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Lisa Murkowski wollte 2004 in den dunkelsten Bush-Jahren noch das Ehe-Verbot für Schwule und Lesben in der US-Verfassung verankern.

Aus Sarah Palins Heimat kommen manchmal vernünftige Dinge: Die republikanische US-Senatorin Lisa Murkowski aus Alaska hat als drittes Mitglied der republikanischen Fraktion im Senat die Ehe-Öffnung unterstützt. Die Politikerin, die seit 2002 ihren Bundesstaat in der Länderkammer in Washington D.C. vertritt, erklärt ihren Meinungswandel auf ihrer Homepage. Wie ihr Parteifreund Rob Portman, der wegen seines schwulen Sohnes zum Unterstützer wurde oder Mark Krik, dem nach einem Schlaganfall die Erleuchtung kam, haben auch sie persönliche Erfahrungen zum Umdenken gebracht. Sie erzählt, sie habe eine Regenbogenfamilie kennengelernt und festgestellt, dass sich diese Eltern genauso liebevoll um ihr Kind kümmerten, aber nicht die gleichen Rechte haben. "Diese Familie erster Klasse lebt immer noch zweiter Klasse", stellt Murkowski fest.

Außerdem, so die Republikanerin, könnten Schwule und Lesben das zerfallende Land wieder zusammenbringen, indem sie den untreuen Heten richtig zeigen, wie man richtig verheiratet ist:

Die Ehe als exklusive, emotionale Verbindung "bis dass der Tod uns scheidet" wird mehr und mehr zur Ausnahme. Es gibt mehr unverheiratete Paare und eine hohe Scheidungsrate. Warum soll dann die Bundesregierung Erwachsenen, die sich lieben, erzählen, dass sie nicht heiraten dürfen, einfach nur weil sie eben schwul oder lesbisch sind? Ich glaube, wenn es so viele Kräfte gibt, die unsere Gesellschaft auseinanderreißen, brauchen wir mehr Engagement für die Ehe, nicht weniger.

Wie fast alle Republikaner nutzt sie als Totschlagargument Ronald Reagan, der für viele in der Partei schon ein Heiliger ist. Reagan, erklärt die 56-Jährige, hasste ja bekanntlich den Staat und würde deshalb, wenn er noch lebte, gegen das staatliche Verbot von Homo-Ehen eintreten. Dieses Argument hat zwar nichts mit dem historischen Reagan zu tun, der Aids als Strafe für sündige Schwule ansah und deshalb die HIV-Epidemie während seiner Amtszeit einfach ignorierte, aber immerhin kommt Senatorin Murkowski am Ende zur richtigen Schlussfolgerung. (dk)



#1 FOX-NewsAnonym
  • 20.06.2013, 18:16h

  • Recht hat die Gute.

    Dumm nur, dass Obama Homorechte in D anmahnt, in seinem Land aber noch nichts umgesetzt ist.
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#2 TheDad
  • 20.06.2013, 19:02h
  • Antwort auf #1 von FOX-News
  • In Mathematik würde "die Gute" eine Sechs bekommen, denn eine Eins als sehr gut bekommt Mann nicht für das richtige Ergebnis, sondern nur für den richtigen Rechenweg in dessen Folge das richtige Ergebnis schon fast automatisch erscheint..

    Wie nett das sie ihre Meinung geändert hat..

    Allein ihre irre Vorstellung das LGBT´s den Heten nun "vorbeten" sollen wie Mann "richtig" verheiratet ist, riecht schon nach christlich verschrobener Unterwanderung ihrer Pläne..

    Gleichstellung wird gewährt weil die Menschen gleich sind, und nicht weil einer etwas besser könnte..
    Und schon gar nicht weil die anderen in einer Sache als Versager dargestellt werden..

    Was Obama angeht :
    Der Mann bewegt "im eigenem Land" ebenso durch Worte wie hier, denn im Gegensatz zu uns hat der Präsident als Regierungschef wenig Einfluß auf die unterschiedliche Gesetzgebung in den einzelnen Bundesstaaten..

    Insofern ist Obama in den USA nicht wie die Bundesmutti hier verantwortlich für langsamen Fortschritt, da er nicht mit ihr, sondern mit einem EU-Präsidenten vergleichbar ist, das solltest selbst Du wissen..
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#3 m123Anonym
  • 20.06.2013, 19:08h
  • Antwort auf #1 von FOX-News
  • Obama hätte die Ehe schon längst geöffnet, wenn er in beiden Kammern des US-Parlaments Mehrheiten dafür finden würde. Bisher gibt es dafür aber nur eine Mehrheit im Senat, nicht aber im Repräsentantenhaus. Im Repräsentantenhaus haben die Republikaner die Mehrheit.

