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Helge Limburg ist auch Sprecher für Queerpolitik der Grünen im Landtag von Niedersachsen (Bild: Grüne Niedersachsen)

Die niedersächsische Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen will durchsetzen, dass Grundschüler mehr über gleichgeschlechtliche Partnerschaften lernen.

Fraktionsgeschäftsführer Helge Limburg erklärte am Dienstag im Interview mit dem Regionalsender Radio ffn: "Wir werden uns dafür einsetzen, dass auch in der Grundschule gleichgeschlechtliche Partnerschaften diskriminierungsfrei im Unterricht vorkommen und dass, wenn über Partnerschaft geredet wird, nicht immer nur die Ehe oder klassische Familien in den Vordergrund gestellt werden, sondern dass auch in der Grundschule deutlich wird, dass es verschiedene Formen von Partnerschaften gibt."

Der 30-Jährige sagte weiter, die Schule müsse gesellschaftliche Entwicklungen nachvollziehen: Es ist für mich erfreulich, dass die Gesellschaft bezogen auf Schwulsein sehr viel offener geworden ist. Das muss sich auch im Unterrichtsinhalt widerspiegeln." In Hannover regiert seit Februar eine rot-grüne Koalition.

Für das SPD-geführte niedersächsische Kultusministerium wird auf Homosexualität im Unterricht allerdings genug eingegangen. Eine Ministeriumssprecherin teilte auf ffn-Anfrage mit: "Das niedersächsische Kultusministerium sieht bislang keinen Anlass, die bisherige Praxis an niedersächsischen Grundschulen grundlegend zu ändern. Unsere Lehrkräfte sind bereits jetzt im Unterricht angehalten, Schülerinnen und Schülern ein Weltbild zu vermitteln, das von Toleranz, Vielfalt, Empathie und Respekt geprägt ist."

Im vergangenen Jahr kam eine Studie aus Berlin zu dem Ergebnis, dass homophobe Beleidigungen an Grundschulen an der Tagesordnung sind. Demnach verwendeten 62 Prozent der Grundschüler "schwul" oder "Schwuchtel" und 40 Prozent "Lesbe" als Schimpfwort. Jungs und Schüler mit Migrationshintergrund zeigten sich am homosexuellenfeindlichsten (queer.de berichtete). (pm/dk)



#1 foxiAnonym
  • 06.06.2013, 19:19h
  • "Im vergangenen Jahr kam eine Studie aus Berlin zu dem Ergebnis, dass homophobe Beleidigungen an Grundschulen an der Tagesordnung sind"
    Das zeigt mal wieder, dass die Aufklärung viel zu spät beginnt. Nur wer frühzeitig aufgeklärt in die Schule kommt, geht diskrimierungsfrei mit seinen schwulen Mitschülern um.
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#2 Aus Bad HomburgAnonym
  • 06.06.2013, 19:20h
  • Das ist schön, aber leider völlig zwecklos. Wenn die SPD schon einmal schwulpolitisch-skeptische Stellung zu irgendeinem Thema bezieht, dann bringen alle weiteren Diskussionen mit den Grünen als Juniorpartner gar keine Ergebnisse, außer Ärger auf beiden Seiten sowie Enttäuschung für Schwule selbst. Das war schon mit der rot-grünen "Gleichstellung der eing. Lebenspartnerschaften im Landesrecht" in Baden-Würtemberg Ende 2011- Anfang 2012 so (Stichwort "Cruise-Geld").
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
#4 Julian SAnonym
  • 06.06.2013, 22:25h
  • Da leider sogar schon an Grundschulen Kinder als "Schwuchtel" o.ä. gemobbt werden, ist das auch nötig. Natürlich dem Alter angemessen.
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#5 TheDadProfil
  • 06.06.2013, 22:48hHannover
  • Wenn schon in der Grundschule Kinder sich gegenseitig mobben, was sagt uns das ?

    Dieser Aufklärungsunterricht gehört schon in den Kindergarten und wird dann konseqeunt in der Grund- und Hauptschule fortgesetzt..

    Das ist die logische Konsequenz aus der Berliner Studie..
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#6 daVinci6667
  • 06.06.2013, 23:45h
  • Antwort auf #5 von TheDad

  • "Dieser Aufklärungsunterricht gehört schon in den Kindergarten und wird dann konseqeunt in der Grund- und Hauptschule fortgesetzt."

