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  • 10.06.2013           23      Teilen:   |

Prinz Harry, der Schutzengel des schwulen Soldaten

Artikelbild
Captain Wales, wie Prinz Harry inzwischen in den britischen Streitkräften genannt wird, hat einem schwulen Kameraden geholfen (Bild: Wiki Commons / Surtsicna / CC-BY-2.0)

In einem neuen Buch beschreibt ein schwuler Soldat, wie der "Party-Prinz" ihn vor einer homophoben Attacke gerettet hat.

Der inzwischen aus dem Militärdienst ausgeschiedene britische Panzerschütze James Wharton schreibt in seinem Buch "Out in the Army", dass er von Prinz Harry 2008 während einer Übung in Kanada vor sechs homophoben Soldaten eines anderen Regiments gerettet wurde. Der Waliser berichtet, wie er vor fünf Jahren als 21-Jähriger seinem damaligen Vorgesetzten in einem Panzer erzählte, dass Soldaten der Infanterie ihn "ermorden" wollten. Der Grund war, dass er aus Versehen einen Kameraden, mit dem er den Abend zuvor Sex hatte, geoutet hatte. Er habe sofort gemerkt, dass dies ein "verhängnisvoller Fehler" in dieser Umgebung gewesen sei.

Harry habe aber sofort gesagt: "Ich werde die ganze Scheiße regeln – ein für alle Mal". Er sei dann aus dem Panzer gestiegen. Zehn Minuten später sei er zurückgekehrt und habe gesagt, dass sich Wharton keine Sorgen machen brauche. Für ihn sei Harry seither ein "Held" gewesen, so Wharton weiter. "Ich werde Harry immer dankbar sein und nie vergessen, was passiert ist. Bis er die Sache in Ordnung gebracht hat, habe ich mich auf das Allerschlimmste eingestellt."

Fortsetzung nach Anzeige


"Das ganze Land wird Harry applaudieren"

Auch Politiker haben inzwischen die Nummer drei der britischen Thronfolge für seinen Einsatz gelobt. "Das ganze Land wird Harry applaudieren", sagte der Labour-Politiker Jim Murphy, der derzeitige Schatten-Verteidigungsminister. "Unsere Streitkräfte sollten das moderne Großbritannien widerspiegeln, für das sie so hart kämpfen."

Harry machte von 2005 bis 2007 eine Offiziersausbildung und war danach in Afghanistan stationiert. Wegen Sicherheitsbedenken wurde er nach gut drei Monaten abgezogen. Danach absolvierte er einen Pilotenausbildung und wurde inzwischen zum Kapitän befördert. 2012 kehrte er für einen weiteren Einsatz nach Afghanistan zurück.

In den letzten Jahren machte Harry jedoch vor allem als "Party-Prinz" von sich reden. So veröffentlichte die Boulevardpresse wiederholt Bilder und Videos, die den Prinzen beim ausgelassenen Feiern zeigten. 2007 erschien etwa ein Videos, in dem Harry die Brustwarze eines Kumpels liebkost (queer.de berichtete). 2009 küsste er einen Mann in einer Bar, weil dieser ihm dafür eine Flasche Bier ausgeben wollte (queer.de berichtete). (dk)

Links zum Thema:
» Mehr zum englischsprachigen Buch "Out in the Army" (mit Bestellmöglichkeit) bei amazon.de
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Tags: militär, großbritannien, prinz harry
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Reaktionen zu "Prinz Harry, der Schutzengel des schwulen Soldaten"


 23 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
10.06.2013
16:03:31


(-16, 18 Votes)

Von Aus Bad Homburg


Eine schöne Haltestelle (mit ausdrücklichem Segen im St. James-Palace ?) unterwegs vom Image "Harry, der Party-Prinz" zum "Harry, Duke of York". Allerdings untermauert das nur meine Erfahrungen: meistens unterstützen die Homo-Rechte nur die Hetero-Männer, die selbst, sagen wir vorsichtig, ein nicht ganz konventionelles (Sexual)Leben führen - und glauben, mit der offen schwulenfreundlichen Haltung das ganze irgendwie zu rechtfertigen und in gewissen Kreisen (in den Medien, z.B.) sogar zu punkten. So, nach dem Motto: ich kann mich in der Öffentlichkeit durchaus unanständig behalten - aber bislang ich für, z.B., die Schwulenrechte bin, gelte ich trotz aller Skandäle schlicht und einfach als "liberal". Wer anständig ist (wie die Queen oder auch Prinz William), braucht so was nicht.


