenfrage der 50er und 60er der richtige Hebel zu Emanzipation ist, der auch Heiratsunwilligen sehr zugute kommt.

Die uns betreffenden Zahlen sind in einer solchen Gesellschaft erstaunlich, weil hier das Gleichheitsideal über die Verklemmtheit siegt. Das ist ein schwer erkämpfter großer Sieg.


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#8
31.05.2013
15:36:17


(-3, 3 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness
Antwort zu Kommentar #6 von daVinci6667


Mein Fazit:

Gleichgeschlechtliche Ehe: JA
Glücksspiele: JA
Todesstrafe: JA
Kind außerhalb der Ehe: JA
Sex zwischen Unverheirateten: JA
Tragen von Pelz: NEIN
Scheidung: JA
Teenagersex: NEIN
Ärztliche Sterbehilfe: JA
Tierversuche frür medizinische Zwecke: NEIN
Pornografie: JA
Geburtenkontrolle: JA
Polygamie: NEIN
Klonen von Menschen: JA
Fremdgehen: NEIN

Who's next?


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#9
31.05.2013
17:26:11


(+2, 2 Votes)

Von Pascal


Wollen wir hoffen, dass die Zustimmung zur Homo-Gleichstellung und damit verbunden auch die allgemeine Akzeptanz weiter wächst.

100% werden wir nie auf unserer Seite haben, aber man kann ja zumindest dafür kämpfen, dass es so viele wie möglich werden...


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#10
31.05.2013
18:24:03
Via Handy


(+2, 2 Votes)

Von daVinci6667
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #8 von FoXXXyness


Danke für deine Antwort, die ich kaum glauben kann.

Du Füxli bist FÜR das Klonen des Menschen und FÜR die Todesstrafe?

Hätte ich nicht gedacht. Aber so lernt man seine Mitdiskutanten kennen. Wäre schön wenn andere auch noch so ehrlich dazu Stellung beziehen.

PS: Nimm's mir nicht übel, aber WEN möchtest du klonen, dich selbst? Die Österreicher?

Dafür könntest du womöglich in den USA auf den elektrischen Stuhl kommen!

Ich meine fürs klonen und nicht speziell für die Österreicher, gell! :))))


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