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Das Rat&Tat-Zentrum müsste bei einer Streichung der Zuschüsse voraussichtlich schließen (Bild: Rat&Tat)

Dem Rat&Tat-Zentrum für Schwule und Lesben sollen sämtliche städtische Zuschüsse in Höhe von 150.000 Euro gestrichen werden – Aktivisten wollen mit einer Petition den Kahlschlag verhindern.

Seit über 30 Jahren ist das Zentrum eine Anlauf- und Beratungsstelle bei allen Fragen im Bereich Gleichgeschlechtliche Lebensweisen, HIV und Aids. Wegen des Spardrucks hat Gesundheitssenator Hermann Schulte-Sasse (parteilos) unlängst den Vereinsvorstand des Rat&Tat-Zentrums Rainer Neumann über die Streichung informiert. Zwar lobte die rot-grüne Landesregierung die Arbeit des Zentrums – sie wurde sogar im SPD-Regierungsprogramm vor der Wahl 2011 lobend erwähnt (queer.de berichtete) – allerdings müssten enorme Sparanstrengungen erfüllt werden, um die Vorgaben der Schuldenbremse zu erfüllen.

In einer Online-Petition auf der Website der Bremischen Bürgerschaft haben sich bereits fast 2.000 Menschen gegen die Schließung des Rat&Tat-Zentrums ausgesprochen. Darin argumentieren die Aktivisten, dass sich die rechtlichen Rahmenbedingungen für gleichgeschlechtlich orientierte Menschen zwar verbessert hätten, das Zentrum aber nach wie vor wichtig sei, da Schwule und Lesben in der Hansestadt "immer noch vielfältige Formen von Ausgrenzung und Benachteiligung in allen Lebensbereichen" erdulden müssten: "Der Wegfall der Finanzierung des Rat&Tat- Zentrums würde die einzige professionelle Beratungsstelle für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender im Land Bremen treffen. Dies ist ein falsches politisches Signal", heißt es.

Eine endgültige Entscheidung über die Schließung soll erst Ende des Jahres fallen. (dk)



#1 HannesGAnonym
#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
#3 PascalAnonym
  • 31.05.2013, 17:28h
  • Das wäre wirklich schlimm.

    Und neben "großen" Themen wie Eheöffnung, Adoptionsrecht, Art. 3 GG, AGG, Aufklärung an Schulen, etc. dürfen wir auch nie vergessen dass auch die finanzielle Förderung solcher kleinen, aber wichtigen, regionalen Projekte sehr wichtig sind.

    Dass dort immer mehr gespart wird, wird oft gar nicht so sehr öffentlich wahrgenommen, ist aber fatal! Nicht nur für die Region...
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#4 userer
  • 31.05.2013, 20:13h
  • Die SPD ist inzwischen wirklich das Vorletzte. Der Berliner SPD-Wowereit verhindert im Bundestag die Öffnung der Ehe, in Hamburg kürzt die SPD Gelder für ein lesbisches Zentrum, und in Bremen macht dies SPD nun dies.

    Widerlich. Schwule und Lesben scheinen für die SPD nur Stimmvieh zu sein.
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#5 HannesGAnonym
#6 TheDad
  • 03.06.2013, 00:54h
  • Antwort auf #4 von userer
  • ""Der Berliner SPD-Wowereit verhindert im Bundestag die Öffnung der Ehe""..

    Das wäre dann der BundesRAT und nicht der Bundestag, in dem sitzt Wowereit nämlich nicht, und es ist nicht ER und seine SPD, es ist die CDU als Koalitionspartner die laut Koalitionsvertrag darauf besteht sich zu enthalten, damit die Landes-CDU nicht die Bundes-CDU brüskiert..

    Es ist die gleiche Landes-CDU die sich ja ach so LGBT-Freundlich gibt und beim Berliner CSD mitmarschieren können soll..
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#7 userer
  • 03.06.2013, 21:32h
  • Antwort auf #5 von HannesG
  • Autsch, natürlich BundesRAT. Verflixter Vertipper von mir.

    Allerdings ist das kein Grund, ausfällig zu werden, HannesG.

    Im BundesRAT hat die Berliner SPD durch die Enthaltung sehr wohl faktisch gegen die Eheöffnung gestimmt, obwohl der Berliner Kolalitionsvertrag mit der CDU ausdrücklich die Gleichstellung vorsieht. Aber für eine Machtprobe mit dem Koalitionspartner CDU waren die Schwulen der SPD wohl zu unwichtig.
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