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  • 31.05.2013           65      Teilen:   |

Grüne erwirken einstweilige Verfügung

Dobrindt: Volker Beck war Chef der "Pädophilen-AG"

Artikelbild
CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt schießt sich mit zweifelhaften Argumenten auf die Grünen ein

Der Wahlkampf wird schon früh schmutzig: Der CSU-Generalsekretär will trotz einer einstweiligen Verfügung den schwulen Grünenpolitiker Volker Beck weiterhin mit Kindersex in Verbindung bringen.

Ein drohendes Gerichtsverfahren werde ihn nicht stoppen, Volker Beck weiter als "Vorsitzenden der Pädophilen-AG" zu bezeichnen, erklärte CSU-Generalsekratär Alexander Dobrindt in München: "Ich widerspreche den gegen mich gerichteten Vorwürfen der Grünen, akzeptiere deren Vorgehen nicht und lasse es auf ein Gerichtsverfahren ankommen", so Dobrindt nach ARD-Angaben.

Dobrindt hatte zuvor in einem Interview erklärt: "Volker Beck muss endlich sein Schweigen brechen und alles auf den Tisch legen, was er als Vorsitzender der Pädophilen-AG bei den Grünen zu verantworten hat." Daraufhin haben die Grünen am Mittwoch beim Amtsgericht Berlin eine einstweilige Verfügung erwirkt, die es Dobrindt verbietet, die Vorwürfe – auch sinngemäß – zu wiederholen. Bei Nichteinhaltung drohen dem bayerischen Politiker 250.000 Euro Geldstrafe oder bis zu sechs Monate Ordnungshaft. Die Grünen weisen die Aussagen Dobrindts als "Lügen und Falschbehauptungen" zurück.

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Grüne holt eigene Vergangenheit ein

Fraktionsgeschäftsführer Volker Beck will die Äußerungen Dobrindts nicht auf sich sitzen lassen - Quelle: Grüne NRW / flickr / cc by-sa 2.0
Fraktionsgeschäftsführer Volker Beck will die Äußerungen Dobrindts nicht auf sich sitzen lassen (Bild: Grüne NRW / flickr / cc by-sa 2.0)

Hintergrund des schwarz-grünen Streits ist die 1987 aufgelösten "Bundesarbeitsgemeinschaft Schwule, Päderasten und Transsexuelle" (BAG SchwuP). Volker Beck war allerdings erst in der 1987 gegründeten "Bundesarbeitsgemeinschaft Schwulenpolitik" (BAG Schwule) aktiv, die Sex mit Kindern ablehnte und sich insbesondere für die staatliche Anerkennung von homosexuellen Beziehungen einsetzte. Die Debatte um die BAG SchwuP setzt den Grünen allerdings heute zu, da insbesondere Anfang der 80er Jahre teilweise vorbestrafte Päderasten in der Partei aktiv waren und für die Legalisierung von Sex mit Kindern warben.

Dobrindt hat bereits wiederholt die Grünen wegen ihrer Politik gegenüber Schwulen und Lesben attackiert. So bezeichnete er Homo-Aktivisten als "schrille Minderheit" und die Gleichbehandlung von gleichgeschlechtlichen Paaren als "Familienfeindlichkeit" (queer.de berichtete).

Die Grünen gehen außerdem derzeit gerichtlich gegen eine Äußerung im "Bayernkurier" Dobrindts vor. Er hatte behauptet, dass nach den grünen Steuerplänen eine Alleinverdienerfamilie mit zwei Kindern um 3.500 Euro belastet werde. Diese Zahlen wurden allerdings vom Steuerzahlerbund widerlegt.

Beck: Es gab "falschen Solidarisierungs-Reflex"

Volker Beck hat sich in den letzten Wochen ebenfalls zur Pädophilen-Debatte geäußert. Im Interview mit der "Mitteldeutschen Zeitung" erklärte Beck, dass die BAG SchwuP in den Anfangsjahren der Grünen eine Rolle spielten, weil es einen "falschen Solidarisierungs-Reflex" gegeben habe: "Man hörte sich erst mal jeden und alles an. Auch die absurdeste Forderung wurde nicht sofort abgebügelt, sondern in aller Länge diskutiert". Dazu gehörte auch die Aufhebung des Paragrafen 176, der sexuelle Handlungen mit Kindern unter Strafe stellt.

