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  • 01.06.2013           65      Teilen:   |

"Rachekommando"

Messerattacke auf Freund des schwulen Schwagers

Artikelbild
Gerichtshaus in Kiel: Zwei weitere Verhandlungstage wurden angesetzt (Bild: Wiki Commons / TH. Korr / CC-BY-3.0)

In Kiel steht ein aus dem Jemen stammender 25-Jähriger zum zweiten Mal wegen gefährlicher Körperverletzung vor Gericht.

In erster Instanz war der Angeklagte zu dreieinhalb Jahren Haft wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt worden. Von einem "Rachekommando" ist in dem Urteil des Schöffengerichts die Rede: Am 27. Februar des letzten Jahres soll der heute 25 Jahre Vater zweier Kleinkinder einen 44-jährigen Schwulen in seiner Wohnung in Kiel-Gaarden mit einem Messer attackiert haben. Das Opfer erlitt schwere Schnittverletzungen im Gesicht und am Unterarm. Der vermutete Grund für den Überfall: Der 44-Jährige führte eine Beziehung mit dem jüngeren Bruder seiner Frau, mit der er nach islamischem Recht verheiratet ist. Mit dem Angriff wollte der mutmaßlich homophobe Täter dem schwulen Mann eine Lektion erteilen, war das Schöffengericht überzeugt.

Der aus dem Jemen stammende Angeklagte legte jedoch Rechtsmittel ein – in Kiel hat nun in der vergangenen Woche der Berufungsprozess begonnen. Doch auch diesmal schweigt der Angeklagte zum Tathergang. "Er bestreitet den Vorwurf", erklärte seine Rechtsanwältin Annette Marberth-Kubicki gegenüber den "Kieler Nachrichten". Zwei weitere Verhandlungstage wurden angesetzt.

Fortsetzung nach Anzeige


Der schwule Schwager fürchtet um sein Leben

Der 19-Jährige (Ex-)Freund des Opfers war als Zeuge geladen, erschien jedoch nicht vor Gericht. Bereits in der ersten Instanz sagte er nur sehr zögerlich aus. Während der Tat soll sich der junge Schwule verängstigt im Bad eingeschlossen haben. Nachdem seine Homosexualität gegenüber der Familie öffentlich wurde, habe er sogar Angst gehabt, vom Angeklagten getötet zu werden.

Im Urteil der ersten Instanz fiel strafverschärfend ins Gewicht, dass der vorbestrafte mutmaßliche Täter unter Bewährung stand. Auch die psychischen Folgen für das Opfer führten zur vergleichsweise hohen Haftstrafe: Der 44-Jährige gab nicht nur seine Wohnung auf, sondern zog aus Angst auch in eine andere Stadt. Die neue Adresse brauchte er vor Gericht nicht öffentlich zu nennen.

Als Nebenkläger nimmt er dennoch am Prozess teil. An den Überfall vor einem Jahr erinnert eine unübersehbar große Narbe, die vom Mundwinkel bis zu seinem linken Ohr führt. (cw)

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Tags: homophobe gewalt, messerattacke, rachekommando
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Reaktionen zu "Messerattacke auf Freund des schwulen Schwagers"


 65 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
01.06.2013
16:07:24


(+15, 15 Votes)

Von Marius


Hoffentlich bekommt er eine harte Strafe ohne Bewährung!

Und in Bezug auf den anderen Artikel über Pro Köln: nicht weil er Migrant ist, sondern weil er ein gewalttätiger Homohasser ist.


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#2
01.06.2013
16:08:28


(+10, 14 Votes)
 
#3
01.06.2013
17:22:39


(+9, 15 Votes)

Von ehemaligem User timpa354


So, So also 3 1/2 Jahre dafür einen Menschen lebenslang entstellt zu haben, ihn seiner Heimat beraubt zu haben und dann auch noch den Bruder seiner Frau in dauerhafte Todesangst versetzt zu haben ,aber im Namen der Ehre ist das natürlich akzeptabel für deutsche Gerichte, bestimmt kommt er wegen guter Führung schneller raus, wenn die 3 1/2 Jahre bestätigt werden und dann kann er ja im Namen der Ehre auch noch den Bruder seiner Frau töten. Ich habe ja an andere Stelle schon mal darauf hingewiesen, dass hier in Deutschland die Unversehrtheit eines Menschen nichts wert ist. In Amerika würde er nie mehr auf die Menschheit losgelassen werden und das ist auch gut so.


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#4
01.06.2013
17:24:35


(+9, 19 Votes)

Von Hugo


Ich bin nicht ausländerfeindlich, aber bei solchen Elementen, da kommt doch Wut hoch.
Es rutscht mir raus: die sollen hingehen wo der Pfeffer wächst, wenn Sie meinen, einem anderen Menschen zu diktieren mit wem er zu leben hat.


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#5
01.06.2013
17:36:32


(+8, 14 Votes)
 
#6
01.06.2013
17:36:59
Via Handy


(+8, 14 Votes)

Von daVinci6667
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #3 von timpa354


Ja, da stimme ich dir voll zu! In den USA ist man aber meist zu streng und die Todesstrafe ein Unding.

In West-Europa aber wieder viel zu mild. 20 Jahre fände ich angemessen.

