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  • 16.06.2013           18      Teilen:   |

Täter beobachteten Umarmung

Berlin: Frauen mit Fäusten geschlagen – homophober Hintergrund vermutet

Der jüngste Fall vermutlich homophober Gewalt in Berlin richtete sich gegen vermeintliche Lesben. Die vier Frauen wurden nach Polizeiangaben in der Nacht zum Samstag an der Charlottenbrücke überfallen, nachdem zwei von ihnen bei einer Umarmung beobachtet worden seien.

Die Opfer, 23 bis 34 Jahre alt, hatten ihren Angaben nach dort gefeiert, als gegen 0.30 Uhr ein unbekannter junger Mann an eine der Frauen herantrat und nach Feuer fragte. Als sie dem Wunsch nachkam, schlug er ihr unerwartet mit der Faust ins Gesicht. Die anderen drei Frauen eilten ihr zur Hilfe, worauf noch zwei weitere junge Männer auftauchten und auf die Frauen einschlugen. Einer ist dabei einem der Opfer in den Rücken gesprungen. Als sie merkten, dass eine die Polizei anrief, flüchteten die drei auf etwa 19 Jahre alt geschätzten Täter lachend in Richtung Lindenufer. Eine Absuche der Gegend blieb erfolglos.

Die Frauen wurden von der Feuerwehr ambulant versorgt, einen Transport in eine Klinik lehnten sie ab. Aufgrund der bisher bekannten Umstände wird wegen Verdachts der gefährlichen Körperverletzung aus homophoben Motiven ermittelt. (cw)

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Tags: homophobe gewalt, gewalt gegen lesben, polizeibericht
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Reaktionen zu "Berlin: Frauen mit Fäusten geschlagen – homophober Hintergrund vermutet"


 18 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
16.06.2013
11:44:04


(+3, 9 Votes)

Von ehemaligem User reiserobby


Verbale und körperliche Gewalt ist das Problem!

Anbei mal die komplette Meldung der Berliner Polizei:
"Ziel einer Prügelattacke waren vier Frauen in der vergangenen Nacht an der Charlottenbrücke. Die Opfer, 23 bis 34 Jahre alt, hatten ihren Angaben nach dort gefeiert, als gegen 0.30 Uhr ein unbekannter junger Mann an eine der Frauen herantrat und nach Feuer fragte. Als sie dem Wunsch nachkam, schlug er ihr unerwartet mit der Faust ins Gesicht. Die anderen drei Frauen eilten ihr zur Hilfe, worauf noch zwei weitere junge Männer auftauchten und auf die Frauen einschlugen. Einer ist dabei einem der Opfer in den Rücken gesprungen. Als sie merkten, dass eine die Polizei anrief, flüchteten die drei auf etwa 19 Jahre alt geschätzten Täter lachend in Richtung Lindenufer. Eine Absuche der Gegend blieb erfolglos.Die Frauen wurden von der Feuerwehr ambulant versorgt, einen Transport in eine Klinik lehnten sie ab. Aufgrund der bisher bekannten Umstände wird wegen Verdachts der gefährlichen Körperverletzung aus homophoben Motiven ermittelt."

Link:
www.berlin.de/polizei/presse-fahndung/archiv/38613
0/index.html

Der Tagesspiegel fügt derselben Meldung das Wörtchen "Südländer" hinzu:
"Einer ist dabei einem der Opfer in den Rücken gesprungen. Als sie merkten, dass eine die Polizei anrief, flüchteten die drei Heranwachsenden lachend in Richtung Lindenufer, sie wurden als Südländer beschrieben. Die Polizei wertet die Tat als homophob motivierte Körperverletzung, da vorher einer der Täter beobachtet haben soll, dass zwei der Frauen sich umarmt hatten."
Link:
www.tagesspiegel.de/berlin/polizei-justiz/verdacht
-auf-homophobie-jugendliche-attackierten-vier-feie
rnde-frauen/8356434.html

