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Diskriminierungserfahrungen homo- und bisexueller Männer

Berliner Studie: Jeder zehnte Schwule Opfer homophober Straftaten


Straftaten wie Bedrohungen, Erpressungen, körperliche und sexuelle Gewalt gehen häufig von Unbekannten im öffentlichen Raum aus

Zwei Drittel der im Auftrag des Senats befragten homosexuellen Männer berichten von Diskriminierungen wegen ihrer sexuellen Orientierung.

Die Berliner Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen hat Anfang Juni eine Studie über Diskriminierungserfahrungen schwuler und bisexueller Männer vorgestellt. Die Ergebnisse sind alarmierend: Zwei Drittel der befragten schwulen und die Hälfte der bisexuellen Männer berichten von Diskriminierungen wegen ihrer sexuellen Orientierung. Jeder zehnte schwule Mann ist mindestens einmal im Leben Opfer von Straftaten wie Erpressung und Gewalt geworden.

Diskriminierungen finden insbesondere am Arbeitsplatz, im Bildungs- und Gesundheitswesen sowie in der Familie statt. Zu den Diskriminierungserfahrungen gehört beispielsweise, dass die sexuelle Orientierung der Befragten ignoriert wird oder dass individuelle Verhaltensweisen imitiert und lächerlich gemacht werden. Auch von sexuellen Anspielungen und direkten Beleidigungen wird berichtet. Straftaten wie Bedrohungen, Erpressungen, körperliche und sexuelle Gewalt gehen häufig von Unbekannten im öffentlichen Raum aus.

Diskriminierung beeinträchtigt das psychische Wohlbefinden

Deutlich belegt wird, dass Diskriminierungs- und Gewalterfahrungen das psychische Wohlbefinden der Befragten erheblich beeinträchtigen. Allerdings mildern sich die negativen Folgen ab, wenn die Betroffenen den Stress bewältigen können, indem sie aktiv werden, Hilfe suchen und Unterstützung im sozialen Umfeld und ihrer Community finden. Belastend wirkt sich auch die strukturelle Diskriminierung durch die Gesellschaft aus. Ein Beispiel sind die unterschiedlichen Rechte für Ehen und Lebenspartnerschaften. Alle Befragten lehnen solche strukturellen Ungleichbehandlungen durch die Gesellschaft ab.

Die nicht repräsentative sozialpsychologische Studie wurde von der Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung im Rahmen der Initiative "Akzeptanz sexueller Vielfalt" in Auftrag gegeben und von Dr. Anne Bachmann von der Universität Kiel durchgeführt. Online teilgenommen haben bundesweit 1.042 schwule und 121 bisexuelle Männer im Alter zwischen 16 und 77 Jahren.

"Die Studie zeigt, dass der Kampf gegen Homophobie verstärkt fortgeführt werden muss", erklärte die Berliner Integrationssenatorin Dilek Kolat (SPD). "Schwule und bisexuelle Männer brauchen ein akzeptierendes soziales Umfeld und eine spürbare Wertschätzung durch die Gesellschaft." (cw)



#1 MiroAnonym
  • 08.06.2013, 18:31h
  • Was ist der Wert einer Studie, deren Ergebnisse nicht repräsentativ sind? Hier musste offenbar Geld verpulvert werden. Warum hat man die Studie nicht so gestaltet, dass sie repräsentativ ist?

    Und was soll heißen: "Zu den Diskriminierungserfahrungen gehört beispielsweise, dass die sexuelle Orientierung der Befragten ignoriert wird"

    Wenn der Kollege sagt: "Guten Morgen, Herr Müller" wird Herrn Müllers sexuelle Orientierung ignoriert und er hiermit diskriminiert?

    Aber "Guten Morgen, Homo" ist demnach keine Diskriminierung, weil hier die sexuelle Orientierung ja nicht ignoriert, sondern betont wird!

