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Kommentare zu:
Demo gegen "offene Provokation" von "Pro Köln" zum CSD


#1 XDASAnonym
  • 08.06.2013, 14:40h
  • Toll...

    Je mehr Leute auf unserer Seite stehen, desto besser. Das zeigt, dass die Entscheidung richtig war, Faschisten vom CSD auszuschließen...
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#2 FelixAnonym
  • 08.06.2013, 15:32h
  • Richtig so.

    Man kann gar nicht oft genug klar machen, dass Leute, die die Grundgedanken des CSD ablehnen, auf einem CSD nichts zu suchen haben.
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#3 ProvokantAnonym
  • 09.06.2013, 02:28h
  • Antwort auf #2 von Felix
  • Komisch.. hier wird mit dem Demokratiegedanken eine Teilnahme abgelehnt die rechtlich wohl möglich ist... seltsam.. also Demokratie nur wenn sie ins Bild passt..

    Endlich wird der CSD mal wieder politisch...stellen wir uns dochmal den " Feinden " anstatt sich immer hinter grossen Regenbogenfahnen zu "verstecken".. oder ist hier keiner mehr bereit auch mal unliebsame Dinge zu tun...
    Zeigt Ihnen dochmal die Menschenmassen die dafür sind.. keiner kann sich da emotional entziehen...Ein Wagen davor Warnhinweis auf den nächsten Wagen.. und danach der Wagen dann die Kommentare dazu..

    wenn nicht der CSD wann dann kann die Community mal zeigen wie sie zusammensteht....

    aber ausser " wir wollen Party " werd ich hier wohl kaum Kommentare bekommen.
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#4 Martin28a
  • 09.06.2013, 03:21h

  • Das Problem ist nicht pro Köln, sondern dieser Staat.
    Wenn es nicht möglich ist, solche Leute wirksam fern zu halten, dann stimmt mit diesem Rechtsstaat was nicht
    Es darf nicht zugelassen werden, dass solche Leute dieses Fest zerstören

    Gerade in diesem Land verstehe ich nicht, wieso rechtsextreme so viel Macht haben
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#5 stromboliProfil
#6 stromboliProfil
  • 09.06.2013, 09:39hberlin
  • Antwort auf #3 von Provokant
  • es kommt in solchen fällen immer auf die bereitschaft des einzeln zum handeln an!

    Immer nur auf den grossen planer, die grosse organisierte aktion zu warten, ist ins politische leere gehen..
    Wie du ja selbst beschreibts: verstecken hinter irgendwelchen fahnen ist nicht der rat, den man den empörten mit auf den weg geben soll.
    Wut des einzeln, sich treffen in dieser wut und dann gemeinsam spontan reagieren.. das ist , von partei-interessenspolitik losgelöste emanzipationsbewegung.

    Aber um diese "fähigkeit" zu entwickeln, bedarf es auch einer gewissen breiteren analyse unserer/ der eigenen situation.

    Die fähigkeit einzelne vorkommnisse in ein grosses -ganzes bild einzubringen und daraus folgerungen abzuleiten, ist unverzichtbar.
    Wissen darüber, dass soziale zugeständnisse immer nur mit strategischen absichten seitens derer die macht aus üben verbunden sind, deshalb abzuwägen ist: soll man sich einlassen auf staatlich vorgelegte "angebote" die unser dasein regeln sollen, soll man ablehnen oder einen alternativen plan B in der hinterhand haben...

    Auch müssen die argumente griffig und verständlich sein, dem unbedarften hetero/homo kein plakatives dort enden wollen wo alle geendet sind vorsetzen, dass wohl schwulenintern von den entsprechenden interessensvertretern verstanden wird, aber im übergeordneten gesellschaftsrahmen nicht leicht durchschaubar ist.
    Wie richtig leben in der für uns falschen welt..?

    Besonders für egozentrisch auf sich selbst fokussierte heteros müssen normative zusammenhänge und historisch eingespieltes rolenspiel erklärt werden, was aber im umkehrschluss auch uns wieder zur selbstreflektion zwingt.
    Denken wir nicht in dieser richtung nach, enden wir in der assimilation!
    Stottern wir da nur was über steueranpassungen als gleichsetzungsformel, machen wir uns lächerlich und minderheitengemäß im mehrheitsinteresse überflüssig!

    Mir wäre schon genügend, wenn viele wütend, ihrer wut über die überdeutliche verachtung seitens der politik uns gegenüber zum ausdruck bringen.. egal wie organisiert das daher kommen mag..
    Vieleicht sogar wertvoller die spontane wut, weil autenthischer in seinem anliegen , bringt sie den beteiligten so doch erst mal in bewegung.