    Ganz genau. Wobei natürlich auch wichtig ist, dass immer mehr Regenbogenfamilien für die Kindergartenschüler sichtbar werden.

    Wenn es Alltag geworden ist, wenn zwei Väter oder Mütter ihre Sprösslinge in den Kindergarten bringen und das kurz thematisiert wird, hat das sicher sehr positive Auswirkungen!
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#7 RobinAnonym
  • 07.06.2013, 09:18h
  • Antwort auf #6 von daVinci6667
  • Sehe ich auch so.

    Regenbogenfamilien müssen sichtbarer sein. Gerade in Kindergärten, Schulen, Vereinen, etc. wo Eltern ja eh immer eine große Rolle spielen.

    Und dann muss den anderen Kindern (und auch deren Eltern) klar gesagt werden, dass Familien eben ganz anders aussehen können. Eben auch schwul oder lesbisch; oder eben auch alleinerziehen. Und dass das auch völlig normal ist...

    Und jede Art von Diskriminierung oder Mobbing darf nicht geduldet werden.

    Vor allem darf man nicht hinnehmen, dass Eltern ihre Kinder gegen andere Kinder aufhetzen. Denn ohne Indoktrination homophober Eltern gehen erst mal alle Kinder völlig vorurteilsfrei an sowas ran.

    Selbst wenn Eltern irgendwelche Probleme damit haben, darf das nicht dazu führen, dass sie ihre Kinder gegen andere Kinder aufwiegeln und so für Unfrieden zwischen den Kindern sorgen.
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#8 Bürger67Anonym
  • 09.06.2013, 14:49h
  • Herr Limburg sollte dann aber auch gleichzeitig über Pädophile aufklären, die bereits Kleinkinder sexuell missbrauchen und hier bei uns leider immer noch "Täterschutz" bekommen (lächerliche Strafen), während die missbrauchten Kinder lebenslänglich darunter zu leiden haben!

    Und nicht zu vergessen, denn Missbrauch von Kindern in der katholischen Kirche bereits Kindern in der Grundschule zu erklären, bevor sie evtl. mal "Messdiener" werden wollen!
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#9 RagnarAnonym
  • 21.07.2013, 18:35h
  • Ich war von 1975-1979 Schüler in der Grundschule auf dem Land.
    Damals hörte ich kein einziges mal Begriffe wie:
    "Schwuler","Lesbe","Zwitter"
    Heutzutage ist es leider so,das schon Kinder im Kindergarten mit solchen Worten um sich werfen
    Ich finde das es heutzutage SEHR wichtig ist,das schon in Grundschulen den Kindern was über Homosexualität,Transsexualität und Intersexualität gesagt wird und das in einfachen Worten
    Wichtig:Das man den Kindern vermittelt,das sie niemanden aufgrund seines Andersseins verspotten noch ausgrenzen!!!
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#10 MACHENAnonym
  • 21.07.2013, 18:53h
  • Antwort auf #9 von Ragnar
  • "Der Grünen-Politiker [Ministerpräsident Kretschmann (Grüne)] sprach sich allerdings gegen eine institutionalisierte Ächtung von homophober Sprache und Mobbings an den Schulen aus... Man könne Kindern und Jugendlichen keine "political correctness" verordnen. "Ich bin generell skeptisch, den Schulbetrieb immer mehr zu verrechtlichen." "

    (queer.de)

    NRW-Bildungsministerin Sylvia Löhrmann (Grüne):

    Mädchen brauchen eher einen Anwendungsbezug, während viele Jungen Technik an sich fasziniert. In Chemie etwa wollten Mädchen vor allem wissen: Wofür brauche ich das? Wenn sie dann wissen, dass das zum Beispiel für Kosmetik interessant ist, haben sie einen eigenen Zugang.

    Von getrennter Arbeit in gleichgeschlechtlichen Lerngruppen könnten aber auch Jungen profitieren, betonte Löhrmann. Dies gelte beispielsweise für die Leseförderung. "Da muss man eher zum Sachbuch oder zu den "Wilden Kerlen" greifen statt zu "Hanni und Nanni", damit Jungen Spaß am Lesen bekommen."

    drmutti.wordpress.com/2012/06/09/kosmetik-gegen-wissenschaft
    -ministerin-lohrmann-im-kampf-fur-geschlechtergerechtigkeit-
    in-der-schule/
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