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US-Präsident Barack Obama hat erstmals seit seinem Amtsantritt 2009 Berlin besucht

Hinter einer kugelsicheren Glasscheibe spricht sich der US-Präsident bei seiner Rede in Berlin für mehr Freiheit aus – ausdrücklich auch für die Freiheit von Homosexuellen.

Bei seiner rund 30-minütigen Rede vor dem Brandenburger Tor hat US-Präsident Barack Obama am Mittwochnachmittag vor 4.000 geladenen Gästen auch die Freiheit und den Diskriminierungsschutz von Schwulen und Lesben verteidigt. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (von Obama als "Mayor Woweritt" bezeichnet) lauschten den blumigen Worten des Staats- und Regierungschefs der Vereinigten Staaten.

Die USA und Deutschland sollten wegen ihrer gemeinsamen Werte Vorbildcharakter übernehmen, indem sie gemeinsam Intoleranz bekämpfen: "Frieden und Gerechtigkeit beginnt mit dem, was wir in unserem eigenen Land tun", so Obama. "Wir wissen aus unserer beider Länder Geschichte, dass Intoleranz zu Ungerechtigkeit führt. Egal, ob diese auf Rasse, Religion, Geschlecht oder sexueller Orientierung basiert, wir sind stärker, wenn alle Menschen – egal wer sie sind oder wie sie aussehen – alle Möglichkeiten erhalten können".

Obama: Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben nützt allen

Später erklärte Obama, dass der Kampf für die Rechte von sexuellen Minderheiten allen Menschen nützt: "Wenn wir uns für unsere schwulen und lesbischen Brüder und Schwestern einsetzen und ihre Liebe vor dem Gesetz gleich behandeln, dann verteidigen wir unsere eigene Freiheit. Wir sind freier, wenn alle Menschen auf ihre Weise glücklich sein können." Im gleichen Absatz rief er auch zu religiöser Toleranz auf und forderte dazu auf, Einwanderer willkommen zu heißen.

Der Kern der Rede war die Ankündigung Obamas, das US-Atomarsenal um bis zu ein Drittel zu reduzieren. Darüber wolle er in Kürze mit Russland sprechen. Außerdem forderte der Präsident gemeinsame Initiativen gegen den Klimawandel und sprach sich für eine "Aids-freie Generation" aus. Er plane weiter die Schließung des Internierungslagers in Guantanamo und eine bessere Kontrolle von Drohnen – zwei Punkte, für die er insbesondere aus dem eigenen Lager kritisiert wurde, weil sich seine Politik zu sehr am verhassten Vorgänger George W. Bush orientiere. Während seines Besuches verteidigte Obama auch das Abhörprogramm des US-Geheimdienstes NSA, durch das "Leben gerettet wurde". Bis zu 50 Anschläge seien dadurch verhindert worden.

Die Rede vor dem Brandenburger Tor war der Höhepunkt der 25-Stunden-Visite des US-Präsidenten. Am Abend wird er noch mit Kanzlerin Angela Merkel und geladenen Gästen im Schloss Charlottenburg speisen. Um 21.30 Uhr soll ihn dann die Air Force One wieder in die amerikanische Hauptstadt zurückbringen.

Am Samstag findet vor dem Brandenburger Tor der Berliner CSD statt. Die US-Botschaft weist auf ihrer Webseite auf diesen Termin hin und wird sich an der Veranstaltung beteiligen. (dk)



#1 Martin28a
  • 19.06.2013, 18:08h

  • Hab den Betrag auch gesehen
    Da Kult die Merkel wieder blöd :)

    Die UNO setzt ihr auch zu UNHCHR: Bericht A/HRC/19/41, Seite 22
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#2 Foxie
#3 Aus Bad HomburgAnonym
  • 19.06.2013, 18:30h
  • Ich war sehr positiv überrascht, daß er das so klar gesagt hat, ohne Angst das Wort "schwul" in die Lippen zu nehmen - in der besten amerikanischen Tradition von "equality". Dann gab es also heute im symbolträchtigsten Ort der deutschen Geschichte doch zumindest einen schwulenfreundlichen Politiker, der das sagt was von ihm auch erwartet wird. Wowereit hatte dagegen nur Mut das Wort "Lebensweise" kurz zu erwähnen.
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#4 goddamn liberalAnonym
#5 lucdfProfil
#6 mx5972Profil
  • 19.06.2013, 19:06hKerpen
  • Können Wir nicht einfach tauschen???
    Wir behalten Obama, und schicken unsere Merkel nach Amerika!!!! OK die werden uns hassen.... lol
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#7 Big BrotherAnonym
  • 19.06.2013, 19:25h
  • Ich fürchte, es soll vor allem bei der Überwachung niemand benachteiligt werden - da werden alle als gleich verdächtig und gefährlich eingestuft.
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#8 Timm JohannesAnonym
  • 19.06.2013, 20:07h
  • Gut das Obama die beiden letzten Wahlen in den USA gewonnen hat.

    Eine gute Rede, die mir gefallen hat.
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#9 GerdBerlinAnonym
#10 finkAnonym
  • 19.06.2013, 20:35h
  • >"Wenn wir uns für unsere schwulen und lesbischen Brüder und Schwestern einsetzen und ihre Liebe vor dem Gesetz gleich behandeln, dann verteidigen wir unsere eigene Freiheit. Wir sind freier, wenn alle Menschen auf ihre Weise glücklich sein können."

    das ist nicht nur schön gesagt, sondern auch schön gedacht.

    seufz. wie lange wird es dauern, bis wir solche sätze einmal von einem_r deutschen kanzler_in hören werden?
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