    Die beste beweisführung hierzu ist das umgehen mit der aidskrise in den 80-90zigern.
    Darauf sollten wir uns auch wieder besinnen.. ; nicht der staat hat unsere "angelegenheiten zu ordnen, sondern alleine wir!
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#7 FelixAnonym
  • 09.06.2013, 09:55h
  • Antwort auf #3 von Provokant
  • Wenn Du die wochenlangen Debatten (z.B. auch hier auf queer.de) zum Thema ProKöln-Teilnahme verfolgt hättest, wüsstest Du, dass hier NIEMAND eine ProKöln-Teilnahme abgelehnt hat, weil man keine Politisierung, sondern nur Party will!!

    Dass mit der "Re-Politisierung" des CSD ist eine Erfindung von ProKöln um sich als "Retter des CSD" aufzuspielen, der angeblich nur noch Party ist.

    Man muss da einige Sachen deutlich sagen:

    1.
    Der CSD war immer politisch und wird das auch so lange sein, wie wir nicht zu 100% gleichgestellt sind. Alleine schon, dass wir unsere Präsenz zeigen und man sieht, wie viele wir sind und wie vielfältig wir sind, ist eine politische Aussage. Aber dazu kommen halt auch immer viele Forderungen, die auch beim CSD thematisiert werden...

    Aber auch eine politische Demo muss halt nicht sauertöpfisch-griesgrämig sein, sondern kann auch Spaß sein. Man kann politische Forderungen auch mit Freude verbinden. Und erreicht damit vielleicht sogar mehr...

    2.
    Ob die Teilnahme rechtlich verboten werden darf oder nicht, können wir nicht entscheiden. Da gibt es nur ein einziges Gutachten eines ehemaligen Polizeipräsidenten. Aber der ist kein Richter. Und gerade bei Rechtsfragen haben oft auch verschiedene Juristen unterschiedliche Meinungen.

    3.
    Selbst wenn man es aktuell juristisch nicht verbieten kann, muss die Frage erlaubt sein, ob man dann nicht die Regeln so ändern muss, dass es möglich ist, Teilnehmer auszuschließen, die dem CSD-Gedanken widersprechen.

    4.
    ProKöln ging es nie um Homorechte. Die sagen sogar ganz offen, dass sie unsere Gleichstellung ablehnen. Die wollten nur Fremdenhass schüren und den CSD als prominente Bühne dafür missbrauchen.

    Wäre es denen z.B. wirklich um homophobe Gewalt gegangen, dann würden sie nicht so tun, als käme homophobe Gewalt nur von Migranten. Dann würden sie homophobe Gewalt durch Deutsche nicht verschweigen. Und dann würden sie auch anerkennen, dass es neben homophober Gewalt durch Migranten eben auch eine Mehrheit der Migranten gibt, die nicht so ist.

    Daran erkennt man, dass es denen nur darum ging, Fremdenhass und Rassismus zu verbreiten!

    Ich habe z.B. auf deren "Pressekonferenz" keine einzige Regenbogenflagge, rosa Winkel, o.ä. gesehen. Nur die üblichen Symbole, die die immer zeigen.

    Und sie wollten Angst schüren, um uns auf ihre Seite zu kriegen und einen Keil zwischen uns zu treiben...

    Und wie gesagt, sind die nicht nur rassistisch, sondern auch homophob und wollten den CSD für ganz andere Zwecke missbrauchen.

    5.
    Deren Teilnahme hätte uns massiv geschadet. In der Öffentlichkeit hätte man nicht nach juristischen Hintergründen gefragt. Und auch nicht, wie die anderen Teilnehmer das sehen.

    Das Bild in der Öffentlichkeit wäre nur gewesen:
    die Schwulen und Lesben demonstrieren gemeinsam mit fremdenfeindlichen Parteien.

    Das hätte uns und unseren Interessen massiv geschadet. Dann hätten die ganzen Homohasser sagen können "Da seht Ihr, wie faschistisch die Homos sind und dass die ein neues Weltbild durchsetzen wollen."

    Nicht zuletzt hätte es wohl auch Gegendemonstrationen gegeben. Das ist nicht das Bild, was wir transportieren wollen. Und vielleicht hätte es sogar gewaltsame Ausschreitungen gegeben, inkl. Polizeieinsätze mit Tränengas, Wasserwerfern, Schlagstöcken, etc. Sind das die Bilder, die unseren Anliegen nützen?

