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In der Evangelischen Kirchen Hessen und Nassau gab es in den vergangegen Jahr rund 120 Segnungen von homosexuellen Paaren

Auf ihrer Sondersynode in Darmstadt hat die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau die seit zehn Jahren mögliche Segnung schwul-lesbischer Paare annähernd mit der Trauung gleichgestellt.

In Trippelschritten zur Gleichstellung: In der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) wird künftig auch die Segnung von lesbischen und schwulen Paaren als kirchliche Amtshandlung beurkundet. Dies beschloss die Synode am Samstagabend in Darmstadt. In dem mit großer Mehrheit beschlossenen "Leitfaden für Arbeit in Gemeinden" heißt es unter anderem: "Heute wird davon ausgegangen, dass die gleichgeschlechtliche Orientierung zu den natürlichen Lebensbedingungen gehört. Homosexualität kann als Teil der Schöpfung gesehen werden."

Segnungen von Homosexuellen sind in der EKHN bereits seit 2003 möglich, doch nur rund 120 lesbische und schwule Paare haben diese Möglichkeit in den vergangenen Jahren in Anspruch genommen. Zum Vergleich: Allein im vergangenen Jahr gab es 3.900 Trauungen von heterosexuellen Paaren. Ob die nun beschlossene Aufwertung zu mehr Homo-Segnungen führt, muss allerdings abgewartet werden. Denn noch immer haben einzelne Pfarrer sowie die Kirchenvorstände das Recht, Segenshandlungen abzulehnen. Zudem will die EKHN erst in den kommenden Monaten weiter darüber diskutieren, ob die Segnung von Schwulen und Lesben auch als Trauung bezeichnet werden kann.

Vorreiterrolle innerhalb der Evangelischen Kirche

Trotzdem sahen sich die Synodalen in Darmstadt als Vorreiter innerhalb der Evangelischen Kirche: "Die EKHN ist sich bewusst, dass diese Sichtweise in manchen anderen Kirchen abgelehnt wird", heißt es etwa in dem Leitfaden. "Hier ist die bisherige Praxis der Segnungen von eingetragenen Partnerschaften konsequent in den Abschnitt über die Trauung integriert worden", begrüßte Kirchenpräsident Volker Jung den Beschluss. Der Entscheidung vorausgegangen war eine kontroverse Debatte. Während die Mehrheit davon sprach, dass die Zeit reif sei für eine Gleichstellung, fühlten sich theologisch konservative Synodale "unter Druck gesetzt". Sie malten die Gefahr von Kirchenaustritten an die Wand.

Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) hat derzeit 1,7 Millionen Mitglieder in 1.170 Gemeinden in Südhessen, Teilen von Rheinland-Pfalz und einigen Orten in Nordrhein-Westfalen. (cw)

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    Ergebnis der Umfrage vom 17.6.2013 bis 24.06.2013


#1 GerdBerlinAnonym
  • 17.06.2013, 12:24h
  • Wenn in 10 Jahren nur 120 gleichgeschlechtliche Paare von der Möglichkeit der Segnung Gebrauch gemacht haben, zeigt das, dass kein wirklicher Bedarf vorhanden ist. Es ist daher nachvollziehbar, dass die Landeskirche es wegen jährlich 12 Paare nicht auf den Bruch mit dem konservativen Flügel (Evangelikale) ankommen lassen will, denn auch die zahlen Kirchensteuer.
    Man kann davon ausgehen, dass 99,9 % der Schwulen und Lesben an einer Segnung ihrer Beziehung in einem Gottesdienst nicht interessiert sind, egal, ob man dies nun "Segung" oder "Trauung" nennt. Das Ganze hat also nichts mit "Diskriminierung" zu tun, sondern schlichtweg mit Desinteresse seitens der Schwulen und Lesben. Und die Kirchenfeinde hier bei queer.de arbeiten ja auch kräftig daran, dass immer weniger Schwule und Lesben einen Bezug zu Kirche und Glauben haben.
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#2 SubkulturenAnonym
  • 17.06.2013, 12:46h
  • "Homosexualität kann als Teil der Schöpfung gesehen werden."

    "kann"??? (Vorreiter innerhalb der Evangelischen Kirche!!!)

    "Während die Mehrheit davon sprach, dass die Zeit reif sei..."

    "reif"??? 2013!!!
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#3 stromboliProfil
  • 17.06.2013, 12:51hberlin
  • kicher.. ich krieg 'nen pflaumensturz.
    Da wird sich tinnitus sicher sehr drüber freuen und wir bereiten uns besser auf seine elogen vor...

    Btw. beim bummel über die motzstrasse am wochenende am cdu-stand vorbeigerutscht und fand einen bemerkenswerten flyer vor mit dem hoffungsfrohen text: "und sie dreht sich doch"..
    Was wohl der versuch von selbstironie sein sollte..
    Wobei ich den standmenschen fragte, ob dies bedeute das man weiter 500 jahre warten muss bis sich die cdu bei uns homos für ihr vorheriges verhalten bei uns entschuldigt..
    Gefiel dem herrn nicht und ich musste ihn erst auf den zusammenhang von galilei und rkk-"entschuldigung hinweisen..
    kulturbanausen!
    Meine folgende bemerkung , dass sie sich schämen sollten hier überhaupt sich zu zeigen angesichts ihres verhaltens , verstand der gute dann offensichtlich doch; er wurde rot und drehte mir den rücken zu!

