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  • 03.06.2013           10      Teilen:   |

NBA

Homophobie: Basketballer erhält $75.000-Strafe

Artikelbild
Roy Hibbert während der Pressekonferenz am Samstag

Mit einem schwulenfeindlichen Witz wollte NBA-Star Roy Hibbert auf der Pressekonferenz für Lacher sorgen: Keine 24 Stunden und eine kleinlaute Entschuldigung später erhielt er eine Geldstrafe.

Die amerikanische Basketball-Liga hat Roy Hibbert von den Indiana Pacers am Sonntag zu einer Geldstrafe von 75.000 Dollar (58.000 Euro) verurteilt. Grund waren Äußerungen des Spielers einen Tag zuvor auf der Pressekonferenz des Teams aus Indianapolis, nachdem es die Mannschaft Miami Heat mit 91:77 geschlagen hatte.

Der 26-Jährige hat vor laufenden Kameras über seinen Gegenspieler LeBron James gesprochen und am Ende des Satzes kichernd den Spruch "No homo" angefügt. Mit diesem aus dem Hip-Hop stammenden Begriff wollen manche Hetero-Männer klarstellen, dass sie der vorausgegangene Satz nicht schwul mache. Homo-Aktivisten kritisieren den Ausdruck, mit dem Homosexuelle direkt beleidigt würden. Auf Twitter gehört er zu den populärsten homophoben Sprüchen im englischsprachigen Raum (queer.de berichtete).

Am Morgen nach der Pressekonferenz entschuldigte sich Hibbert in einer Pressemitteilung des Vereins für die "unsensiblen Kommentare": "Sie waren respektlos und gemein und geben nicht meine persönlichen Ansichten wieder". Die Nutzung des Slang-Worts "No homo" sei weder privat noch in der Öffentlichkeit angemessen.

Youtube | "No homo": Roy Hibbert während der Pressekonferenz
Fortsetzung nach Anzeige


NBA: Geldstrafe trotz Entschuldigung nötig

Die NBA hat die Geldstrafe nach der Entschuldigung ausgesprochen und erklärt, dass Hibbert "unangemessene und vulgäre Ausdrücke" benutzt habe. Die Liga bestrafte ihn gleichzeitig auch dafür, dass er während des Interviews Journalisten als "Motherfuckers" bezeichnet hat. Trotz der Entschuldigung sei die Strafe "notwendig", erklärte NBA-Chef David Stern: "Wir müssen zeigen, dass derartige Kommentare in der NBA nicht toleriert werden."

Hibbert hat am Sonntag auch Kontakt mit dem einzig offen schwulen NBA-Spieler Jason Collins aufgenommen, der sich im April geoutet hatte (queer.de berichtete). In dem Tweet heißt es: "Hallo, kann ich dich als Follower gewinnen. Ich würde gerne etwas mit dir besprechen."

In der NBA werden immer wieder Geldstrafen wegen homophober Ausraster verhängt. So erhielt Amaré Stoudemire von den New York Nicks vergangenes Jahr eine 50.000-Dollar-Strafe, weil er einen Fan auf Twitter als "Schwuchtel" beschimpft hatte (queer.de berichtete).

In Deutschland belegte der DFB zuletzt den Kaiserslauterner Spieler Mo Idrissou wegen einer schwulenfeindlichen Äußerung in einem Fernsehinterview mit einer Geldstrafe von 3.000 Euro (queer.de berichtete). Weil sein Verein die Aussagen verharmloste, wurde dem Zweitligisten von queer.de die Homo-Gurke verliehen. (dk)

Mehr zum Thema:
» "No Homo": Deutscher "Lehrfilm" für Heten (28.12.12)
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Tags: sport, basketball, usa, roy hibbert
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Reaktionen zu "Homophobie: Basketballer erhält $75.000-Strafe"


 10 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
03.06.2013
17:24:39


(-1, 3 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Die Strafe hätte gerne höher ausfallen können! Ich hätte ihn noch für den Rest der Saison gesperrt!


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#2
03.06.2013
17:53:44


(+2, 2 Votes)

Von m123


Sowohl Hautfarbe als auch sexuelle Identität kann sich niemand aussuchen. Deswegen sollte Homophobie genauso geahndet werden wie Rassismus.


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#3
03.06.2013
18:56:32


(+2, 2 Votes)

Von puschelchen
Aus irgendwo in nrw
Mitglied seit 18.12.2009
Antwort zu Kommentar #1 von FoXXXyness


Ich hätte ihn noch für den Rest der Saison gesperrt!