    6.
    Du schreibst, man müsse sich (z.B. auf dem Wagen davor und danach) argumentativ mit ProKöln auseinander setzen, statt sie auszuschließen.

    Das geht aber nur, wenn diese Partei das auch ermöglicht, ohne gleich jedem Kritiker zu drohen.

    ProKöln hat versucht, andere Teilnehmer, die sich nur schon kritisch geäußert haben, einzuschüchtern und hat ganz offen mit Gewalt gedroht. (Prominentes Beispiel: Volker Beck von den Grünen, wo damit gedroht wurde, dass er diesmal mehr als "nur" ein blaues Auge davon trägt.)

    Wie will man sich also argumentativ mit Leuten auseinandersetzen, die statt mit Argumenten gleich mit Gewalt drohen?!

    Und nicht zuletzt:
    wer anderen Teilnehmern mit Gewalt droht, hat da einfach nichts zu suchen... Wir wollen friedlich demonstrieren.

    7.
    Demokratie heißt nicht, dass alles erlaubt ist... Und Demokratie heißt auch nicht, dass man Feinden der Demokratie eine Bühne geben muss.

    Man kann vielleicht nicht ProKöln und ihre Meinung als solches verbieten. Aber man kann uns auch nicht zwingen, mit denen gemeinsam zu demonstrieren!!
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#8 LucaAnonym
  • 09.06.2013, 10:32h
  • Antwort auf #3 von Provokant
  • Felix hat ja schon sehr ausführlich die verschiedenen Punkte aufgelistet.

    Um das nochmal auf den Kern zu bringen:
    In einer Demokratie kann man vielleicht ProKöln nicht verbieten. Aber man kann auch niemanden zwingen, gemeinsam mit denen zu demonstrieren.

    Zumal deren Ziele ja ganz andere sind als unsere und von uns auch mit großer Mehrheit abgelehnt werden.

    Bei CSDs geht es um Liebe und Toleranz, nicht um Hass und das Schüren von Vorurteilen.

    ProKöln ist nicht nur ausländerfeindlich, sondern auch homophob. Damit haben sie auf CSDs nichts zu suchen. Zumal ihre Teilnahme uns auch extremst geschadet hätte.

    ProKöln schert alle Migranten über einen Kamm und nimmt sie in Sippenhaft für die Verfehlungen mancher Migranten. Umgekehrt ignorieren sie homophobe Gewalt durch Deutsche. Und sie lehnen gleichzeitig unsere Gleichstellung ab, die ein Grund für Homophobie ist.

    Außerdem bedrohen sie andere Teilnehmer, nur weil diese Kritik an ihnen äußern. Damit machen sie eine sachliche Auseinandersetzung unmöglich und wollen andere Teilnehmer einschüchtern, um sie gefügig zu machen. Das ist der beste Beweis, dass sie dort nichts zu suchen haben und dass es ihnen nie um Homorechte ging, sondern nur darum, ein möglichst großes Forum für das Verbreiten von Hass zu haben.

    Wie gesagt, der Kern ist:
    man muss in einer Demokratie vielleicht mit Leuten wie ProKöln leben. Aber man muss nicht gemeinsam mit denen demonstrieren. Dazu kann einen niemand zwingen....
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#9 FoXXXynessEhemaliges Profil
#10 SebiAnonym
  • 09.06.2013, 15:15h
  • Antwort auf #8 von Luca
  • "In einer Demokratie kann man vielleicht ProKöln nicht verbieten. Aber man kann auch niemanden zwingen, gemeinsam mit denen zu demonstrieren."

    Das ist wirklich der zentrale Punkt...

    Und dazu kommt noch, dass ProKöln homophob ist, rassistisch ist, den CSD für ganz andere Zwecke als die ursprünglichen missbrauhen will, dass deren Teilnahme uns sehr schaden würde und dass sie ganz offen anderen Teilnehmern, von denen sie kritisiert werden, drohen.
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#11 finkAnonym
#12 MadagaskarProfil
  • 10.06.2013, 08:40h Mainz

  • So funktioniert nun mal ein Rechtsstaat. Solche rechtsradikale Idioten haben leider auch ihre Rechte. Das ist in anderen Ländern ja nicht anders und wollt ihr nun Demokratie oder nicht? Und was den starken rechten Einfluss in Deutschland angeht, was ist z.B. mit den USA, Ungarn, Frankreich, Österreich, Polen, Russland. Die Menschen sind überall gleich.
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