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  • 20.06.2013           6      Teilen:   |

Kentucky

Schwulen entführt: Lange Haftstrafen für Homo-Hasser

Artikelbild
Anthony J. und David J. werden viele Jahre in einem amerikanischen Bundesgefängnis verbringen (Bild: U.S. Marshalls Service)

Bis zu 30 Jahre Haft erhielten vier Angeklagte in Kentucky, weil sie offenbar aus Homophobie einen Schwulen entführt hatten, um ihn in einem Waldgebiet zu töten – der Mann konnte aber entkommen.

Zwei Männer und zwei Frauen, die alle miteinander verwandt sind, wurden am Mittwoch von einem Bundesrichter in London (Bundesstaat Kentucky) zu langen Haftstrafen verurteilt, weil sie einen damals 28 Jahre alten schwulen Mann entführt und misshandelt hatten. Laut Staatsanwaltschaft haben die Täter ihr Opfer in ein Waldgebiet gefahren und es dort verprügelt und homophob beschimpft. Sie wollten daraufhin einen Reifenmontierhebel benutzen, um den Mann zu töten, dieser konnte aber währenddessen entkommen und die Polizei alarmieren.

Der 39-jährige Haupttäter David J. wurde zu 30 Jahren Haft verurteilt, sein 22-jähriger Vetter Anthony J. erhielt 17 Jahre. Anthonys Ex-Frau, die 20-jährige Alexis J., sowie seine Schwester Mable J. erhielten Haftstrafen von acht Jahren und vier Monaten beziehungsweise acht Jahren.

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Nur Frauen wegen Hassverbrechens verurteilt

Die beiden Frauen hatten ein Geständnis abgelegt und gegen die Männer ausgesagt. Deshalb wurde ihr Strafmaß reduziert. Sie wurden auch wegen eines Hassverbrechens verurteilt – die erste Verurteilung in den Vereinigten Staaten nach dem 2009 von Präsident Obama unterschrieben Matthew-Shepard-Bundesgesetz (queer.de berichtete).

Die Männer waren allerdings von den Geschworenen im Oktober letzten Jahres nur wegen Verschwörung und Entführung für schuldig befunden worden, nicht aber wegen eines Hassverbrechens. Ansonsten hätte ihnen eine lebenslange Haftstrafe gedroht.

Die Verteidigung hatte argumentiert, dass sie ihr Opfer nicht wegen der sexuellen Orientierung attackiert hätten, sondern aus Ärger über einen geplatzten Drogendeal. Außerdem seien sie sehr alkoholisiert gewesen und hätten unter Drogen gestanden.

Der Angegriffene zeigte sich am Ende mit dem Urteil zufrieden, wie die Staatsanwaltschaft bekannt gab: "Er ist sehr glücklich, dass der Prozess vorbei ist und er hält das Urteil für gerecht". (dk)

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Tags: gewalt, mordversuch, kentucky
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Reaktionen zu "Schwulen entführt: Lange Haftstrafen für Homo-Hasser"


 6 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
20.06.2013
16:13:24


(+3, 5 Votes)

Von Sabelmann
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Die Strafe ist noch nicht streng genug,aber wenn ich an die "Urteile", oder das was sich so schimpft,in Europa denke ist das ja schon ordentlich!


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#2
20.06.2013
16:29:27


(+7, 7 Votes)

Von Marek


Vier gegen einen...

Das zeigt wieder mal, wie feige diese Homohasser sind.

Dass die Männer nicht wegen eines Hassverbrechens verurteilt wurden, zeigt wieder mal, wie leicht Anwälte das so drehen können, dass es passt.

Ich hoffe nur, dass sie ihre jeweiligen Haftstrafen komplett absitzen müssen und nicht vorschnell raus kommen.

Außerdem:
wenn das Ziel war, das Opfer zu ermorden und die sich nicht selbst besonnen haben, sondern das nur vereitelt wurde, weil der Mann fliehen konnte, sollten die härter bestraft werden... Hätte das Opfer nicht fliehen können, wäre es wohl zum Mord gekommen.


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#3
20.06.2013
16:32:48


(+5, 5 Votes)

Von Sebi


Wieso gibt es in den USA überhaupt Gesetze gegen Hassverbrechen, wenn sie eh nicht angewendet werden?

Die haben ihr schwules Opfer entführt und misshandelt. Die homophoben Sprüche während der Tat und die Aussagen belegen Homophobie als Grund. Und wenn ihrem Opfer die Flucht nicht gelungen wäre, hätten sie ihn auch noch ermordet.

Wenn nicht in dem Fall, wo soll man denn sonst ein Gesetz gegen Hassverbrechen anwenden? Muss erst wieder jemand sterben?


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#4
20.06.2013
17:36:23


(+4, 4 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Gut, daß dieses Homohasserpack verknackt wurde!


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#5
21.06.2013
08:26:17


(+4, 4 Votes)

Von GeorgB


Warum werden eigentlich bei den meisten Opfern die Gesichter gezeigt, während die Täter auf Fotos durch schwarze Balken vor den Augen geschützt werden? Ich versteh das ja, wenn der Prozess noch läuft wegen der Unschuldsvermutung. Aber verurteilte Täter haben doch nicht mehr Schutz als ihre Opfer nötig. Hat jemand eine Erklärung?


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#6
22.06.2013
12:24:37


(+2, 2 Votes)

Von Hugo


Die ganze Gewalt entsteht durch die ewiggestrigen.
Die wollen die Welt missionieren und zeigen wie man zu leben hat.
Ich frag mich, wie würde die Welt ohne diese dummen engstirnigen und ewiggestrigen aussehen?


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