Die Pacers haben nur noch ein Spiel, dann ist für die die Saison vorbei...


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#4
03.06.2013
22:51:12


(+2, 2 Votes)

Von Gerrit


"Wir müssen zeigen, dass derartige Kommentare in der NBA nicht toleriert werden."

Das sollte auch mal jemand Sepp Blatter sagen...

Im Fußball werden noch viel krassere Sprüche toleriert und sogar noch relativiert...


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#5
04.06.2013
00:10:39


(-2, 4 Votes)

Von Gedankenpolizist
Antwort zu Kommentar #1 von FoXXXyness


Solch nachsichtige Gedanken entlarven Dich als Feind der Tugend und unserer edlen Mission. Das Subjekt hätte mindestens gevierteilt und dann an ethisch korrekte Tiere verfüttert gehört. Und was Dich angeht, so kann ich in Anbetracht Deiner absolut unangemessenen und uns alle auf das Äußerste gefährdenden Milde leider nur eines fordern: die Guillotine.

Krieg ist Frieden!


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#6
04.06.2013
01:20:58


(0, 2 Votes)

Von giliatt


Als maennerliebender Norddeutscher kann ich sehr wohl unterscheiden mang die Woerters
Chippendales
und
Schippenstael.
Stiel einer Schippe.
Da ist wohl im Lande der aufgehenden Sonne eine Schippe umgefallen.
In China.
Queer.de berichtete.
BILD nicht.

.....VERYWEIFELT HEUL.....

Unerheblich. Ein sinnloser Bericht.


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#7
04.06.2013
01:22:04


(-3, 3 Votes)

Von anome


Der Ausdruck "No Homo" greift Schwule nicht an. Er besagt lediglich, dass die vorausgegangene Aussage nicht schwul gemeint war. Eine Geldstrafe ist hier sowas von lächerlich und unangemessen.


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#8
04.06.2013
04:29:29


(0, 2 Votes)

Von Martin28a
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #3 von puschelchen


Wenn du ehrlich bist, ist das doch albern, eine Geldstrafe verstehe ich ja noch aber eine Sperre wäre übertrieben und würde ins Gegenteil führen.
Man will doch erreichen, dass solche Leute Schwule respektivoll behandeln und nicht, dass sie uns noch mehr hassen, weil sie unangemessen hoch bestraft wurden


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#9
04.06.2013
09:40:45


(+2, 2 Votes)

Von fink
Antwort zu Kommentar #7 von anome


diese redensart beruht darauf, dass die männer, die sie verwenden, permanent ihr reden darauf überprüfen, ob sich irgendwo der "verdacht" auftun könnte, dass sie sich versehentlich als schwul geoutet haben könnten.

hast du dich mal gefragt, warum sie das tun?

dass dieser "verdacht" als ständige bedrohung in der luft liegt und abgewiesen werden muss, ist auch dann ein eindeutiges zeichen von homophobie, wenn es scheinbar "lustig" gemeint ist. wenn in jedem dritten satz implizit festgestellt wird, dass es etwas schlechtes wäre, homosexuell zu sein, dann ist das eben keine neutrale rede.

natürlich ist nicht jeder mann ein ausbund an hass, der diese wendung gebraucht. es ist sicher bei vielen nur gedankenlosigkeit. aber das macht es nicht unbedingt harmloser, denn genau diese gedankenlosigkeit ist es, die die weitergabe struktureller homophobie ermöglicht.

offenbar hatte die hier verhängte strafe ja nicht nur mit dieser redewendung zu tun, sondern auch mit anderen zitaten. über die höhe der strafe kann man sicher streiten.

diskriminierende redensweisen zu kritisieren und diejenigen, die sie verwenden (ob absichtlich oder gedankenlos), mal kräftig mit der nase drauf zu stupsen, halte ich aber grundsätzlich für richtig und wichtig.


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#10
04.06.2013
13:18:45


(+3, 3 Votes)

Von puschelchen
Aus irgendwo in nrw
Mitglied seit 18.12.2009
Antwort zu Kommentar #8 von Martin28a


Das mit der Sperre kam von Foxxx. Ich war gestern schlicht zu dämlich, richtig zu zitieren. ^^

Wie erwartet sind die Pacers gestern nicht nur ausgeschieden, sondern wurden regelrecht vermöbelt.


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