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  • 04.06.2013           23      Teilen:   |

Kalifornien

Erster schwuler Bischof bei den Lutheranern

Artikelbild
R. Guy Erwin ist erst seit 2011 Pfarrer, konnte sich aber bei der Synode im ersten Anlauf als Bischof durchsetzen (Bild: ELCA)

Der erste schwule Bischof der lutherischen Glaubensgemeinschaft ist Amerikaner – dabei hat die US-Kirche erst vor vier Jahren das Verbot homosexueller Geistlicher aufgehoben.

Am Freitag hat die Evangelical Lutheran Church in America (ELCA) bei einer Landessynode in Woodlands Hills den schwulen Pfarrer R. Guy Erwin zum Bischof von Südwest-Kalifornien gewählt. Für die nächsten sechs Jahre ist er damit unter anderem für die Metropole Los Angeles zuständig.

Als Mitglied des Indianerstammes Osage ist er auch der erste Ureinwohner Nordamerikas, der dieses Amt bekleidet. Dabei wurde Erwin, der seit knapp zwei Jahrzehnten in einer festen Beziehung lebt, erst im Jahr 2011 zum Pfarrer ernannt. Grund war seine Homosexualität: Die ELCA hatte Schwulen und Lesben erst im Jahr 2009 erlaubt, die Leitung einer Kirchengemeinde zu übernehmen (queer.de berichtete).

"Ich weiß, dass viele meine Wahl als Meilenstein für die LGBT-Community und Ureinwohner Amerikas ansehen. Ich bete dafür, dass ich diese beiden Gemeinschaften gut repräsentieren kann", so Erwin nach seiner Wahl. "Es gab eine Zeit, als ich dachte, ich könnte nie als Pfarrer in der ELCA dienen. Unsere Kirche akzeptiert aber nun die gottgegebenen Geschenke und Fähigkeiten, die Schwule, Lesben, Bi- und Transsexuelle in dieser Konfession einbringen können". Erwin studierte in Yale, Tübingen und Leipzig.

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Lesbische Bischöfin bereits seit 2009

Die lesbische Pfarrerin Eva Brunne wurde bereits 2009 zur Bischöfin von Stockholm gewählt
Die lesbische Pfarrerin Eva Brunne wurde bereits 2009 zur Bischöfin von Stockholm gewählt

Weltweit gehören den Lutheranern 75 Millionen Gläubige an, bei der ELCA, der größten lutherischen Kirche der USA, sind es vier Millionen. Damit handelt es sich um die siebtgrößte christliche Kirche der Vereinigten Staaten.

Seit 2009 gibt es bereits eine offen lesbische Bischöfin bei den Lutheranern: Eva Brunne übernahm damals die Diözese in Stockholm (queer.de berichtete).

Ein Jahr zuvor trat in Deutschland bereits ein schwuler Kandidat für den Posten des lutherischen Bischofs von Nordelbien an: Damals unterlag Propst Horst Gorski allerdings seinem Gegenkandidaten Gerhard Ulrich (queer.de berichtete).

Erster schwuler Bischof in den USA war der Anglikaner Gene Robinson. Er wurde 2003 unter scharfen Protesten von Konservativen zum Bischof von Massachusetts gewählt (queer.de berichtete). Anfang diesen Jahres ging er in den Ruhestand (queer.de berichtete). (dk)

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Tags: lutherische kirche, usa, elca, r. guy erwin
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Reaktionen zu "Erster schwuler Bischof bei den Lutheranern"


 23 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
04.06.2013
15:43:49


(+5, 13 Votes)

Von Tirili


Na da wird unserem Timmy J. bestimmt einer abgehen, vor lauter Freude .


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#2
04.06.2013
15:51:36


(+4, 8 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Herzlichen Glückwunsch, R. Guy Erwin!


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#3
04.06.2013
16:32:05


(+4, 10 Votes)

Von GerdBerlin


Auch in Berlin gibt es eine große Gemeinde der amerikanischen lutherischen Kirche, die englischsprachige American Church of Berlin an der Bülowstraße. Auch dort werden Schwule und Lesben mit offenen Armen willkommen geheißen.


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#4
04.06.2013
17:31:32


(0, 16 Votes)

Von Timm Johannes


Herzlichen Glückwunsch an R. Guy Erwin

Das freut mich natürlich riesig und finde es gut, dass nach der lutherischen offen lesbischen Bischöfin Eva Brunne in der lutherischen Schwedischen Kirche nunmehr auch ein offen schwuler lutherischer Bischof in der Evangelical Lutheran Church in America (ELCA) gewählt wurde.

Es ist gut, dass die lutherischen, unierten und reformierten Kirchen offen homosexuelle Pfarrer und Bischöfe erlauben und diese offen mit Partner im Pfarrhaus/Bischofssitz wohnen, leben und tätig sein dürfen. Auch gibt es dort öffentliche kirchliche Trauungen wie in Schweden oder in Dänemark oder zumindest öffentliche Segnungsgottesdienste wie in der Mehrheit der Landeskirchen der EKD in Deutschland.