    Ich habs als erfolg verbucht!

    Ja die kirche.. und die evangelischen insbesondere.. hörten wir doch hier so viel gutes von ihnen dank tinnitus, unserer forums-orgelpfeife . Endlos lobend, wird man nun von den weltbewegenden nachrichten aus dem protestantischen hause überrollt.. lobert den herrn!
    Und wir werden ANNÄHERND GLEICHGESTELLT"
    Hosianna!

    Na ja, vieleicht mehr hossa nach rex gildo als ein hosianna nach jesus dildo
    Wir dürfen uns dank der gnade der ekd nun als "teil der schöpfung" betrachten, was spannend ist, weil was wäre wenn nicht.., gäbe es uns gar nicht.., hat es uns vorher nicht gegeben? Wie also in einem satz der religiöse unsinn besser zu tage kommen kann als hier...
    Mein gott, was für schwätzer vor dem herrn!
    Warum hören wir uns nur solchen geschwurbelten scheiß an?
    Schiebt euch doch eure "geschenke" zwischen eure faltigen arschbacken!
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#4 andreas rauAnonym
  • 17.06.2013, 12:53h
  • na und?
    Für die rechtliche Gleichstellung hat dieser Religionsverein keinerlei Bewandnis.
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#5 m123Anonym
  • 17.06.2013, 12:54h
  • Jeder soll glauben können was er will.

    Aber wenn Homosexuelle jahrhundertelang von der Kirche wie Dreck behandelt wurden und die Kirche immer noch sagt, dass Homosexualität eine Sünde ist, dann finde ich es schon etwas merkwürdig wenn Homosexuelle Kirchenmitglieder sind und sich ihre Partnerschaft sogar von der Kirche segnen lassen wollen.

    Man kann ja auch glauben ohne Kirchenmitglied zu sein.

    Man kann für wohltätige Zwecke auch gezielt spenden anstatt das Luxusleben der Geistlichen mit der Kirchensteuer zu finanzieren.

    Das Einzige, was ich verstehen könnte, ist, dass wenn man ne Ausbildung gemacht hat, und nur bei einem Arbeitgeber mit kirchlichem Träger nen Job gefunden hat, dass man dann wegen dem Job Kirchenmitglied bleibt. Aber letztlich ist das ein Problem der Trennung von Staat und Kirche und die Politik sollte es ermöglichen, dass die Kirche ihren Mitarbeitern nicht zur Arbeitsbedingung macht Kirchenmitglied zu sein und nach der Kirchenmoral zu leben. Das Arbeitsrecht muss für alle Arbeitgeber gleich sein.

    Und für mich persönlich habe ich festgestellt, dass Religion doch nur zu Hass auf der Welt führt. Schaut euch mal auf der Welt um warum die Menschen Krieg führen, sich umbringen und aufeinander losgehen, nur weil sie an was unterschiedliches glauben. Das ist doch nicht normal. Da sieht man wie gefährlich Religion sein kann. Mir persönlich bringt es auch nichts an was Höheres zu glauben, von dem ich eh nicht weiß ob es existiert. Klar, ist schon irgendwie merkwürdig nicht zu wissen warum wir existieren und was der Sinn des Lebens ist, aber das hat noch kein Mensch allgemeingültig herausgefunden und somit macht es nicht viel Sinn seine Lebenszeit damit zu vergeuden sich mit Sinnfragen zu beschäftigen. Einfach leben, gut zu anderen Menschen sein und sich nicht gegenseitig den Schädel einschlagen, das Leben genießen. Es könnte so einfach sein...
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#6 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 17.06.2013, 12:57h
  • In der Katholischen Kirche undenkbar! Trotzdem sollte es Pfarrer und Kirchenvorständen gar nicht erlaubt sein, Homosegnungen abzulehnen!
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#7 finkAnonym
  • 17.06.2013, 13:01h
  • Antwort auf #2 von Subkulturen
  • >"Gegenwärtig ist in der EKHN und in anderen evangelischen Kirchen kein Konsens darüber herzustellen, dass die Segnung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften biblisch und theologisch begründbar ist. Im Geist der Geschwisterlichkeit soll darum auf jene Rücksicht genommen werden, denen die Zustimmung zu einer solchen Handlung aufgrund ihrer Glaubensüberzeugung nicht möglich ist."

    na, wenn das kein echter durchbruch ist!

    stellen wir uns mal vor, das würde in der restlichen gesellschaft schule machen:

    "1. alle menschen sind gleich, es sei denn, es hat irgendwer was dagegen.
    2. diskriminierungen sind verboten, außer wenn jemand so richtig bock drauf hat."

    wie, das klingt gar nicht so super? isses auch nicht...
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#8 finkAnonym
#9 DealernAnonym
  • 17.06.2013, 13:02h
  • Antwort auf #2 von Subkulturen
  • Soviel zum Thema Wissen und Wissenschaft, Säulen der Aufklärung:

    "Es ist daher nachvollziehbar, dass die Landeskirche es wegen jährlich 12 Paare nicht auf den Bruch mit dem konservativen Flügel (Evangelikale) ankommen lassen will, denn auch die zahlen Kirchensteuer."

    Was sie in den letzten einhundert Jahren noch so alles verkauften, ist leidlich und tödlich bekannt (s. Reichsbischof Müller, Rudolf Brazda, Pierre Seel)

    Sobald das Geld im Kasten klingt, das Wissen in den Gosse springt!
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#10 dermarcusProfil