Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?19372

In der Verhandlung sagte der Richter, eine Abmahnung wäre angemessener gewesen

Der Vorstand eines Bonner Unternehmens entließ einen Mitarbeiter wegen schwulenfeindlicher Sprüche. Vor dem Arbeitsgericht einigte man sich nun auf einen Vergleich.

Weil er mehrfach über Homosexuelle schimpfte, ist ein Abteilungsleiter eines Bonner Unternehmens seinen Job los. Wie der "Bonner Generalanzeiger" berichtet, einigten sich die Firma und der ehemalige Mitarbeiter bei einer Verhandlung am Dienstag auf einen Vergleich.

Der Mitarbeiter hatte Zeugen zufolge in einem Telefonat während der Dienstzeit über Homosexuelle geschimpft, im Beisein eines schwulen Mitarbeiters. Ein anderes Mal habe er in einem Restaurant über einen schwulen Kellner gelästert und ein Vorstandsmitglied kritisiert.

Der Angestellte räumte die Worte ein, erklärte aber, nicht schwulenfeindlich zu sein und sich entschuldigt zu haben. Dem Zeitungsbericht zufolge bemängelte der Richter des Bonner Arbeitsgerichts, dass eher eine Abmahnung denn eine fristlose Kündigung angebracht gewesen seien.

Da das Vertrauensverhältnis aber zerrüttet ist, einigten sich die Seiten auf einen Vergleich: Der Kläger erhält bis November sein Gehalt in Höhe von 8.400 Euro und darf bis dahin auch seinen Dienstwagen nutzen. (cw)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 05.06.2013, 18:58h
  • Das ist mal wieder typisch: über Schwule hetzen und hinterher das Unschuldslamm mimen! Leider hat der Vorstand einen großen Fehler gemacht: er hätte dem geschaßten Mitarbeiter auch gleich den Dienstwagen wegnehmen müssen! Wenn schon die Kündigung, dann gleich tabula rasa!!!
  • Antworten » | Direktlink »
#2 FranceAnonym
  • 05.06.2013, 19:00h
  • Starke Liebe zum Herrn Hollande of France und Madame Taubira of France. Größte Schönheiten der französischer Politik. Viel politische Kraft für
    Traumpersonen of France. 10 Jahre Regierung sind sicher und schon vorprogrammiert. Love France.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 FranceAnonym
  • 05.06.2013, 19:39h

  • Herr Hollande und Madame Taubira sind die schönsten Leute des Weltalls. Herr Hollande regiere die Welt. Dein ist Paris und die ganze Welt. Viel Kraft für Politik.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 JuppAnonym
  • 05.06.2013, 20:33h
  • Antwort auf #1 von FoXXXyness
  • Fehler? Tabula rasa? Lies mal den Bericht! Die haben einen VERGLEICH geschlossen! Also einen Kuhhandel. Rein juristisch hätte vor der Kündigung erst mal (mindestens) eine Abmahnung erfolgen müssen. So kommen beide Parteien zu ihrem (Un-)Recht.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 FoXXXynessEhemaliges Profil
#6 Foxie
  • 07.06.2013, 10:02h

  • Irgendwas mache ich wohl falsch.
    So komfortabel will ich auch mal gekündigt werden. Bisher bloss "betriebsbedingt".
  • Antworten » | Direktlink »
#7 Joachim aus BonnAnonym
  • 08.06.2013, 10:24h
  • Antwort auf #6 von Foxie
  • Hallo Foxie,
    Deinen Einwand kann ich verstehen, ich sehe aber einen anderen Aspekt.

    Gerade weil dieser Vergleich die Firma viel Geld kostet zeigt sich, dass es den Verantwortlichen ernst ist mit dem Vorgehen gegen Diskriminierung. Die Unternehmensleitung hätte angesichts der hohen Abfindung einknicken können. Die Gretchenfrage ist häufig dann, wenn es ums Geld geht. Mir signalisiert diese Firma, dass ihr ein diskriminierungsfreies Arbeitsklima sehr wichtig ist und dass sie dafür auch einstehen, wenn es Geld kostet. Es wäre für die Unternehmensführung bequemer gewesen, wenn sie die Diskriminierung begatellisiert und totgeschwiegen hätten. Es ist ein gutes Signal des Unternehmens, das Diskriminierung nicht toleriert wird.

    Nichtsdestotrotz gönne ich diesem homophoben Idioten das Geld nicht.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 TheDad
  • 08.06.2013, 20:55h
  • Antwort auf #7 von Joachim aus Bonn
  • Das Problem besteht seit langem..

    Und es ist egal ob es eine "große" Firma aus Bonn ist (also entweder die Telekom oder der Post-Konzern), oder eine "kleine" Firma wie Karstadt z.B...

    Jeder einigermaßen intelligente Personal-Chef weiß :
    Erst die Abmahnung, dann die fristlose Kündigung..

    Dazu gibt es Hunderte bestehende Urteile aus allen Instanzen der Arbeitsgerichte..

    Aber Personal-Chef´s leiden oft unter einem unkontrolliertem Napoleon-Syndrom gepaart mit einem Über-Ich und wenig arbeitsrechtlichen Kenntnissen..

    Solche Personal-Chef´s verursachen in einem Konzern mit 1.000 Angestellten durchschnittlich im Jahr Abfindungs-Kosten in Höhe von 5 - 7 % der Jahrespersonalkosten der Firma..
    Und das nur weil zu hohe Abfindungen bezahlt, oder die Formen nicht einghalten werden..

    Jede größere Firma hat Anti-Diskrimnierungs-Richtlinien und Richtlinien gegen Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz, Richtlinien wie eine Konzern-Strategie z.B., Kunden-Ettikette, oder eine Selbst-Definition..

    Egal wie das heißt : Der Personal-Chef hat geschlampt..

    In einem persönlichem Gespräch kann Mann nämlich die Abmahnung aussprechen, schriftlich fixieren, und bei Gegenargumenten des Betreffenden die fristlose Kündigung gleich hinterher aussprechen, wenn Mann es richtig macht..

    Dann sieht Mann in einem Arbeitsgerichtsprozess auch nicht so dumm aus, und muß so eine überflüssig hohe Abfindung zahlen..

    Die gab es hier nämlich NUR weil die Form der Kündigung falsch war, und damit ungültig..
    Aber die Form sagt nichts über die Gründe aus, das sollte Mann auch wissen..
  • Antworten » | Direktlink »