Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?19423

Dominik Koll lebt und trainiert derzeit an der amerikanischen Ostküste (Bild: Wiki Commons / Manfred Werner / Tsui / CC-BY-SA-3.0)

Der 28-jährige Sportler aus Linz spricht erstmals öffentlich über seine Homosexualität – und warum er sich in New York freier fühlt als in seinem Heimatland.

Der EM-Bronzemedaillengewinner Dominik Koll hat sich in einem Interview mit den "Oberösterreichichen Nachrichten" als schwul geoutet. Er wolle seine Homosexualität öffentlich machen, weil es das Leben von jungen Schwulen vereinfachen würde: "Ich bin mir sicher: hätte ich schwule Vorbilder in Sport und Politik gehabt, wäre es leichter gewesen", so Koll unter der Überschrift "Ich bin ein Sportler – und ich bin schwul".

"Schwule sind ein Teil der Gesellschaft und sollten sich nicht ausgegrenzt fühlen, sei es durch Vorurteile oder Gesetze, die ihnen das Leben schwerer machen", so Koll weiter. Er beklagt Klischees, wonach Schwule immer feminin seien: "Für manche in unserer Gesellschaft gilt: Nur der, der Bier trinkt und der Fußball spielt, ist maskulin. Glauben Sie mir: Ich bin in beidem ziemlich gut."

Koll lebt seit 2012 in einer 25-Quadratmeter-Wohnung in New York City und studiert Wirtschaft an der Columbia-Universität. Seit einem Jahr hat er einen festen Freund. Der 28-Jährige erklärte, dass er als Schwuler in diesem Teil der USA leichter leben kann als in Österreich: "Es kann nicht sein, dass sich die Hälfte der Leute auf der Linzer Landstraße umdreht, wenn ein Homo-Pärchen händchenhaltend an ihnen vorbeigeht", erklärte der Schwimmer. Das sei in New York anders. Er wünscht sich, dass er als homosexueller Sportler wie alle anderen behandelt werden: "Ich hoffe, dass man mich als erfolgreichen Sportler sieht, der schwul und damit glücklich ist. Ich hoffe nicht, dass man mich als Schwulen sieht, der gerne Sport betreibt".

Mögliche EM-Teilnahme im kommenden Jahr

Derzeit beteiligt sich Koll in den USA an Wettkämpfen. Er schließt einen Start bei der Europameisterschaft 2014 und den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro nicht aus.

Der 28-Jährige nahm an mehreren internationalen Wettkämpfen statt, darunter auch den Olympischen Spielen 2004 in Athen. Damals belegte er über 200 Meter Freistil den achten Platz. Vier Jahre später konnte er in der selben Disziplin bei der Olympiade 2008 einen neuen österreichischen Rekord aufstellen. Seinen größten Erfolg feierte er 2008 bei den Europameisterschaften in Eindhoven, als er mit dem österreichischen Team die Bronzemedaille in 4 mal 200 Meter Freistil holte. (dk)



#1 Thorsten75Anonym
  • 12.06.2013, 14:56h
  • Warum muss sich der Schwimmer reflexartig genötigt fühlen, dass er doch auch ein ganzer Kerl ist, weil er Bier trinkt und so? Da findet schon wieder Diskriminierung und Ausgrenzung statt. Ich verstehe natürlich, was er meint, aber durch solche Aussagen verstärkt er nur noch mehr das Klischee, wie ein Mann angeblich zu sein hat.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 TorbyAnonym
  • 12.06.2013, 15:23h

  • Es gibt die einen und die anderen Schwulen, die einen sind männlich die anderen eher femininer. Das ist ja auch egal. Aber ich muss sagen das er recht hat. Ein maskuliner mann, egal ob hetero oder homo trinkt vier und schaut fussball.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 FoXXXynessEhemaliges Profil
#5 Sabelmann
#6 SebiAnonym
  • 12.06.2013, 19:43h
  • Je mehr Leute sich outen und das Versteckspiel beenden, desto besser.

    Denn dann sieht man, wie viele wir sind und wie vielfältig wir sind.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 AUSTRIAAnonym
#8 DOROTHYAnonym
#9 FOX-NewsAnonym
#10 Andy3178