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Das persönlichste Album

Rockige Leidenschaft: Cäthe


Im Jahr 2012 erhielt Cäthe alias Catharina Sieland den deutschen Autorenpreis der GEMA in der Kategorie Rock (Bild: Oliver Reetz)

  • 17. Juni 2013, Noch kein Kommentar

Auf ihrem neuen Album "Verschollenes Tier" kommt sich die Hamburger Sängerin selbst sehr nah.

2011 veröffentlichte die Hamburger Sängerin Cäthe ihr Debütalbum "Ich muss gar nichts". Es steigt in die Charts ein und erobert die Sinne ihrer Zuhörer im Sturm. Das Fernsehen will sie auch: Inas Nacht, Morgenmagazine, die Harald Schmidt Show. Im Frühjahr 2012 folgt eine Pracht-Tour mit ihrer Band – achtundzwanzig Shows in zweiunddreißig Tagen. Und als Krönung der Autorenpreis der GEMA in der Kategorie 'Komposition Rock'. Die Jury hat Cäthe und ihre Musik verstanden und belohnt sie ausdrücklich dafür, dass sie ihren eigenen Weg geht.

Jetzt ist ihr neues Album "Verschollenes Tier" erschienen. Der außergewöhnliche Titel liegt Cäthe am Herzen: "Das Tier steht für die Verbindung mit dem Ursprünglichen, dem Instinktiven in mir. Im Alltag ist es oft verschüttet und versteckt sich. Aber wenn ich mich mit mir befasse, Musik mache oder auf der Bühne stehe, kommt es raus und kann atmen. Auf diesem Album komme ich dem verschollenen Tier, also mir selbst, sehr nah. Es fühlt sich an wie ankommen."

Ein sehr persönliches Album


Cäthe als junges Mädchen auf dem Cover: "Fahrrad fahren war eine große Sache für mich"

Von dieser Unmittelbarkeit zeugt auch das Artwork. Das Cover zeigt ein Foto von Cäthe als kleines Mädchen: "Fahrrad fahren war eine große Sache für mich. Ich weiß nicht mehr warum ich gestürzt bin, aber ich war total schockiert, dabei fotografiert zu werden. Auf keinen Fall sollte das jemand mitkriegen … Ich wollte immer ganz schnell ganz viel können und alles wissen. Am liebsten hätte ich die Kindheit übersprungen und wäre sofort erwachsen gewesen."

Auch die Bilder im Booklet stammen von ihr – eine Art gezeichnetes Tagebuch der letzten Jahre. Musikalisch sendet sie ihre Leidenschaft und ihre unvergleichliche Intensität auf mehreren Kanälen: in ihren Kompositionen und Texten, mit ihrer ungezügelten, markanten Stimme und via Intonation mit Leib und Seele minus Eitelkeit. Sie überlässt der Musik das Ruder, nimmt sich zurück und treibt mit der Strömung nach innen.

Mit "Verschollenes Tier" kommt Cäthe bei sich an – und steht damit wieder an einem neuen Anfang. (cw)

Youtube | Offizielles Video zu "Tabula Rasa"