-------------------

Demgegenüber versagt die römisch-katholische Kirchenleitung in Rom total. Überall in den verschiedensten Ländern fanden sich im vergangenen Jahrzehnt insbesondere römisch-katholische Bischöfe, die gegen die Gleichstellung gewettert, getobt und Hass gesät haben. UND dabei weiß doch jeder mittlerweile, dass gerade in den Reihen der katholischen Kleriker viele verklemmt schwule Männer sind...aber es war schon immer so: die schlimmsten Feinde der Anerkennung homosexueller Paare sind Menschen, die mit ihrer eigenen sexuellen Orientierung nicht klar kommen und es nicht ertragen können, wenn homosexuelle Paare glücklich und verliebt durch das Leben gehen.

Bei den Katholiken gab und gibt es auch jede Menge schwuler Männer in der Vergangenheit und Gegenwart, die Bischof waren/sind. Nur sie verraten es der Öffentlichkeit nicht und beugen sich der reaktionären katholischen Sexualmorallehre.


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#5
04.06.2013
17:45:12


(+2, 10 Votes)

Von daVinci6667
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Antwort zu Kommentar #1 von Tirili


Darf ihm ja auch!

Ich gönne jedem Mann seine Ejakulationen!
Je öfter desto besser! Mit 90 wenn nichts mehr spritzt, bedauert man sonst womöglich jedes einzelne Mal, dass man früher nicht gekommen ist!

Was er nicht darf, ist dafür zu werben, so als müssten wir alle jetzt dort vor lauter Dankbarkeit sofort beitreten!

Persönliche Freiheit ist ein sehr hohes Gut. Meines Erachtens ist die mit Religion nicht zu vereinbaren.

Brauchen wir wirklich eine Kirche, die für uns entscheidet was richtig und was falsch ist und uns sagt, was "Sünde" ist? Der wir folgen müssen, damit wir nach dem Tod vielleicht einen Platz auf einem imaginären Wölkchen erhalten, FALLS wir denn auch genügend brav in diesem Leben waren? Wohl kaum!

TJ soll halt daran glauben wenn er will. Uns andere aber damit nicht BELÄSTIGEN.


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#6
04.06.2013
18:02:09


(+7, 9 Votes)

Von fink
Antwort zu Kommentar #4 von Timm Johannes


wie auf knopfdruck...

aber: nur acht smileys? keine tolle rangliste von irgendwas? kein schlusssatz mit falscher wortstellung?

komm, timmi, da geht noch was!


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#7
04.06.2013
19:10:11
Via Handy


(-4, 10 Votes)

Von Martin28a
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Ob's was bringt ?


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#8
04.06.2013
19:56:20


(-3, 15 Votes)

Von Timm Johannes
Antwort zu Kommentar #5 von daVinci6667


@daVinci6667
"Persönliche Freiheit ist ein sehr hohes Gut. Meines Erachtens ist die mit Religion nicht zu vereinbaren. "

---> Das ist deine Meinung. Ich halte diese Aussage von Dir natürlich für falsch.

Persönliche Freiheit ist in der Tat ein sehr hohes Gut. Es kommt aber schon sehr darauf an, welche Religion bzw. in welcher Kirche sich der Mensch aufhält. Es gibt Religionen und insbesondere einige Kirchen im Christentum, die die persönliche Freiheit als hohes Gut leben und zum Inhalt haben.

Schon oft hatte ich hier aufgezählt, welche Kirchen und Religionen dies sind und welche es gerade nicht sind.

Als religiöser Mensche sollte man daher schon genau hinschauen: Kirche ist nicht gleich Kirche, da gibt es grosse Unterschiede: gerade wenn es um Themen wie Sexualmorallehre und persönliche Freiheit es geht.

Ansonsten daVinci66667 meinetwegen kannst Du Atheist sein, wenn es dich glücklich macht.

ABER uns andere solltest du damit nicht BELÄSTIGEN, wie es immer wieder deine Art hier im Forum ist.


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#9
04.06.2013
20:54:58


(+3, 13 Votes)

Von fink
Antwort zu Kommentar #8 von Timm Johannes


stimmt. diejenigen kirchen, die alle jubeljahre darüber abstimmen, was der jeweils aktuelle unveränderliche wille ihrer gottheit ist, schaffen es tatsächlich, den gesellschaftlichen entwicklungen immer nur wenige jahrzehnte hinterherzuhinken.


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#10
04.06.2013
21:48:49


(+1, 11 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #8 von Timm Johannes


Wer da wen belästigt, liegt doch klar auf der Hand :

Leute die der Meinung sind ihre Art zu leben müsse von allen "nachgelebt'" werden, die eigene Unsicherheit zum Dogma erheben und anderen Menschen die Formen des Zusammenlebens innerhalb einer Gesellschaft vorschreiben wollen weil sie ihre eigene Spiritualität zum Non-Plus-Ultra erheben, haben nicht alle Tassen im Schrank..

Als TEIL der Gesellschaft steht es euch nicht zu das Maß der Dinge zu bestimmen und Regeln für ALLE aufzustellen..

So lange ihr nicht von dem widerlichem Treiben der missionarischen Arbeit und der Einstellung ablaßt anderen vorschreiben zu wollen was richtig ist, gehört ihr mit allen Mitteln bekämpft..

Der Einfluß ALLER Religionen auf die Gesellschaft muß auf des minimalste Minimum reduziert werden !

Leute wie Du sind wie Kokain-Süchtige..
Für die gibt es nur eine Therapie :
Die Realität..


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