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Polizeibeamte konnten drei Männer in der Nähe des Tatorts festnehmen

Am Sonntagmorgen wurden zwei Männer in Berlin-Schöneberg von einer Gruppe von vier Personen angegriffen. Einziger Grund für den Übergriff war offenbar Homo-Hass.

Die 47 und 36 Jahre alten Männer befanden sich gegen 4.30 Uhr auf dem Gehweg der Martin-Luther-Straße. Sie liefen an den vier Personen vorbei, als ein Mitglied dieser Gruppe grundlos dem 36-Jährigen eine Bierflasche aus der Hand schlug, die auf den Boden fiel und zerbrach. Daraufhin kam es zu einer verbalen Auseinandersetzung. Nach Polizeiangaben wurden die beiden Opfer dabei mit schwulenfeindlichen Sprüchen beschimpft.

Im Lauf der Auseinandersetzung schlugen und traten drei der vier Personen auf den 47-Jährigen ein, der dabei leicht verletzt wurde. Er verzichtete allerdings darauf, ins Krankenhaus zu gehen.

Die Polizei konnte kurze Zeit nach der Tat die drei Schläger in Tatortnähe festnehmen. Dabei handelt es sich um Männer im Alter zwischen 24 und 25 Jahren. Der Polizeiliche Staatsschutz des Berliner Landeskriminalamtes hat die Ermittlungen wegen des Verdachts der Hasskriminalität übernommen.

Erst vor wenigen Tagen hatte die Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen eine Studie über Diskriminierungserfahrungen schwuler und bisexueller Männer vorgestellt. Die Ergebnisse waren alarmierend: Zwei Drittel der befragten Schwulen und die Hälfte der bisexuellen Männer berichteten von Diskriminierungen wegen ihrer sexuellen Orientierung. Jeder zehnte schwule Mann ist mindestens einmal im Leben Opfer von Straftaten wie Erpressung und Gewalt geworden (queer.de berichtete).

Die Studie zeigte nach Anischt der Berliner Integrationssenatorin Dilek Kolat (SPD), "dass der Kampf gegen Homophobie verstärkt fortgeführt werden muss". Schwule und bisexuelle Männer bräuchten " ein akzeptierendes soziales Umfeld und eine spürbare Wertschätzung durch die Gesellschaft". (pm/dk)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 10.06.2013, 13:07h
  • Und wieder ein homofeindlicher Übergriff in Berlin und ich hoffe, daß die drei Täter hart für das, was sie getan haben, bestraft werden!
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#2 PelayoAnonym
  • 10.06.2013, 16:56h
  • Die Schwulenviertel unserer Großtädte, vor allem das Viertel um den Berliner Nollendorfplatz, werden immer mehr zur No-Go-Area für offen auftretende Schwule, zumindest nachts.
    Es ist fatal: Da ziehen Schwule aus der ganzen Welt in den Nollendorfkiez, um hier so frei leben zu können, wie sie es zuhause nicht können, und dann wird diese schöne neue Freiheit eingeschränkt von "Jugendlichen", die nie allein auftreten, sondern sich in Rudeln zusammenrotten, um Schwule zusammen zu schlagen oder zu belästigen. Wer mit offenen Augen durch den Nollendorfkiez geht, kann die Veränderungen sehen. Schwule Cafes und Kneipen werden aufgegeben, teilweise weil Gayromeo die Konkurrenz ist, und von Macho-Heteros übernommen, die feindliche Blicke auf die vorbei ziehenden Schwulen werfen.
    Inzwischen lebt man als schwuler Mann in Städten wie Potsdam oder Osnabrück offensichtlich ungefährlicher als in Berlin oder Hamburg-Sankt Georg.
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#3 FennekAnonym
  • 10.06.2013, 17:18h
  • Da kann sich die schwarz-gelbe Regierung auf die Schultern klopfen. Das haben sie gut hinbekommen, Hass zu säen, der immer öfter in Gewalt endet, ohne dass sie sich selbst die Hände schmutzig machen müssen...
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#4 ElliotAnonym
  • 10.06.2013, 17:41h
  • Wenn es nicht sehr bald einen Politikwechsel gibt, wo für ein anderes Klima zum Thema Homosexualität gesorgt wird, dann wird die Gewalt noch viel mehr werden...

    Das wird eine Gewalt-Spirale sein, die ein richtiger Flächenbrand wird.