Viele in der Partei seien einem Mythos aufgesessen, der auch in Teilen der Sexualwissenschaft verbreitet gewesen sei, nämlich "dass man unterscheiden könne zwischen einvernehmlichen pädophilen Kontakten und dem sexuellen Missbrauch von Kindern", so Beck heute. Diese Sichtweise sei damals auch von der Schwulenbewegung weiterverbreitet worden, die sich als "Opfer eines Reprssionssystems" sah. "Deshalb gab es zunächst einen falschen Solidarisierungs-Reflex mit den Pädophilen", beklagt Beck. Auch er sei anfangs dem Irrtum aufgesessen, dass manche päpohile Handlungen harmlos sein könnten. Ihm seien aber schließlich von "Opferhilfe-Organisationen die Augen geöffnet" worden. (dk)

 Update  16:30 Uhr: JU Bayern macht Rückzieher
Die Junge Union in Bayern zieht die Veröffentlichung eines angeblichen Textes von Volker Beck auf ihrer Website zurück. Wie der grüne Pressesprecher Michael Schroeren mitteilte, hat sich die Jugendorganisation verpflichtet, einen Text mit der Überschrift "Volker Beck und die einstige Solidarisierung mit Pädophilen" nicht mehr zu verbreiten. Die JU hatte an dieser Stelle Essay Becks aus dem Jahr 1988 veröffentlicht, das allerdings damals vom Grünenpolitiker nicht autorisiert und zudem stark verändert worden sei. Beck hat die JU wegen Verletzung seiner Urheberpersönlichkeitsrechte gerügt.

Wochen-Umfrage: Die Geschichte der Pädos in der Schwulenbewegung sollte... (Ergebnis)

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Tags: alexander dobrindt, volker beck, grüne, csu, pädophilie
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Reaktionen zu "Dobrindt: Volker Beck war Chef der "Pädophilen-AG""


 65 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
31.05.2013
13:48:06


(+21, 23 Votes)

Von Fred i BKK


...aber,aber Herr CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt.....

wo erheben sie lautstark ihre Stimme gegen die
Kinderf.. und Paedophilen -AG der RKK , da haben wir nichts vernommen...

.....da lecken sie den Pfaffen in ihren "Weiberroecken " die Schuhe .....

CSU das sagt schon alles ....Verlogene bigote Bande mit ihrem Ehemann-Vorbild

Seehofer und der bayr. Urschande hc.F.J.Strauss

und seiner USA Puff-Begegnung ..alles nicht vergessen ....

schrecklich diese Hostien-Lutscher...



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#2
31.05.2013
13:51:52


(+19, 21 Votes)

Von Kokolemle
Aus Herschweiler
Mitglied seit 02.12.2009


Dann muß Herr Dobrind eben damit rechnen 250000 Euro Zwangsgeld zu bezahlen und wenn er das nicht kann 6 Monate in Zwangshaft kommen. Was bildet sich dieser Politiker denn überhaupt ein? Ach ja wenn es um die eigene Richtung der Politik geht ist alles rechtens, nur vom politischen Gegner nicht. Solche Politiker mit diesen Verständnis von Demokratie können und ruhig gestolen bleiben. Und das erst recht im Wahlkampf. Deshalb wären die 6 Monate Ordnungshaft auch angemessen. Er tut uns damit einen Gefallen, sollte er die riochterliche Anordnung missachten. Das will ich erleben, wenn er in Handschellen abgeführt wird.


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#3
31.05.2013
14:26:53


(+10, 14 Votes)

Von Arsch mit Ohren


Der Typ ist noch blöder als er aussieht. Und das heißt was. Wenn Dummheit weh täte, ...... Das ist ein A... sondergleichen.


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#4
31.05.2013
14:50:34


(-6, 12 Votes)

Von 175-er


wenn der katholischen kirche ihre sünden der vergangenheit erinnert werden, dann versuchen ihre konservativsten unterstützer das als "kulturkampf" verharmlosen!!!!

wenn dasselbe mit den grünen passiert, dann sprechen so manche linke journalisten vom "wahlkampf?!!!

bemerkenswert........!


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#5
31.05.2013
14:53:11


(+1, 21 Votes)

Von Timm Johannes


Wer solche Vorwürfe wie Dobrindt erhebt, ohne sie beweisen zu können, sollte dringend seine Ämter niederlegen.

Es ist gut und richtig, wenn Beck sich gerichtlich wehrt.

