Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?19416

"Abwertende Äußerungen" gegen sexuelle Minderheiten

Verfassungsschutz beklagt Homophobie bei "Pro Köln"


Bereits mehrfach gab es in Köln Proteste gegen die rechtsextremistische Gruppierung (Bild: neupau / flickr / by-nc-sa 2.0)

"Pro Köln" agitiert gegen sexuelle Minderheiten, stellen die Verfassungsschützer im neuesten Bericht fest – unterdessen bereitet der Cologne Pride "kreative Protestaktionen" gegen die Rechtsextremisten vor, die mit ihrer Anmeldung für die CSD-Parade für Aufregung gesorgt hatten.

Im am Montag von Landesinnenminister Ralf Jäger (SPD) vorgestellten NRW-Verfassungsschutzbericht werden auf 13 Seiten die extremistischen Tendenzen von "Pro Köln" und "Pro NRW" besprochen. Die Kleinpartei spiele nicht nur mit den "Überfremdungsängsten" der Bevölkerung, indem sie Muslime pauschal abwertet, sondern gehe auch energisch gegen andere Minderheiten vor, heißt es in dem Jahresbericht. Dabei wird auch ausdrücklich auf "abwertende Äußerungen" über "sexuelle Minderheiten" hingewiesen: "Homosexuelle werden subtil verächtlich gemacht und durch diffamierende Formulierungen herabgesetzt".

Bericht: "Pro Köln" schürt Aversionen und Vorurteile gegen Homosexuelle

Als Beispiel für die Homosexuellenfeindlichkeit der 1.000 Mitglieder zählenden Gruppe um den Vorsitzenden Markus Beisicht wird die Ablehnung von Fördermaßnahmen für Homosexuellen-Projekte genannt. Schwule und Lesben würden "durch eine entsprechende Wortwahl der Lächerlichkeit" preisgegeben. Dabei werden Zitate aus einem Artikel auf der Homepage von "Pro Köln" genannt, die geeignet seien, "Aversionen und Vorurteile zu schüren". So heißt es etwa: "[E]in besonderer Nutzen für das Fortbestehen des Gemeinwesens (Kindernachwuchs!) ist beim besten Willen nicht zu erkennen". In einem anderen Abschnitt wird Homosexuellen indirekt die Verführung von Minderjährigen vorgeworfen: "[Z]usätzliche 40.000 Euro müssen her, um nur ja viele Jugendliche auf den richtigen sexuellen Weg zu bringen".

Auch Verbindungen zum inzwischen abgeschalteten Hassportal "kreuz.net" sind im Bericht festgehalten. So habe eine "'pro Köln e.V.'/'pro NRW'-Aktivistin […] mehr als zehn Beiträge mit überwiegend homophoben Inhalten, davon alleine vier in 2012" veröffentlicht. Ein Artikel trage auch den Namen von Parteichef Beisicht.

"Pro Köln" sorgte in den letzten Wochen für Aufregung, weil sich die selbst ernannte "Bürgerbewegung" mit einem Wagen am CSD beteiligen wollte. Der Kölner Lesben- und Schwulentag (KLuST), der den Cologne Pride organisiert, untersagte jedoch vergangene Woche die Teilnahme (queer.de berichtete). Daraufhin kündigten die Rechtsextremisten eine Klage an (queer.de berichtete).

CSD-Organisatoren beraten Aktionen gegen "Pro Köln"

"Moralisch sind wir im Recht", erklärte der KLuST zum Ausschluss. Die Organisatoren laden daher für Mittwoch (12. Juni) zum "Szene-Kick-Off" ein, bei dem Ideen zu einem "organisierten Protest gegen die Teilnahme von Rechtspopulisten" gesammelt werden sollen. Das Treffen findet von 19 bis 21.30 Uhr in der Geschäftsstelle des Sozialdienstes katholischer Frauen (Mauritiussteinweg 77-79) statt. Auf der Website des Cologne Pride sollen Nutzer außerdem in Kürze über ein Meldeformular Ideen einbringen können.

Am Samstag (15. Juni) findet in Leverkusen eine Demonstration des Kölner Beamtenbundes gegen die "offene Provokation" der Extremisten statt (queer.de berichtete). Der KLuST hat sich bereits für die Solidarität der Gewerkschaft bedankt und ruft zur Teilnahme auf. (dk)



Petition gegen "Propaganda"-Gesetz in Moldawien

Der CSD Stuttgart hat gemeinsam mit der MCC-Kirche Stuttgart eine Petition gegen ein Verbot von Homo-"Propaganda" in Moldawien gestartet.
Hamburg: Weitere homo- und transphobe Übergriffe

In der Hansestadt erschüttern mehrere Gewalt-Attacken die Szene: Eine Transfrau und zwei heterosexuelle Männer, die offenbar für schwul gehalten wurden, sind Opfer brutaler Schläger geworden.
Merkel, Putin und Mugabe beim Hamburg Pride