    Ich hoffe, dass es so weit nicht kommt und dass es vorher einen Politikwechsel geben wird...
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#5 PelayoAnonym
  • 10.06.2013, 17:49h
  • Antwort auf #3 von Fennek
  • Die Macho-Jugendlichen, die am Nollendorfplatz Schwule zusammen schlagen, sind intellektuell wohl kaum in der Lage, die Aussagen von Merkel und Kauder zum Thema Homo-Ehe zu begreifen.
    Und es waren sicher keine CDU-Mitglieder, die das schwule Paar zusammen geschlagen haben!
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#6 FennekAnonym
  • 10.06.2013, 18:18h
  • Antwort auf #5 von Pelayo
  • Dieses Argument kommt immer wieder, was es aber nicht richtiger macht.

    Natürlich wissen irgendwelche gewalttätigen, homophoben Prolls nicht, was in der Politik abgeht. Aber die Politik schafft durchaus ein gesellschaftliches Klima, das indirekt, aber vielfältig auch Leute beeinflusst, die gar nicht direkt mit Politik in Berührung kommen.

    Das ist in zahlreichen (theoretischen wie empirischen) Studien nachgewiesen.
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#7 ElliotAnonym
  • 10.06.2013, 18:30h
  • Antwort auf #6 von Fennek
  • Richtig! Und selbst wenn man diese indirekte Beeinflussung und die sog. "gesellschaftliche Konstruktion der Realität" mal außen vor lässt, so verhindert die Regierung ja Aufklärungs- und Bildungsprogramme in Schulen, Vereinen, Jugendeinrichtungen, etc. die da ansetzen, wo man ansetzen muss und die solche Taten verhindern könnten.

    Alleine schon das Verhindern solcher Präventionsprogramme durch die Regierung ist Mitschuld genug....
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#8 alexander
  • 11.06.2013, 22:24h
  • Antwort auf #6 von Fennek
  • du hast recht! aber es war eigentlich schon immer so! gerade im nollendorfkiez, schaute sich die polizei schon vor 40 jahren, die übergriffe "genüsslich" an, obwohl sie von passanten zum einschreiten aufgefordert wurde!
    es ist aber auch überhaupt nicht nachvollziehbar, dass diese ecke, obwohl als schwulentreff, seit jahrzehnten bekannt, nicht besser kontrolliert wird, in der heutigen zeit, wohlgemerkt! die ecke wurde von jahr zu jahr gefährlicher, bis heute, seit 40 jahren!
    offenbar muss unsere "verbliebene kneipenkultur" nicht mehr geschützt werden"!
    das bisserl "kneipenleben", stirbt doch ohnehin schon aus, dank "darkrooms und internet"!
    was bleibt ist der kriminelle bodensatz!
    wo kann man heute noch mit partner ausgehen um spass zu haben??? wenn man nicht gerade auf gruppensex u.ä. steht??? in berlin, fällt mir nicht mal mehr eine lokalität ein, eigentlich eine schande! auch für unsere schwulenkultur!
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#9 Roob-6Anonym
  • 12.06.2013, 19:10h
  • Und so schaufeln wir uns unser eigenes Grab wenn wir so weitermachen!!!!
    Ich kaufe nur noch in der Queer Szene wen es geht, ich und mein Freund waren am Montag gerade in Berlin
    (Wir kommen aus der Nähe von Leipzig)
    Und haben über 2000 e für Sachen aus der Szene ausgegeben.
    Es wäre schade wen es in Berlin so weiter geht wie hier in Leipzig wo es kaum noch was zum Ausgehen gibt,
    übrigen läuft hier selbst in Gay Romeo kaum noch was, da hier zu viele angepasste und Möchtegerns unterwegs sind, da Farren wir Lieber nach Berlin und geben unser Geld dort aus!!!!
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#10 userer
  • 26.06.2013, 15:14h
  • Antwort auf #3 von Fennek
  • Fennek: "Da kann sich die schwarz-gelbe Regierung auf die Schultern klopfen."

    Jein. Das homophobe Verhalten der Bundesregierung kommt nur noch oben drauf. Was drunter liegt ist die ideologisch homophobe Indoktrination dieser "Jugendlichen" durch orthodoxe Popen und muslimische Imame bzw. deren Hasslehren im Elternhaus.
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