Einen Tag später vermeldet die Berliner Fremdenfeindliche Vorfälle:
"Pankow
Zu zwei fremdenfeindlichen Vorfällen kam es in der vergangenen Nacht in Prenzlauer Berg.# 1525Gegen 22.15 Uhr blockierte ein Taxifahrer den Wagen eines 39-Jährigen, der gerade in der Schivelbeiner Straße wendete. Der unbekannte Droschkenkutscher stieg dann aus und beleidigte den Mann fremdenfeindlich. Danach setzte er seine Fahrt in Richtung Behmstraße fort. Die Polizei ermittelt nun wegen Nötigung im Straßenverkehr und Beleidigung.# 1526Ein 30-Jähriger war gegen 23.15 Uhr in der Naugarder Straße unterwegs, als ihm ein Unbekannter plötzlich von hinten in den Rücken sprang. Anschließend schlug der Angreifer seinem Opfer die Brille aus dem Gesicht und ging ihn verbal mit fremdenfeindlichen Worten an. Danach entkam der Mann in unbekannte Richtung. Der Attackierte zog sich eine leichte Verletzung am Auge zu und wollte sich selbst in ärztliche Behandlung begeben. Der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes hat die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung übernommen."

Link:
www.berlin.de/polizei/presse-fahndung/archiv/38613
8/index.html

Samstag wurde auch mein schwuler spanisch sprechender Freund von einem "weißen, deutschen" Mann aggressiv verbal in einem Supermarkt in Neukölln angegangen... Der vermutlich heterosexuelle, so beschrieb mein Freund, wollte der blonden hübschen Kassiererin imponieren. Der "Täter" hielt Y. für einen heterosexuellen "Konkurrenten". Er baute sich vor ihm auf: "Was guckt du so doof, gibt's was?" den Rest konnte Y. nicht verstehen. Y., doch die Situation schien brenzlig.

Ob nun homophob oder fremdenfeindlich motiviert, Gewalt muss geächtet werden. Ob das jedoch angesichts staatlich und familiär vorgelebter Gewalt machbar ist, bleibt die Frage, und ist eine große Aufgabe in unserer Gesellschaft. Mit physischer oder verbaler Gewalt zu reagieren, wird nichts bringen. Vielleicht bin ich ein Hippie, aber ich vermute, dass selbst härtete Strafen oder gar der Ruf danach, ganze Bevölkerungsgruppen als gewaltbereit zu stigmatisieren, nichts bringt. Ich denke mal, der Wille nach Frieden ist die Lösung. Aber der muss auch gesamtgesellschaftlich gewollt sein. Knäste, Militär und staatliche Repressionen gegen arme Menschen und der parallel laufende Abbau von Antigewalt- und Akzeptanz-Projekten in Länder und Kommunen sind kontraproduktiv.


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#2
16.06.2013
16:56:11


(+2, 6 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Was gibt es doch in Berlin für asoziale Elemente!


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#3
17.06.2013
10:20:35


(-1, 11 Votes)

Von Klärchen


Leider ist es so: Je sichtbarer Schwule und Lesben werden, desto mehr Aggressionen ziehen sie auf sich. Und da die Heteros immer noch 95 % der Bevölkerung ausmachen, wird man dies auch mit noch so viel Aufklärung an Schulen oder bei moslemischen Jugendlichen nicht in den Begriff bekommen. Wenn es um Sexualität geht, werden tiefen Schichten im Menschen angesprochen, die man rational nicht steuern kann.
Es ist auch und gerade in Berlin eine Dummheit, sich nach Mitternacht in aller Öffentlichkeit zu umarmen oder zu küssen, besonders in Viertel mit einer hohen Ausländerquote.


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#4
17.06.2013
14:59:46


(+2, 10 Votes)

Von fink
Antwort zu Kommentar #3 von Klärchen


>"Je sichtbarer Schwule und Lesben werden, desto mehr Aggressionen ziehen sie auf sich."

weil es automatisch aggressiv macht, schwule und lesben zu sehen? man beachte, wer in diesem satz der aktive part ist - komischerweise sind es die opfer, die ja die gewalt "anziehen". und die täter müssen dann draufhauen, hilflos wie eine motte, die nun mal ins licht fliegt und gar nicht anders kann?

>"Und da die Heteros immer noch 95 % der Bevölkerung ausmachen..."

weil es gottgegeben ist, dass die mehrheit mit gewalt auf minderheiten reagiert? merkst du, was du da sagst?