Zwischenfall beim Hamburg Pride am Samstag: Bekannte Politiker aus dem In- und Ausland blockierten den Start der CSD-Parade in der Langen Reihe.
#1 Turkiso
  • 11.06.2013, 13:20h
  • "Abwertende Äußerungen" gegen sexuelle Minderheiten" -> Kennt man doch auch von zwei großen Parteien mit C im Namen oder? Da könnte der Verfassungschutz ebenfalls mal aktiv werden....
  • Antworten » | Direktlink »
#2 seb1983
  • 11.06.2013, 14:49h
  • Beamtenbund und Verfassungsschutz auf Seiten der Schwulen, tsts....
    Mich freut es, für andere wirds schwer das klassische Feindbild im Fokus zu behalten
  • Antworten » | Direktlink »
#3 LorenProfil
  • 11.06.2013, 16:21hGreifswald
  • Der NRW-Verfassungsschutz gibt dem KLuST noch schnell eine Handreichung für die politische und juristische Auseinandersetzung mit Pro Köln. Ich hoffe, die CSD-Macher wissen sie zu nutzen.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 JoonasAnonym
  • 11.06.2013, 16:26h
  • Das deckt sich mit meinen Erfahrungen.

    ProKöln lehnt nicht nur unsere Gleichstellung ab, sondern hetzt immer wieder gegen uns.

    Die hatten dann Kreide gefressen, um den CSD für ihre rassistischen und homophoben Ziele zu missbrauchen und machten einen auf Beschützer vor angeblich so bösen Migranten. Aber in Wirklichkeit sind sie nicht nur rassistisch, sondern auch homophob.

    Und bedrohen offen andere Teilnehmer, die sich kritisch geäußert haben.

    Das zeigt nur wieder mal, dass ProKöln nichts auf dem CSD zu suchen hat.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 David77Anonym
#6 FinnAnonym
  • 11.06.2013, 16:40h
  • Mich würde mal interessieren, wie die paar Befürworter der Faschisten-Teilnahme an CSDs (z.B. diesen Verleger von rik & anderen schwulen Medien) das sehen. Ob die sich immernoch wünschen, dass homohassende, rassistische Faschisten beim CSD mitmachen dürfen oder ob die das mittlerweile noch mal überdacht haben...
  • Antworten » | Direktlink »
#7 offlimitsProfil
  • 11.06.2013, 17:41hDüren
  • Auch wenn proKöln es sicherlich genauso wenig gut mit uns meint wie die Unionsparteien, so halte ich ihre Äußerungen bzgl. der Homophobie muslimischer Bürger aus eigenen Erfahrungen für ziemlich berechtigt. Ohne diese Bürger wäre Schwule Normalität in Deutschland doch längst kein Problem mehr... wie oft habe ich (und ich bin äußerlich das Gegenteil von verweiblicht) schon Probleme mit Türken etc. gehabt wenn ich offen mit meinem Partner draußen war... und ich rede nicht von verbalen Entgleisungen, sondern handgreiflichen. Dagegen sind proKölner und Unionsgestrige doch Zucker.
    Bitte aufwachen, linksgrün (und somit pro-muslimischeEinwandrung) und schwul zugleich schließen sich leider im Alltag aus.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 finkAnonym
  • 11.06.2013, 18:09h
  • Antwort auf #7 von offlimits
  • >"Ohne diese Bürger wäre Schwule Normalität in Deutschland doch längst kein Problem mehr..."

    hast du noch alle glocken im turm?

    homophobie auch muslimischer mitbürger_innen zu kritisieren ist richtig. aber gleichzeitig alle anderen von schuld freizusprechen (katholische kirche? evangelikale? cdu/csu? schon mal davon gehört?) und die GESAMTE schuld NUR den muslim_innen, und dann auch noch pauschal, zuzuschreiben, das ist vollkommen inakzeptabel.

    solche undifferenzierte hetze hat in diesem forum nichts verloren.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 offlimitsProfil
  • 11.06.2013, 18:36hDüren
  • Antwort auf #8 von fink
  • Wie gesagt, ich spreche ja niemanden frei, aber ein bisschen Gezeter in Talkshows tut mir nicht im Geringsten soviel weh wie hinterhergeschmissene Steine Richtung Kopf.

    Und wo ist das bitte undifferenziert? Ich verbreite hier keine Vorurteile sondern "Erfahrungsschätze" von mir und meinen Kollegen. In 14 offen schwulen Jahren habe ich mindestens 90% der homophoben Angriffe von Seiten der Türken u.ä. erlebt, Deutsche tuscheln höchstens ein bisschen und denken sich ihren Teil, aber das tut wie gesagt weniger weh. Und komm mir nicht mit dt. Rechtsradikalen... der Anteil ist vgl. mit Muslimen doch verschwindend gering.
  • Antworten » | Direktlink »
#10 alexander
  • 11.06.2013, 18:37h
  • Antwort auf #7 von offlimits
  • sind in düren alle rinder muslimisch???
    oder etwa die rehlein im walde, wenn du dich mit deinem freund "OFFEN DRAUSSEN" bewegt hast???
    ich kenne noch die zeiten, da musste man nur von kukaff zu kuhkaff die schule wechseln, um monatelang dresche von den "einheimischen" zu beziehen, nur weil man als eindringling und fremdkörper "wahrgenommen wurde"!!!
  • Antworten » | Direktlink »