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Captain Wales, wie Prinz Harry inzwischen in den britischen Streitkräften genannt wird, hat einem schwulen Kameraden geholfen (Bild: Wiki Commons / Surtsicna / CC-BY-2.0)

In einem neuen Buch beschreibt ein schwuler Soldat, wie der "Party-Prinz" ihn vor einer homophoben Attacke gerettet hat.
Der inzwischen aus dem Militärdienst ausgeschiedene britische Panzerschütze James Wharton schreibt in seinem Buch "Out in the Army", dass er von Prinz Harry 2008 während einer Übung in Kanada vor sechs homophoben Soldaten eines anderen Regiments gerettet wurde. Der Waliser berichtet, wie er vor fünf Jahren als 21-Jähriger seinem damaligen Vorgesetzten in einem Panzer erzählte, dass Soldaten der Infanterie ihn "ermorden" wollten. Der Grund war, dass er aus Versehen einen Kameraden, mit dem er den Abend zuvor Sex hatte, geoutet hatte. Er habe sofort gemerkt, dass dies ein "verhängnisvoller Fehler" in dieser Umgebung gewesen sei.

Harry habe aber sofort gesagt: "Ich werde die ganze Scheiße regeln – ein für alle Mal". Er sei dann aus dem Panzer gestiegen. Zehn Minuten später sei er zurückgekehrt und habe gesagt, dass sich Wharton keine Sorgen machen brauche. Für ihn sei Harry seither ein "Held" gewesen, so Wharton weiter. "Ich werde Harry immer dankbar sein und nie vergessen, was passiert ist. Bis er die Sache in Ordnung gebracht hat, habe ich mich auf das Allerschlimmste eingestellt."

"Das ganze Land wird Harry applaudieren"

Auch Politiker haben inzwischen die Nummer drei der britischen Thronfolge für seinen Einsatz gelobt. "Das ganze Land wird Harry applaudieren", sagte der Labour-Politiker Jim Murphy, der derzeitige Schatten-Verteidigungsminister. "Unsere Streitkräfte sollten das moderne Großbritannien widerspiegeln, für das sie so hart kämpfen."

Harry machte von 2005 bis 2007 eine Offiziersausbildung und war danach in Afghanistan stationiert. Wegen Sicherheitsbedenken wurde er nach gut drei Monaten abgezogen. Danach absolvierte er einen Pilotenausbildung und wurde inzwischen zum Kapitän befördert. 2012 kehrte er für einen weiteren Einsatz nach Afghanistan zurück.

In den letzten Jahren machte Harry jedoch vor allem als "Party-Prinz" von sich reden. So veröffentlichte die Boulevardpresse wiederholt Bilder und Videos, die den Prinzen beim ausgelassenen Feiern zeigten. 2007 erschien etwa ein Videos, in dem Harry die Brustwarze eines Kumpels liebkost (queer.de berichtete). 2009 küsste er einen Mann in einer Bar, weil dieser ihm dafür eine Flasche Bier ausgeben wollte (queer.de berichtete). (dk)



#1 Aus Bad HomburgAnonym
  • 10.06.2013, 16:03h
  • Eine schöne Haltestelle (mit ausdrücklichem Segen im St. James-Palace ?) unterwegs vom Image "Harry, der Party-Prinz" zum "Harry, Duke of York". Allerdings untermauert das nur meine Erfahrungen: meistens unterstützen die Homo-Rechte nur die Hetero-Männer, die selbst, sagen wir vorsichtig, ein nicht ganz konventionelles (Sexual)Leben führen - und glauben, mit der offen schwulenfreundlichen Haltung das ganze irgendwie zu rechtfertigen und in gewissen Kreisen (in den Medien, z.B.) sogar zu punkten. So, nach dem Motto: ich kann mich in der Öffentlichkeit durchaus unanständig behalten - aber bislang ich für, z.B., die Schwulenrechte bin, gelte ich trotz aller Skandäle schlicht und einfach als "liberal". Wer anständig ist (wie die Queen oder auch Prinz William), braucht so was nicht.
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#2 goddamn liberalAnonym
  • 10.06.2013, 16:32h
  • Antwort auf #1 von Aus Bad Homburg
  • "Wer anständig ist (wie die Queen oder auch Prinz William), braucht so was nicht."

    Du lebst in einer verkehrten Welt ohne wahre Werte.

    Anständige Kerle feiern anständig, genießen das Leben und ihren Körper und zeigen Anstand und Mut, wenn Schwächere von heuchelnden Anstandswauwaus angegriffen werden.

    Homo-Rechte werden meist von Männern unterstützt, die keine Probleme mit ihrer sexuellen Identität haben und sich nicht durch Hass ihrer selbst versichern müssen. So was nennt man Charakter.
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#3 ****Anonym
#4 ZeitfensterAnonym
#5 Aus Bad HomburgAnonym
#6 goddamn liberalAnonym
#7 FennekAnonym
#8 ZeitfensterAnonym
  • 10.06.2013, 17:41h
  • Antwort auf #5 von Aus Bad Homburg
  • Das ist Dummfug! Harry wird bei seiner Heirat von der Queen (oder wenn sein Vater dann König sein sollte) den Titel eines Dukes verliehen bekommen. Voraussichtlich den des Duke of Buckingham. Das ist bei den royalen Hochzeiten Tradition. Bei Edward hat man es damals nicht gemacht, weil die Stimmung im Land gegen die Royals so mies war - da musste man auf Bescheidenheit machen.
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#9 goddamn liberalAnonym
#10 puschelchenProfil
  • 10.06.2013, 19:41hirgendwo in nrw
  • Antwort auf #1 von Aus Bad Homburg
  • "Wer anständig ist (wie die Queen oder auch Prinz William), braucht so was nicht."

    Du musst es ja wissen, weil alle Deine Kommentare vor Anstand nur so triefen...

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    on topic: Harry ist eh mein liebster Royal, weil er einen großen Haufen auf irgendwelche Konventionen setzt (was mit Sicherheit auch mit dem Tod seiner Mom zu tut hat). Er weiß, wie man feiert, und hat dazu noch ein riesengroßes Herz (wie leidenschaftlich er die Projekte von Diana weiterführt, ist gigantisch). Die Aktion jetzt finde ich klasse, aber genau so habe ich ihn auch eingeschätzt.
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