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Für FIFA-Präsident Sepp Blatter sind LGBT-Rechte offensichtlich keine Menschenrechte (Bild: Wiki Commons / Marcello Casal Jr./ABr / CC-BY-3.0-BR)

Die strafrechtliche Verfolgung von Lesben und Schwulen ist für den Präsidenten des Weltfußballverbands FIFA anders als Rassismus nur eine Frage von "Ethik und Moral".

Am vergangenen Freitag verabschiedete der Kongress des Fußball-Weltverbandes FIFA auf Mauritius nahezu einstimmig härtere Maßnahmen gegen rassistische und andere diskriminierende Vergehen – inklusive Zwangsabstiege für die fehlbaren Klubs. Homophobie scheint davon jedoch ausdrücklich ausgenommen, wie FIFA-Präsident Sepp Blatter jetzt klarstellte.

Von der BBC auf die homophobe Gesetzgebung in Katar, dem Gastgeberland der WM 2022, angesprochen, meinte der Schweizer Fußball-Funktionär: "Ich denke nicht, dass dies zu Rassismus gehört, das ist vielleicht eine Frage von Ethik und Moral." In Katar wird gleichgeschlechtlicher Sex nach Paragraf 296 des Strafgesetzbuchs mit bis zu fünf Jahren Gefängnis sowie Peitschenhieben und Geldbußen bestraft. Für Menschen mit HIV herrscht zudem ein Einreiseverbot.

Blatter war die Frage spürbar unangenehm. "Es ist auch nicht die Zeit, das Thema jetzt anzubringen", ergänzte der 77-jährige seine Aussage laut BBC. "Wenn sie es mir zur Kenntnis geben, dann sollte ich einen Blick darauf werfen. Aber ich kann Ihnen keine definitive Antwort geben." Blatter steht derzeit in seiner vierten Amtszeit als Präsident des Weltfußballverbandes, die noch bis Juni 2015 dauert.

Homosexuelle Fußballfans sollten in Katar auf Sex verzichten

Bereits vor zweieinhalb Jahren hatte sich der FIFA-Chef beim Thema Homo-Verfolgung in Katar deutlich in die Nesseln gesetzt. Auf einer Pressekonferenz im Dezember 2010 in Johannesburg empfahl Blatter schwul-lesbischen Fans allen Ernstes, bei einer Teilnahme an der Fußball-WM 2022 keinen Sex zu haben (queer.de berichtete). Nach einem internationalen Proteststurm entschuldigte er sich jedoch für seinen "Ratschlag" (queer.de berichtete).

Auch Blatters neueste Äußerungen stießen bereits auf heftigen Widerspruch. "Geld kommt offensichtlich vor der Moral", kritisierte Georges Azzi von der Arabischen Stiftung für Freiheit und Gleichheit gegenüber dem britischen Onlineportal "Gay Star News": "Katar kriminalisiert nicht nur Homosexualität, sondern unterstützt auch ultrakonservative islamische Bewegungen und ist eines der führenden Länder, die diskriminierende Gesetze gegenüber Frauen und LGBT vorantreiben." Wenn Blatter Diskriminierung im Namen der Moral akzeptiere, dann sollte er besser als FIFA-Präsident zurücktreten, forderte Joseph Aoun, Manager der Beiruter Gay-Bar "Bardo".

Das internationale Treffen des Netzwerkes der schwul-lesbischen Fußballfanclubs (QFF) hatte bereits Anfang 2011 in Bielefeld eine Resolution gegen die Vergabe der WM 2022 an Katar beschlossen (queer.de berichtete). Der Weltfußballverband solle bei der künftigen Vergabe der Weltmeisterschaften auch internationale Menschenrechtskonventionen berücksichtigen. Das britische Gay Football Supporter's Network rief sogar zu einem Boykott der WM 2022 auf (queer.de berichtete). (cw)



#1 timpa354Ehemaliges Profil
  • 02.06.2013, 14:33h
  • Aber Blatter, wo Profifußball ist, ist Geld und wo Geld ist gibt es keine Moral. Müssen FIFA Präsidenten mit den Füssen voran von ihren Posten weggetragen werden? Können sie nicht jüngeren Platz machen, die noch Mumm in den Knochen haben? Denn wenn "zivilisierte" Länder ihren Rücken nicht gerade machen, wer dann?
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#2 PeerAnonym
  • 02.06.2013, 14:42h
  • Was für ein dummer, ungebildeter Schwachmat...