>"Wenn es um Sexualität geht, werden tiefen Schichten im Menschen angesprochen, die man rational nicht steuern kann."

blabla. was soll das denn konkret heißen? auch wieder, dass homophobie eine natürliche eigenschaft der menschen ist? wie kommt es dann, dass so viele menschen gar kein bedürfnis verspüren, zuzuschlagen, sobald sie schwule oder lesben sehen? stimmt mit denen was nicht?

>"Es ist auch und gerade in Berlin eine Dummheit, sich nach Mitternacht in aller Öffentlichkeit zu umarmen oder zu küssen"

"dumm" sind also die opfer von gewalt, nicht etwa die täter?

>"besonders in Viertel mit einer hohen Ausländerquote."

die aber gar nicht 95% der bevölkerung ausmachen. irgendwas scheint mir an deiner argumentation nicht zu stimmen. aber was nur?

ach so: alles.


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#5
17.06.2013
16:39:52


(+1, 5 Votes)

Von ollinaie
Aus Seligenstadt (Hessen)
Mitglied seit 23.08.2012
Antwort zu Kommentar #3 von Klärchen


"Es ist auch und gerade in Berlin eine Dummheit, sich nach Mitternacht in aller Öffentlichkeit zu umarmen oder zu küssen, besonders in Viertel mit einer hohen Ausländerquote."

Ach so: "Warum läuft die auch im Minirock rum. Ist doch sebst dran schuld..."

Alles klar?!


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#6
17.06.2013
18:45:14


(-1, 9 Votes)

Von Klärchen
Antwort zu Kommentar #5 von ollinaie


Leider ist es aber so!
Eine Frau, die im Minirock nachts um 4 durch einen Park läuft, hat große Chancen, vergewaltig zu werden...
Und Schwule, die sich nachts um 4 in Neukölln auf offener Straße küssen, haben große Chancen, von "Jugendlichen" zusammen geschlagen zu werden...
So ist sie nunmal, unsere böse Welt.


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#7
17.06.2013
20:51:39


(+7, 7 Votes)

Von fink
Antwort zu Kommentar #6 von Klärchen


es ist unerträglich, wie du hier gewaltopfern die verantwortung zuweist und gewalt zu einer art naturgesetz erklärst.


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#8
18.06.2013
00:12:29
Via Handy


(+1, 5 Votes)

Von daVinci6667
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #6 von Klärchen


Und was schliesst du daraus?

Lange Röcke für Frauen und Schwule zurück in den Schrank? Das wird nicht passieren und das ist gut so!

Wäre es nicht besser aufzuklären, die Strafen für körperliche und sexuelle Gewalt zu erhöhen und die Polizeipräsenz zu erhöhen?


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#9
18.06.2013
02:07:13


(+5, 5 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #8 von daVinci6667


Wenn es darum geht bestimmte "Aussichten" zu "veringern", so bin ich durchaus dafür längere Röcke für Frauen und kürzere Short´s für Junx zu verlangen..
Die Short´s nehmen nämlich immer mehr "Burka-hafte" Formen an, vor allem an Badeseen..

Was die Einlassungen von "Klärchen" betrifft :
So viel schwachsinnige Täter-Opfer-Umkehr habe ich schon lange nicht mehr gelesen..

Als wenn ein Angriff davon beeinflußt wäre ob ein Minirock getragen wird, oder Mann Händchen hält, oder sich gerade abknutscht..

Ein Angriff ist von Vorurteilen des/der Täter abhängig, und davon in welcher Verfasung der/die Täter sich gerade befinden..

Es kann nur darum gehen diese Vorurteile und "Gründe" für Taten abzubauen und Sozialisationen zu verändern, und nicht darum längere Röcke zu tragen..


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#10
18.06.2013
14:22:25


(-6, 8 Votes)

Von DerUli


Klärchen hat völlig recht. Er wird nur von den meisten hier nicht verstanden. Ich könnte zwar versuchen, euch zu erklären, dass er gar keine Täter-Opfer-Umkehr begeht, oder wen er mit "Jugendliche" meint.

Ich denke aber, es wird mehr bringen, wenn ich auf dem Heimweg einem Ochsen ins Horn zwicke, kommt aufs selbe raus.


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