Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://www.queer.de/detail.php?article_id=19397
Home > Kommentare

Einzelkommentar zu:
Demo gegen "offene Provokation" von "Pro Köln" zum CSD


#7 FelixAnonym
  • 09.06.2013, 09:55h
  • Antwort auf #3 von Provokant
  • Wenn Du die wochenlangen Debatten (z.B. auch hier auf queer.de) zum Thema ProKöln-Teilnahme verfolgt hättest, wüsstest Du, dass hier NIEMAND eine ProKöln-Teilnahme abgelehnt hat, weil man keine Politisierung, sondern nur Party will!!

    Dass mit der "Re-Politisierung" des CSD ist eine Erfindung von ProKöln um sich als "Retter des CSD" aufzuspielen, der angeblich nur noch Party ist.

    Man muss da einige Sachen deutlich sagen:

    1.
    Der CSD war immer politisch und wird das auch so lange sein, wie wir nicht zu 100% gleichgestellt sind. Alleine schon, dass wir unsere Präsenz zeigen und man sieht, wie viele wir sind und wie vielfältig wir sind, ist eine politische Aussage. Aber dazu kommen halt auch immer viele Forderungen, die auch beim CSD thematisiert werden...

    Aber auch eine politische Demo muss halt nicht sauertöpfisch-griesgrämig sein, sondern kann auch Spaß sein. Man kann politische Forderungen auch mit Freude verbinden. Und erreicht damit vielleicht sogar mehr...

    2.
    Ob die Teilnahme rechtlich verboten werden darf oder nicht, können wir nicht entscheiden. Da gibt es nur ein einziges Gutachten eines ehemaligen Polizeipräsidenten. Aber der ist kein Richter. Und gerade bei Rechtsfragen haben oft auch verschiedene Juristen unterschiedliche Meinungen.

    3.
    Selbst wenn man es aktuell juristisch nicht verbieten kann, muss die Frage erlaubt sein, ob man dann nicht die Regeln so ändern muss, dass es möglich ist, Teilnehmer auszuschließen, die dem CSD-Gedanken widersprechen.

    4.
    ProKöln ging es nie um Homorechte. Die sagen sogar ganz offen, dass sie unsere Gleichstellung ablehnen. Die wollten nur Fremdenhass schüren und den CSD als prominente Bühne dafür missbrauchen.

    Wäre es denen z.B. wirklich um homophobe Gewalt gegangen, dann würden sie nicht so tun, als käme homophobe Gewalt nur von Migranten. Dann würden sie homophobe Gewalt durch Deutsche nicht verschweigen. Und dann würden sie auch anerkennen, dass es neben homophober Gewalt durch Migranten eben auch eine Mehrheit der Migranten gibt, die nicht so ist.

    Daran erkennt man, dass es denen nur darum ging, Fremdenhass und Rassismus zu verbreiten!

    Ich habe z.B. auf deren "Pressekonferenz" keine einzige Regenbogenflagge, rosa Winkel, o.ä. gesehen. Nur die üblichen Symbole, die die immer zeigen.

    Und sie wollten Angst schüren, um uns auf ihre Seite zu kriegen und einen Keil zwischen uns zu treiben...

    Und wie gesagt, sind die nicht nur rassistisch, sondern auch homophob und wollten den CSD für ganz andere Zwecke missbrauchen.

    5.
    Deren Teilnahme hätte uns massiv geschadet. In der Öffentlichkeit hätte man nicht nach juristischen Hintergründen gefragt. Und auch nicht, wie die anderen Teilnehmer das sehen.

    Das Bild in der Öffentlichkeit wäre nur gewesen:
    die Schwulen und Lesben demonstrieren gemeinsam mit fremdenfeindlichen Parteien.

    Das hätte uns und unseren Interessen massiv geschadet. Dann hätten die ganzen Homohasser sagen können "Da seht Ihr, wie faschistisch die Homos sind und dass die ein neues Weltbild durchsetzen wollen."

    Nicht zuletzt hätte es wohl auch Gegendemonstrationen gegeben. Das ist nicht das Bild, was wir transportieren wollen. Und vielleicht hätte es sogar gewaltsame Ausschreitungen gegeben, inkl. Polizeieinsätze mit Tränengas, Wasserwerfern, Schlagstöcken, etc. Sind das die Bilder, die unseren Anliegen nützen?

    6.
    Du schreibst, man müsse sich (z.B. auf dem Wagen davor und danach) argumentativ mit ProKöln auseinander setzen, statt sie auszuschließen.

    Das geht aber nur, wenn diese Partei das auch ermöglicht, ohne gleich jedem Kritiker zu drohen.

    ProKöln hat versucht, andere Teilnehmer, die sich nur schon kritisch geäußert haben, einzuschüchtern und hat ganz offen mit Gewalt gedroht. (Prominentes Beispiel: Volker Beck von den Grünen, wo damit gedroht wurde, dass er diesmal mehr als "nur" ein blaues Auge davon trägt.)

    Wie will man sich also argumentativ mit Leuten auseinandersetzen, die statt mit Argumenten gleich mit Gewalt drohen?!

    Und nicht zuletzt:
    wer anderen Teilnehmern mit Gewalt droht, hat da einfach nichts zu suchen... Wir wollen friedlich demonstrieren.

    7.
    Demokratie heißt nicht, dass alles erlaubt ist... Und Demokratie heißt auch nicht, dass man Feinden der Demokratie eine Bühne geben muss.

    Man kann vielleicht nicht ProKöln und ihre Meinung als solches verbieten. Aber man kann uns auch nicht zwingen, mit denen gemeinsam zu demonstrieren!!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #3 springen »

» zurück zum Artikel