    Oder wie oder was ?????? Antworten » | Direktlink »
#2 MarcoAnonym
#3 LucaAnonym
  • 08.06.2013, 19:35h
  • Umso schlimmer, dass Union und FDP nach wie vor mehr Aufklärung an Schulen blockieren und auch jegliche Bildungsprogramme ablehnen.
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#4 AntiFantiProfil
  • 08.06.2013, 20:10hBerlin
  • ...als berliner kann ich andere schwule nur dazu aufrufen sich zu wehren! kommt aus eurer opferrolle raus, schlagt zurück!
    es reicht, ich lasse mir schon lange nix mehr gefallen!!!
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#5 Martin28a
  • 08.06.2013, 21:08h

  • Schwule sollten endlich mal in Ruhe gelassen werden
    Deutschland sollte sich schämen es wurden genug im Holocsust ermordet
  • Antworten » | Direktlink »
#6 OliverZiAnonym
  • 08.06.2013, 21:14h
  • Antwort auf #4 von AntiFanti
  • Gilt das auch, wenn man einer ganzen Gruppe von brutalen, betrunkenen Halbstarken gegenübersteht?

    Nix für Ungut - aber Märtyrertum ist in unserem Kulturkreis eher weniger angesehen.

    Und generell... Gewalt? Klar Notwehr ist absolut korrekt. Aber ansonsten irgendwie zuschlagen?
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#7 Tobi CologneAnonym
#8 ThorinAnonym
  • 09.06.2013, 01:08h
  • Antwort auf #1 von Miro
  • "Und was soll heißen: "Zu den Diskriminierungserfahrungen gehört beispielsweise, dass die sexuelle Orientierung der Befragten ignoriert wird"

    Hab ich mich auch gefragt, dass klingt so als wäre es eine Diskriminierung wenn man als Schwuler mal NICHT über seine Sexualität angesporchen wird!
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#9 Mister_Jackpot
  • 09.06.2013, 04:33h
  • Antwort auf #6 von OliverZi
  • Allein ist es vielleicht tatsächlich etwas schwierig sich gegen eine ganze Gruppe zu wehren, aber ich verstehe was er meint. Es geht um dieses grundsätzlich weibische Opferverhalten so einiger Tunten. Nicht falsch verstehen..ich hab nichts gegen Tunten, aber in gewissen Situationen sollte auch ne Tunte mal den Macker raushängen lassen können. Wenn du entsprechend männlich rüberkommst wirstse schon von ca. 99 Prozent der homophoben Idioten in Ruhe gelassen prophezeie ich. Und was mich immer am meisten ärgert ist, wenn ganze Gruppen von Schwulen zu "Opfern" werden, meist weil die Schwuchteln alle wegrennen und ein schwules Opfer dann übrig bleibt, dem die anderen Tunten vor lauter Angst dann nicht helfen. Selbst schon hier in Köln im Cruising Gebiet am Aachener Weiher erlebt. Plötzlich hatte ich drei kleine Assi Prolls (so im Alter von 16-20) um mich herum stehen....ich hatte Glück gehabt, dass ich die verwirren konnte, indem ich fragte was die hier machen und ob die wüssten dass das hier ein Schwulentreffpunkt wäre...gleichzeitig hab ich mich möglichst breitbeinig vor die hingestellt in aufrechter Pose...die wurden ganz zahm zum Glück und zogen dann auch ab! Als die dann aus dem Wald raus waren kamen die ganzen Schwuchteln aus dem Gebüsch und fragten mich ob alles in Ordnung wär. Und ich sagte: Na super, jetzt wo die weg sind traut ihr euch alle raus...alles Feiglinge!!!! Und genau das meine ich....in Gruppen wären wir defintiv noch stärker, aber wenn jeder wie ein Hase wegrennt kann das ja nichts werden.
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#10 GeorgB
  • 09.06.2013, 09:08h
  • Antwort auf #8 von Thorin
  • @#1 und #8
    Und was soll heißen: "Zu den Diskriminierungserfahrungen gehört beispielsweise, dass die sexuelle Orientierung der Befragten ignoriert wird"

    Wenn man als Schwuler z. B. bei personalisierten Einladungen zum Betriebsfest oder zur Weihnachtsfeier "mit Partnerin" eingeladen wird, obwohl bekannt ist, dass man einen Freund/Lebenspartner hat.
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