---

Hintergrund der Debatte ist natürlich der Wahlkampf in Bayern und die CSU will wieder die absolute Mehrheit dort erreichen. Auch kann Merkel nur weiterhin Bundeskanzlerin bleiben, wenn die CSU bei den Bundestagswahlen ein gutes Ergebnis errreicht.

Es ist sehr bezeichnend für Dobrindts Arschlochmentalität, das er dieses Thema 30 Jahre später im Wahlkampf aufgreift und thematisieren will.

Genausogut könnte dann auch der NATO-Doppelbeschluss zum Thema des Wahlkampf gemacht werden, aber das ist alles bereits GESCHICHTE und hat im aktuellen Wahlkampf NICHTS verloren.

------------

Demgegenüber sind die Steuerpläne und die Debatte um das Ehegattensplitting durchaus ein wichtiges Wahlkampfthema und das gehört auch in die aktuelle Wahlkamofdebatte hinein. Wenn sich hier Grüne und CSU einen Schlagabtausch zum Thema, wie die einkommenssteuerliche Zukunft von Paaren und von Familien ausschauen soll, liefern, so ist dies ein wichtiges Wahlkampfthema.


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#6
31.05.2013
15:09:37


(+17, 19 Votes)

Von goddamn liberal
Antwort zu Kommentar #4 von 175-er


Sünden begehen und über Schutzaltersgrenzen debattieren sind zwei Paar Schuhe.

Die Schutzaltersgrenze im Vatikanstaat liegt bei 12 Jahren.

Als ich mit 17 Jahren das erste Mal in einem Schwulenzentrum war, hatten ältere Schwule Angst mit mir in Verbindung gebracht zu werden, weil ich ja noch viel zu jung sei (wg. Par. 175).

Keiner debattiert heute mehr über die gültigen Schutzaltersgrenzen. Dobrindt will nicht Kinder schützen, sondern in alter CSU-Tradition erwachsene Lesben und Schwule und ihre Familien entrechten.

Noch Fragen?


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#7
31.05.2013
15:15:50
Via Handy


(-8, 12 Votes)

Von Madagaskar
Aus Mainz (Rheinland-Pfalz)
Mitglied seit 08.01.2013
Antwort zu Kommentar #1 von Fred i BKK


Die ganze Welt ist eine Pädophilen AG. Warum sollte da die katholische Kirche eine Ausnahme bilden, wenn sie ohnehin einen Großteil der Weltbevölketung hinter sich hat.


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#8
31.05.2013
15:22:21


(+15, 17 Votes)

Von Loren
Aus Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern)
Mitglied seit 02.11.2013


Dobrindts Strategie scheint es zu sein, einen bekannten Gleichstellungspolitiker zu diffamieren und so in Misskredit zu bringen. Auch Becks Partei, die seit ihrer Gründung die Gleichstellung zum Bürgerrechtsthema gemacht hat, soll so in ein schlechtes Licht gerückt werden, um Themen wie Eheöffnung mit einhergehendem Adoptionsrecht moralisch aufzuladen (Frankreichs Rechte lässt grüßen!). Ich hoffe, dass es sowohl Herrn Beck als auch seiner Partei gelingt, dies im Ansatz zu stoppen. Die mühsam verborgene homophobe Strategie des Herrn Dobrindt zielt nämlich nur vordergründig auf Beck und die Grünen: Gemeint sind alle emanzipierten Lesben und Schwulen.


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#9
31.05.2013
15:23:26
Via Handy


(+14, 14 Votes)

Von Wahlkampf


Die ganze " Pädophilendebatte über die Vergangenheit der Grünen" ist aus einem Grund von vornherein verlogen. Über die Indianerkomune und andere Sachen war alles längst bekannt und ich habe schon vor Jahren was darüber gelesen.
Aber nicht vor ein paar Jahren kamen die anderen Parteien mit dem Thema, sondern jetzt wenige Monate vor der Wahl.
Das sagt alles aus.


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#10
31.05.2013
15:30:15


(+4, 6 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Die CSU hat sich schon einige Schnitzer geleistet! Verwandtenaffäre, Antihomopolitik, Diffamierung von Volker Beck - die Liste ließe sich ganz beliebig fortsetzen. Merkwürdig ist nur, daß dieser Partei die Wähler weiterhin die Treue halten, denn laut der jüngsten Sonntagsfrage liegt die Partei so weit vorne, daß sie wieder mit der absoluten Mehrheit regieren könnte! Fragt sich nur, was denn in der nächsten Zeit noch passieren muß, damit die CSU in den Umfragen einbricht!


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