    Es ist faschistisch, Rassismus im Fußball zu bestrafen, aber Homophobie ausdrücklich auszunehmen!

    Jeder Art von Hass und Vorurteilen hat im Sport nichts zu suchen und muss bestraft werden.
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#3 JoonasAnonym
#4 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 02.06.2013, 15:09h
  • Lieber Herr Blatter, TRETEN SIE ENDLICH ZURÜCK! Sie kleben mit ihrem bräsigen Hintern schon viel zu lange am Sessel!
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#5 alexander
  • 02.06.2013, 15:34h
  • [Homophobie ist Frage der "Moral"] ???

    wer keine MORAL hat, geschweige kennt ???
    ist doch so "herrlich unabhängig", lebt völlig ungeniert und erhält obendrein, zur BELOHNUNG noch das :
    "Große Bundesverdienstkreuz 2006"!!! u.v.a. auszeichungen, die da wären :
    Orden der afrikanischen Befreiung
    Olympischer Orden 1994
    Ehrenbürger von Texas 1994
    Ehrenmitglied des schweizerischen Fussballverbandes SFV
    Bambi der Kategorie Kommunikation 2005
    Fischhof-Preis 2005 der Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus (GRA)
    Großes Bundesverdienstkreuz 2006
    Großes Silbernes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich 2008[3]
    Ehrenmitglied des Deutschen Fußballbundes (DFB) 2010
    Order of the Companions of O. R. Tambo in Gold (Südafrika) 2010

    Darüber hinaus wurde Joseph Blatter zusammen mit vier weiteren Personen als möglicher Preisträger der Arosa Humorschaufel 2012, einem Jurypreis des Arosa Humor-Festivals, nominiert.

    die FIFA-MAFIA, bedankt sich bei den fussballfans!!!
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#6 Frau SchmidtAnonym
#7 HugoAnonym
  • 02.06.2013, 17:13h
  • Da sieht man mal wieder von was für armseligen Kreaturen der Weltsport geführt wird.
    Das bestärkt mich auch weiterhin jedwelchen Sport nicht zu unterstützen.
    Es ist schon lange vergessen für was der Sport eigentlich stehen sollte.
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#8 SebiAnonym
  • 02.06.2013, 18:40h
  • Ja, Homophobie und jede andere Art von Vorurteilen und Hass hat tatsächlich was mit Ethik und Moral zu tun:

    Es ist nämlich zutiefst unethisch und unmoralisch!!!

    Das unterscheidet sich durch nichts von Rassismus, etc.

    In einer aufgeklärten Gesellschaft hat das nichts zu suchen.

    Und wer Homophobie relativiert, hat offenbar eine menschenverachtende, totalitäre Gesinnung und treibt ein gefährliches Spiel.
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#9 HomophobieAnonym
  • 02.06.2013, 18:42h
  • Rassismus ist für Herrn Blatter nicht okay, aber Homophobie schon. Damit zeigt Herr Blatter, dass er selbst rassistisch ist.

    Jetzt bekommen homophobe Fans sogar schon von oberster Stelle das Okay für ihre Hetze...
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#10 Roman BolligerAnonym
  • 02.06.2013, 18:50h

  • Wenn Blatter, dieser Sesselkleber, Schleimpilz und Schwafler, sich Aussagen anmasst über Recht, Ethik und Moral, dann kann das nur bedeuten: Da hat einer eine Kreidenvergiftung! Die FIFA und ihr Adel gehört zu den ausgesprochen unmoralischen Weltphänomenen. Blatters Aussagen über Homosexualität/Homophobie sind lediglich ein weiterer Beleg. Eines muss man Blatter lassen: Seine Einschätzung, es sei jetzt nicht der richtige Zeitpunkt...etc, stimmt: In der FIFA wird moralisches Verhalten unter Blatters Regentschaft nie durchgesetzt werden.
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