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  • 13.06.2013           13      Teilen:   |

Relaxter rauchen

Schwule Pfeifen

Artikelbild
Die Renaissance der Pfeifen macht auch vor der schwulen Community nicht halt (Bild: Jack Shainsky / flickr / cc by 2.0)

Das Image des Rauchens hat ja in letzter Zeit gelitten. Während die Zigaretten immer mehr in den Hintergrund gedrängt werden, genießen viele Männer den langsamen Zug am Mundstück.

"Es ist einfach edel, eine Pfeife zu rauchen", freut sich Malte. Für den 35-jährigen PR-Berater aus Hamburg war Qualmen eigentlich immer etwas, was unausgeglichene Typen mit Mundgeruch machen. In der Schulzeit vertrieb er sich in Pausen die Zeit lieber an der Tischtennis-Platte als in der Raucherecke, auch während des Studiums hat er die Raucherkneipen eher gemieden. Jetzt hat er aber mit fünf schwulen Freunden seinen kleinen Pfeifenclub gegründet. "Wir treffen uns meist privat. Wir ziehen gediegene Klamotten an und zünden unsere Pfeifen an. Es gibt keine relaxtere Art, sich schön zu unterhalten."

Pfeifen haben allerdings bislang kaum ein cooles Image. Viele in der Ü30-Fraktion werden wohl damit nur den strengen Mathematik-Lehrer in Verbindung bringen, der vor der Schule immer hektisch an seinem Mundstück gezogen hat, bevor er die Kids zur Schnecke machte. Weil die Zigarette auch wegen der allgemeinen Verbote immer mehr aus der Mode kommt, findet die Pfeife ganz neue Fans: Immerhin kann der Raucher hier bei jeder Nachfüll-Aktion entscheiden, welchen Geschmack er denn gerne möchte: So erhält man eine bunte Auswahl an Pfeifentabak bei vielen Onlineversendern – von Cherry Vanilla über Amaretto bis "Rum and Maple". Traditionalisten schwören dagegen auf naturbelassenen Tabak.

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Rauchen als Genusssache

Pfeife rauchen in der heutigen Zeit? Haben die Mitglieder des Hamburger Clubs nicht Angst um ihre Gesundheit. Malte sieht das eher gelassen: "Pfeife rauchen ist ja eine Genusssache, die wir uns ein- bis zwei Mal die Woche gönnen. Es ist nicht so, als ob ich in jeder Pause panisch an der Kippe ziehe."

Die Pfeife begleitet den Menschen übrigens schon sehr lange. So wurde in der Amazonas-Mündung ein Exemplar gefunden, das auf das 15. vorchristliche Jahrhundert datiert wurde. Und natürlich hat die traditionelle Friedenspfeife nicht nur Winnetou und Old Shatterhand aus der Patsche geholfen, sondern führt auch noch heute dazu, dass es so gut wie keine Aggressionen auf Pfeifenpartys gibt – und das sogar, ohne dass man Marihuana über seinen Tabak träufelt.

Anfänger sollten sich am besten eine Pfeife aus Bruyere-Holz zulegen, die es bereits ab 15 Euro zu haben gibt. Im Fachhandel erhält man dazu das Zubehör, einen Filter und einen Stopfer. Wichtig ist am Anfang vor allem, dass einem die Pfeife gefällt, denn wer möchte schon an etwas Hässlichem nuckeln? Einfach mal anstecken und genießen – und schauen, was die Pfeife so mit einem anstellt… (cw)

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Tags: pfeife, rauchen
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Reaktionen zu "Schwule Pfeifen"


 13 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
14.06.2013
12:36:07


(-2, 8 Votes)

Von HarryB


Nennt mich Spaßbremse, aber ich finde JEGLICHE Art von Werbung für Tabakkonsum verwerflich. Und nichts anderes ist dieser Artikel!


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#2
14.06.2013
16:20:17


(-3, 5 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Pfeife rauchen ist immer noch am angenehmsten, schon allein wegen der diverseen Duftnoten des Pfeifentabaks. Besser als Zigarre und Zigaretten!


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#3
15.06.2013
18:19:37


(+2, 4 Votes)

Von Thommi


Für manche ist das ja ein regelrechter Fetisch. Siehe Titpig:

Link:
cigarboot.tumblr.com/post/27775423813/dickstracted
-titpig


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#4
15.06.2013
18:39:14


(+4, 6 Votes)

Von Harry1972
Aus Bad Oeynhausen (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 21.02.2013


"...ohne dass man Marihuana über seinen Tabak träufelt..."

Träufelt?
Liebe Redaktion, Marihuana ist keine Flüssigkeit und irgendwelche Knaben in der Midlife-Crisis, die sich erhaben fühlen möchten und fortan in ulkigen Anzügen dasitzen, miteinander parlieren, während sie ihre stylische Pfeife stopfen, wären sicher auch besser beraten, da ab und zu etwas Marihuana in den Tabak zu bröseln.


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#5
15.06.2013
19:28:06


(+2, 4 Votes)

Von genau


Wichtig ist am Anfang vor allem, dass einem die Pfeife gefällt, denn wer möchte schon an etwas Hässlichem nuckeln?

Bild-Link:
Youssef+Nabil%2BRashid+with+a+shisha+in+his+mouth%
2BParis+2004.jpg


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#6
16.06.2013
22:31:33


(+3, 3 Votes)

Von fink
Antwort zu Kommentar #3 von Thommi


zigarren scheinen als fetisch noch beliebter zu sein.
und für die amis sind ja inzwischen schon einfache zigaretten dermaßen tabuisiert, dass das für viele voll der "verruchte" kick geworden ist.
hab mal von einer burlesque-tänzerin gehört, dass sie sich manchmal auf der bühne einen wolf strippt ohne dass der funke überspringt, aber sobald sie sich eine fluppe ansteckt, dreht das publikum durch.


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#7
16.06.2013
22:35:19


(+7, 7 Votes)

Von Fiete_Jansen
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Warum hab ich bei der Überschrift an ein politisches Thema gedacht???


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#8
18.06.2013
22:37:39


(+2, 6 Votes)

Von So was
Antwort zu Kommentar #7 von Fiete_Jansen


Bei Pfeifen hast Du an die FDP gedacht?


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#9
19.06.2013
07:49:54


(+2, 4 Votes)

Von Fiete_Jansen
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #8 von So was


Nicht nur! Aber auch! ;-)


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#10
19.06.2013
09:52:44


(-5, 5 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness
Antwort zu Kommentar #8 von So was


Nein, er hat an Dich gedacht!


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