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Irland, England oder Frankreich?

Gay Games 2018: Noch drei Bewerber


Teilnehmer der Gay Games 2010 in Köln (Bild: dk)

Die Federation of Gay Games (FGG) hat am Wochenende drei Finalisten aus Europa für die Austragung der zehnten schwul-lesbische Olympiade im Jahr 2018 bekannt gegeben.

In die engere Auswahlliste haben es die irische Kleinstadt Limerick sowie die Metropolen Paris und London geschafft. Ausgeschieden sind aber die Bewerbungen aus Amsterdam und Orlando. Nun werden Vertreter der FGG die drei Städte je drei Tage lang besuchen und anschließend Berichte zur Tauglichkeit der Bewerber anfertigen. Die endgültige Entscheidung soll bei einem Treffen Mitte kommenden Jahres fallen.

Bereits vor drei Monaten hat Gay & Lesbian International Sport Association (GLISA) Miami Beach als Austragungsort für die vierten Outgames 2017 bekannt gegeben. Die amerikanische Stadt setzte sich gegen das isländische Reykjavik durch (queer.de berichtete). Die Outgames sind eine Abspaltung der Gay Games und wurden erstmals 2006 im kanadischen Montreal ausgetragen.

Die Gay Games gibt es seit 1982 als offene Veranstaltung ohne Teilnahmebeschränkungen oder Qualifikationshürden. Auch Heterosexuelle können am weltweit größten Breitensportevent teilnehmen, das von Kulturveranstaltungen und Partys begleitet wird. Vier der bislang acht Gay Games fanden in den USA statt, die anderen Veranstaltungsorte waren Vancouver (1990), Amsterdam (1998), Sydney (2002) und zuletzt Köln (2010). Im kommenden Jahr wird Cleveland in Ohio die Spiele austragen.

Die Outgames gibt es als Abspaltung der Gay Games seit 2006. Damals veranstaltete Montreal die erste Olympiade des neu gegründeten Verbandes GLISA. Die Konkurrenzveranstaltung war ins Leben gerufen worden, weil die FGG nach internen Streitigkeiten Montreal 2003 die Gay Games entzogen hatte. Beide Seiten hatten sich zuvor nicht auf die Teilnehmerzahl und finanzielle Ausstattung der Spiele einigen können. (dk)



Gay Games mit prominentem Beistand

In Cleveland im US-Bundesstaat Ohio finden derzeit die neunten Homo-Spiele statt. Barack Obama begrüßte die Athleten.