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Der Anschlag auf den Coming-out-Treff hatte die Szene in Tel Aviv und auf der ganzen Welt erschüttert

Die israelische Polizei verhaftet drei Personen wegen der Schießerei im Jahr 2009, bei der zwei Menschen starben. Auch ein LGBT-Aktivist festgenommen.

Völlig unerwartet hat die Polizei in Tel Aviv mehrere Personen verhaftet, die verdächtigt werden, den Anschlag auf einen Coming-out-Treff in Tel Aviv am 1. August 2009 ausgeübt zu haben. Damals wurden zwei Personen erschossen und 15 weitere durch Schüsse teils schwer verletzt. Bei den meisten Opfern handelte es sich um Jugendliche (queer.de berichtete).

Wie nun israelische Medien berichten, wurden am Mittwoch drei Personen jüdischen Glaubens im Alter von 20 bis 40 Jahren festgenommen. Aufgrund von Restriktionen der Berichterstattung gibt es zunächst wenig weitere Details; die Polizei wird aber mit den Worten zitiert, es habe sich um einen Akt privater Rache gehandelt und nicht um nationalistische Motive.

In der Nacht wurde eine weitere Person festgenommen, bei der es sich um einen bekannten LGBT-Aktivisten handeln soll. Laut Angaben der Polizei wird ihm keine Verwicklung in die Tat vorgehalten, er könnte aber Informationen zu dem Fall besitzen. Alle Verdächtigen werden am Donnerstag einem Haftrichter vorgeführt.

Entsetzen weltweit


Die beiden Todesopfer des Anschlags

Vor der öffentlichen Bekanntgabe der Verhaftungen hatte die Polizei die Familien der Opfer kontaktiert. Bei dem Anschlag waren ein 16-jähriges Mädchen aus Holon, Liz Trobishi, und der 26-jährige schwule Gruppenbetreuer Nir Katz aus Givatayim getötet worden.

Viele Details der Tat, die sich an einem Samstag gegen 22.30 Uhr abspielte, sind weiter unter Verschluss. Ein maskierter Mann hatte das Zentrum an der Nachmanistraße betreten und um sich geschossen. Die Tat dauerte wohl nur wenige Augenblicke, der Täter konnte fliehen. Es gibt Berichte, er habe zuvor noch versucht, in eine Disco in der Nähe zu gelangen.

Der Anschlag hatte zu großem Entsetzen im In- und Ausland geführt, auch in Deutschland gab es Solidaritätsdemonstrationen (queer.de berichtete). In Folge besuchte Israels Ministerpräsident Netanjahu das Zentrum. Außerdem kamen über 80.000 Menschen zu einer Gedenkveranstaltung in Tel Aviv zusammen, in der Israels Staatspräsident Schimon Perez sagte, dass die Kugeln gegen die Gesellschaft gerichtet waren, gegen "alle, alle von uns, gegen mich" (queer.de berichtete).

Inzwischen scheint die Polizei einen terroristischen Hintergrund auszuschließen. Derzeit findet in Tel Aviv der CSD statt. Die Parade ist für Freitag anberaumt. (nb)



#1 -hw-Anonym
  • 06.06.2013, 11:17h
  • Diese Nachricht erreichte Ayala Katz, Mutter von Nir Katz, bei einem Urlaubsbesuch Wien. Sie sprach von einem Wirbelwind der Emotionen und wies darauf hin, dass die Homophobie, seit der Ermordung ihres Sohnes, für andere weiter spürbar blieb. In Schulen, am Arbeitsplatz und auf der Straße.
    Es ist noch nicht vorbei, so ihre Worte.

    www.haaretz.co.il/news/law/1.2039483
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#2 timpa354Ehemaliges Profil
#3 -hw-Anonym
  • 06.06.2013, 11:36h
  • Knesset Member Nitzan Horowitz (Meretz) said Wednesday he hopes those arrested are indeed the guilty parties. "The unsolved killings have cast a heavy shadow not only over the gay community, but on the entire Israeli society. Responses to the murders by different elements revealed the depths of hatred toward the gay community and free society," he said.

    www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-4388975,00.html

    Will Tel Aviv have its first openly gay mayor?
    Meretz MK announces plans to challenge Tel Aviv-Jaffas 15-year mayor. Though he faces difficult odds, Horowitz has a legitimate chance to become the first openly gay mayor of any Israeli city.

    972mag.com/will-tel-aviv-have-its-first-openly-gay-mayor/705
    79/
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#4 FennekAnonym
  • 06.06.2013, 11:44h
  • Wenn sich der Verdacht bewahrheitet, bekommen sie hoffentlich die Strafe für ihr Verbrechen...
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#5 stromboliProfil
  • 06.06.2013, 12:24hberlin
  • Antwort auf #1 von -hw-
  • "die Polizei wird aber mit den Worten zitiert, es habe sich um einen Akt privater Rache gehandelt und nicht um nationalistische Motive.

    In der Nacht wurde eine weitere Person festgenommen, bei der es sich um einen bekannten LGBT-Aktivisten handeln soll. Laut Angaben der Polizei wird ihm keine Verwicklung in die Tat vorgehalten, er könnte aber Informationen zu dem Fall besitzen. "

    Was , wen das undenkbare nun zutrifft..
    streit unter schwulen?
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#6 -hw-Anonym
#7 FoXXXynessEhemaliges Profil
#8 QuarteerantAnonym
  • 07.06.2013, 08:42h
  • Antwort auf #6 von -hw-
  • Wie ich den verschiedenen Blogs und Artikeln auf Hebräisch entnehmen konnte, geht es darum, dass die Polizei vermutet, die Verdächtigen hätten Rache an diesem "bekannten LGBT-Aktivisten" üben wollen, da dieser mit dem Bruder eines Verdächtigen zusammen gewesen sein soll (oder was kurzes gehabt haben soll). Der LGBT-Aktivist soll nun zur Klärung der Hintergründe beitragen.
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#9 -hw-Anonym
  • 07.06.2013, 11:10h
  • Antwort auf #8 von Quarteerant
  • Ja. Solche Vermutungen gab es gestern recht früh z.B. schon im Kommentarbereich von walla.co.il.. Es ging dann auch immer recht schnell darum sinuierten* kommenden offiziellen Beweisdeutungen einen 'ideologischen Rahmen' zu geben.

    Nur ganz nebenbei konnte man noch lesen, dass es in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts durchaus noch sog. "Ehrenmorde" in der jüdischen Gesellschaft gab.

    *Promenadenmischung aus suggeriert und insinuiert.
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#10 -hw-Anonym
  • 07.06.2013, 11:23h
  • Among the tourists who arrived in Israel to take part in Pride Month events were Vincent Autin and Bruno Boileau the first gay couple to get married in Fance. "We are here for the first time on an invitation to discover the city," they said.

    Following developments in the gay center shooting investigation it has been revealed that undercover detectives have taken part in pride parades over the past four years in order to gather intelligence and provide security. "There was not one event in the past four years that we missed," said a police official.

    www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-4389462,00.html

    The municipal budget dedicated to the pride events this year totals some NIS 500,000 (about $135,000), and another NIS 1 million ($270,000) have been invested in a campaign mostly targeting foreign tourists which was also funded by the Tourism Ministry. The campaign, which has been going on for six months now, included the introduction of an English-language website which has been visited by some 200,000 people so far.

    www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-4385631,00.html
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