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Die wandelnde Verkörperung des DIY-Rockgedankens: Portgual. The Man (Bild: Hayley Young)

  • 06. Juni 2013, Noch kein Kommentar

Die US-Rockband überrascht mit ihrem neuen Album "Evil Friends".

Rückblende: Fast exakt ein Jahr ist es jetzt her, dass sich PTM-Frontmann John Gourley im Frühling 2012 in New York City wieder fand. Genauer gesagt, vor der Wohnungstür von niemand Geringerem als Danger Mouse, bei dem er schon im nächsten Moment klingen würde. Ein Ort, weit weg von seinem jetzigen Zuhause Portland und noch ein ganzes Stück weiter von seiner angestammten Heimat Alaska entfernt. Insgesamt sechs Studioalben in sechs Jahren, Nonstop-Konzertreisen um die ganze Welt inklusive einer gefeierten Support-Tour für die Black Keys und Zwischenstopps auf renommierten Festivals wie dem Coachella, dem Bonnaroo oder Lollapalooza – bis zu diesem Moment war Portugal. The Man die wandelnde Verkörperung des DIY-Rockgedankens.

Doch als man schließlich mit den Arbeiten zum nun vorliegenden, siebten Album begann und sich Gedanken über die weitere Entwicklung machte, kam Gourley zum einzig plausiblen Entschluss: Nämlich dem, dass die erfolgreichste und künstlerisch befriedigendste Arbeit immer noch die gute alte Zusammenarbeit mit anderen wäre. Geteilte Arbeit ist geteilte Arbeit. Schon damals in Alaska baute er mit seinem Vater zusammen ganze Häuser, baute sich später eine ergebene Fanbase auf und hat auch sonst schon immer nach Partnerschaften und sonstigen Kollaborationen gesucht. Es ging darum, den dringend nötigen, nächsten Schritt zu machen. Den Schritt in die Wohnung seines zukünftigen neuen Partners, Danger Mouse.

Das Wiedererwachen von Portugal. The Man


Auf "Evil Friends" liegen ganze Welten zwischen den einzelnen Tracks, so wie vorher auch Welten zwischen den verschiedenen Portugal. The Man-Alben lagen

"Er ließ mich herein", erinnert sich Gourley. "Und irgendwie hatte ich schon von Anfang an das seltsame Gefühl, dass aus der ganzen Sache nichts werden würde. Und ich hatte Recht. Seine ersten Worte waren: Hey, Mann. Nur damit du Bescheid weißt. Ich habe eigentlich keinen Bock, eine Rockband aufzunehmen.' Ich war irgendwie erleichtert; immerhin hatten wir auch vorherige Alben schon selbst produziert und könnten es im Notfall auch wieder tun." Doch irgendwie kam man trotzdem miteinander ins Gespräch über Gott und die Welt. Und erst Recht darüber, wie sehr Danger Mouse "In The Mountain In The Sky",das 2011er Nachfolgealbum zu Portugal. The Mans Longplay-Durchbruch "The Satanic Satanist" liebte. "Von diesem Moment an waren wir beide extrem zielstrebig und neugierig, was wir alles zusammen erreichen könnten", sagt Danger Mouse heute. "Andernfalls wäre eine Zusammenarbeit wohl eher sinnlos gewesen. Also entschieden wir uns, es miteinander zu versuchen und etwas ganz Besonderes, nie Dagewesenes zu erschaffen." Gesagt, getan. Zusammen mit dem 5-fach Grammy-ausgezeichneten Brian Burton aka Danger Mouse (Gnarls Barkley, Beck, The Black Keys, U2) stürzte man sich kollektiv auf das, was nun unter dem Titel "Evil Friends" das Licht der Welt erblickt hat und was nicht weniger als das Wiedererwachen von Portugal. The Man bedeutet. Zurück in alter, neuer Stärke!

Das Ergebnis der gemeinsamen Vorstellungen, verschmolzen zu einem Album. Schließlich begann sich ebenfalls ein festes Line-Up heraus zu kristallisieren: Mit Kyle O'Quin (Keyboard), Noah Gersh (Gitarre, Percussion, Keyboard) und Kane Ritchotte (Drums) komplettieren Zach Carothers (Bass, Vocals) undSänger/ Gitarrist John Gourley die Band. Gemeinsam hat man versucht, neue Songs mit einem neuen Produzenten zu erarbeiten und etwas zu schaffen, was niemand zuvor versucht hatte. (pm)

Vimeo | Official Music Video zu "Evil Friends"