Bekommen hätte er in der Schweiz vielleicht 8 Jahre. Als Ausländer allerdings wäre er nach Verbüssung der Strafe ausgeschafft worden mit einer wohl lebenslangen Einreisesperre.

Wie ist das bei euch?


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#7
01.06.2013
18:16:53


(+13, 13 Votes)

Von Sveni Maus


Und hoffentlich kümmert sich jemand um den 19jährigen.
Kann der nicht in eine Wohngruppe in einer anderen Stadt, um sicher zu sein?


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#8
01.06.2013
18:35:45


(+5, 17 Votes)

Von ehemaligem User timpa354
Antwort zu Kommentar #6 von daVinci6667


Nicht falsch verstehen, ich bin absoluter Gegner der Todesstrafe, weil Mord Mord ist auch gesetzlich angeordneter und weil zu viele Menschen unschuldig verurteilt werden z.B. wegen der falschen Hautfarbe oder mangelndem Rechtsbeistand u.s.w. , was wir uns aber wirklich von der Schweiz abschauen sollten, ist die Ausweisung der Täter in ihr Ursprungsland.


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#9
01.06.2013
18:38:17


(+2, 24 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #6 von daVinci6667


Das kommt ganz auf die Umstände an..

Ist er ein "geduldeter" Asylbewerber, dessen Verfahren noch nicht abgeschloßen ist, wird er nach der Haftstrafe in den Jemen abgeschoben, wenn ihm dort nicht wegen des Asylgrundes nach dem Leben getrachtet wird..

Ist ein Verfahren abgeschloßen wird er nicht ausgewiesen..

Hat er gar inzwischen die Staatsangehörigleit angenommen, wird er sowieso nicht ausgewiesen..

In einigen Bundesländern gilt die Haftstrafe nicht als Grund dafür, eine beantragte Staatsangehörigleit zu verweigern, was heißt, er könnte sie sogar noch innerhalb der Haft bekommen, und so hier bleiben..

Die genaue Situation in Schleswig-Holstein kenne ich gerade nicht, aber ich gehe davon aus, das er aufgrund der gängigen Praxis der letzten Jahre unter der damaligen CDU-geführten Landesregierung ausgewiesen wird, weil die neue SPD-geführte Landesregierung hier die Praxis noch nicht verändert hat..

Unabhängig davon wird die Haftstrafe nicht höher ausfallen als in der ersten Instanz..

Das Berufungsgericht kann das Urteil bestätigen, oder die Strafe "abmildern" was wohl Zweck des Angeklagten ist, denn bei unter 3 Jahren wird er nicht ausgewiesen..

Insgesamt betrachtet wäre die Ausweisung nach der Haft eine Zweifelhafte "Doppelbestrafung", denn es gilt zu bedenken das der Mann 2 Kinder hat, denen damit der Vater genommen würde, und eine Frau der Mann das Zusammenleben mit ihrem Gatten verweigert..

Damit würden dann zusätzlich drei unschuldige Menschen "mit-verurteilt", eine Tatsache die Mann als "Sippenhaft" bedenken muß..

Nach der Berufung gäbe es noch das Rechtsmittel der Revision, die sich aber nicht gegen das Urteil selbst, sondern gegen Verfahrensfehler wendet..
Diese könnten in den zögerlichen Aussagen von Zeugen liegen, oder aber in "Vermutungen" die das Gericht in die Urteilsfindung mit einfließen ließ..

Wenn dem stattgegeben würde, käme es zu einem neuem Prozess vor dem gleichem Gericht..
Insgesamt kann sich das Verfahren dann über mehrere Jahre hinweg ziehen, was letztlich dem Angeklagtem zu Gute käme..

Die Rechtsanwältin im Prozess Annette Marberth-Kubicki, ist die Frau des FDP-Fraktionsvorsitzenden im Kieler Landtag Wolfgang Kubicki, was nahelegt das der Fall an sich eine politische Dimension hat..

Mann darf also durchaus gespannt sein wie sich der Fall entwickelt..

Im Jemen ist Homosexualität illegal, was zumindest die Annahme stützen würde, der Mann habe aus homophoben Gründen gehandelt..


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#10
01.06.2013
20:52:06


(+4, 24 Votes)

Von TheDad
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Antwort zu Kommentar #8 von timpa354


Täter aus der Gesellschaft zu "entfernen" konterkariert den Ansatz des modernen Strafvollzuges den Täter durch die Haft zu resozialisieren und nach der Haft in die Gesellschaft zu reintegrieren..

Die auslösenden Faktoren solcher Taten gilt es aus der Gesellschaft zu eliminieren :
Hass, Fremdenhass, Rassismus, Antisemitismus, Islamophobie, Homophobie..

All diese Faktoren fußen auf den gleichen Wurzeln :
Vorurteile, Bildungslücken, mangelnde Aufklärung, fehlerhafte Sozialisation..

Und um´s mir endgültig zu verderben :
Mehr als 2 Drittel aller fehlerhafter Soazialisation resultiert aus Religiösität..

IN dieser Religiösität spielt der Islam in Deutschland definitv eine untergeordnete Rolle, weil es hier nur wenige Muslime gibt..


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