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#2
10.06.2013
16:32:15


(+13, 15 Votes)

Von goddamn liberal
Antwort zu Kommentar #1 von Aus Bad Homburg


"Wer anständig ist (wie die Queen oder auch Prinz William), braucht so was nicht."

Du lebst in einer verkehrten Welt ohne wahre Werte.

Anständige Kerle feiern anständig, genießen das Leben und ihren Körper und zeigen Anstand und Mut, wenn Schwächere von heuchelnden Anstandswauwaus angegriffen werden.

Homo-Rechte werden meist von Männern unterstützt, die keine Probleme mit ihrer sexuellen Identität haben und sich nicht durch Hass ihrer selbst versichern müssen. So was nennt man Charakter.


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#3
10.06.2013
16:32:36


(+6, 8 Votes)

Von ****
Antwort zu Kommentar #1 von Aus Bad Homburg


Bräuchte man heute solche Demonstrationen*, wenn das britische Empire kein Opium in das chinesische Kaiserreich** gepumpt hätte?
*

Link zu www.gaystarnews.com

**
"Fujia­ne­si­sche Män­ner sind extrem ver­liebt in männ­li­che Schön­heit. Egal wie reich oder arm, hübsch oder häss­lich, sie alle fin­den einen Gefähr­ten ihres Stan­des."

Link:
rhizom.blogsport.eu/2013/05/15/mann-mannliches-beg
ehren-in-der-ming-dynastie-bis-zum-einbruch-der-ba
rbaren/


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#4
10.06.2013
16:41:08


(+8, 10 Votes)

Von Zeitfenster
Antwort zu Kommentar #1 von Aus Bad Homburg


Du kleines dummes Fötzchen! Harry ist nicht der Duke of York! Das ist sein Onkel Andrew!

Harry ist einfach nur ein Prinz von Großbritannien. Das reicht doch auch für dieses leckere Kerlchen! *kreisch*


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#5
10.06.2013
17:02:15


(-7, 9 Votes)

Von Aus Bad Homburg
Antwort zu Kommentar #4 von Zeitfenster


Das wird er als Bruder des (zukünftigen) Königs eines Tages, wenn Andrew stirbt. So, wie auch Prinz Edward, Earl of Essex, nach dem Tode des Vaters "Duke of Edinbourgh" wird.


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#6
10.06.2013
17:15:06


(+9, 11 Votes)

Von goddamn liberal
Antwort zu Kommentar #5 von Aus Bad Homburg


Welch' reizendes Wissen...

Sag mal, trägst Du auch noch Monokel?


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#7
10.06.2013
17:21:10


(+10, 12 Votes)

Von Fennek


Respekt!

Je mehr Leute sich gegen Homohass engagieren, desto besser...


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#8
10.06.2013
17:41:55


(+3, 5 Votes)

Von Zeitfenster
Antwort zu Kommentar #5 von Aus Bad Homburg


Das ist Dummfug! Harry wird bei seiner Heirat von der Queen (oder wenn sein Vater dann König sein sollte) den Titel eines Dukes verliehen bekommen. Voraussichtlich den des Duke of Buckingham. Das ist bei den royalen Hochzeiten Tradition. Bei Edward hat man es damals nicht gemacht, weil die Stimmung im Land gegen die Royals so mies war - da musste man auf Bescheidenheit machen.


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#9
10.06.2013
18:19:16


(+3, 5 Votes)

Von goddamn liberal
Antwort zu Kommentar #8 von Zeitfenster


Hmmm...

Sind die Deinen auch im Gotha zu finden?


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#10
10.06.2013
19:41:22


(+4, 6 Votes)

Von puschelchen
Aus irgendwo in nrw
Mitglied seit 18.12.2009
Antwort zu Kommentar #1 von Aus Bad Homburg


"Wer anständig ist (wie die Queen oder auch Prinz William), braucht so was nicht."

Du musst es ja wissen, weil alle Deine Kommentare vor Anstand nur so triefen...

--------------------------------------

on topic: Harry ist eh mein liebster Royal, weil er einen großen Haufen auf irgendwelche Konventionen setzt (was mit Sicherheit auch mit dem Tod seiner Mom zu tut hat). Er weiß, wie man feiert, und hat dazu noch ein riesengroßes Herz (wie leidenschaftlich er die Projekte von Diana weiterführt, ist gigantisch). Die Aktion jetzt finde ich klasse, aber genau so habe ich ihn auch eingeschätzt.


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