    Obama kann also nichts dafür, aber er kann sich für die Eheöffnung aussprechen, was er auch bei jeder Gelegenheit tut, zuletzt gestern in der Rede in Berlin.

    Da es in den USA über das Parlament auf absehbare Zeit nicht klappen wird, hoffen viele jetzt auf den Supreme Court. Ob der Supreme Court aber tatsächlich in den ganzen USA die Ehe öffnen wird, oder nur mit Einschränkungen in einem oder wenigen Bundesstaaten, das steht noch in den Sternen. Jederzeit könnte das Urteil des Supreme Court in den USA veröffentlicht werden. Bis Ende Juni 2013 will der Supreme Court sein Urteil veröffentlicht haben. Mit jedem Tag steigt also die Wahrscheinlichkeit, dass uns das Urteil bekanntgegeben wird, wobei heute und nächsten Montag die größte Wahrscheinlichkeit dafür besteht. Da heute noch nichts dazu veröffentlicht wurde, tippe ich stark darauf, dass wir nächsten Montag, d. h. am 24. Juni 2013, wissen werden wie sich der Supreme Court entschieden hat. Ich hoffe auf die Eheöffnung in den gesamten USA, aus mehreren Gründen. Zum Einen wäre alles Andere eine Fortsetzung der Diskriminierung von Schwulen und Lesben in den USA. Zum Anderen würde eine Eheöffnung in den ganzen USA der bisher größte Paukenschlag in Sachen Gleichberechtigung von Schwulen und Lesben in der Menschheitsgeschichte sein und große Auswirkungen auf die rechtliche Lage für Schwule und Lesben in anderen Ländern der Welt haben. Auch Deutschland würde stark unter Druck geraten die Ehe endlich zu öffnen, wenn die USA es tun. Immerhin wären die USA dann sowohl die mächtigste als auch bevölkerungsreichste Nation der Erde, in der bisher die Ehe geöffnet wäre. Das würde durch alle Medien der Welt gehen.

    Ich persönlich finde, dass der Supreme Court eigentlich keine andere Wahl hat, wenn er tatsächlich gerecht urteilen will, als die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare zu öffnen, weil der Supreme Court 1967 auch die Ehe für interrassische Paare geöffnet hat und die Parallelen sehr offensichtlich sind. Der US Supreme Court wurde sich historisch blamieren, wenn er die jetzt nicht öffnen würde. Aber man darf halt nicht unterschätzen, dass im Supreme Court fünf konservative bzw. eher konservative Richter sitzen, und nur vier liberale Richter. Übrigens sind unter den vier liberalen Richtern drei Frauen, was auch eine deutliche Aussage ist. Das Zünglein an der Waage wird das Urteil des Richters Kennedy sein, der zwar als eher konservativ gilt, aber sich manchmal eher dem liberalen Flügel des Gerichts anschließt.

    Ich würde mein Geld darauf setzen, dass der Supreme Court die Ehe in den ganzen USA öffnen wird. Letzten Endes werden sich die Richter nämlich fragen müssen wieso die Ehe nicht geöffnet werden sollte, und da gibt es keine sachlichen Gründe, die dagegen sprechen.
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#4 MarekAnonym
  • 20.06.2013, 19:19h
  • Genau wie hier bei der Union:
    was sind schon einzelne Stimme, wenn die restlichen 99% einer Partei homophob sind.
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#5 GurkenhobelAnonym
  • 20.06.2013, 19:33h
  • Antwort auf #1 von FOX-News
  • Was soll er denn machen?
    Ehe-Öffnung? Geht nicht, ist Sache der Bundesstaaten. Müsste folglich also erst die Verfassung geändert werden, dazu sind 2/3-Mehrheit jeweils im Senat und Kongress sowie Zustimmung von 3/4 der Einzelstaaten notwendig. Angesichts der Verhältnisse dort absolut utopisch.

    DOMA abschaffen? Braucht er die Zustimmung des Kongresses für und im Repräsentantenhaus haben die Republikaner die Mehrheit, folglich scheidet das auch aus.

    Da "Dont ask, dont tell" (zum Glück) der Vergangenheit angehört, kann er selber nichts machen außer in Reden Position beziehen. Und das hat er, als erster amtierender US-Präsident überhaupt.
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#6 anomeAnonym
  • 20.06.2013, 20:31h
  • Obama kann nichts umsetzen, da die Republikaner die Mehrheit im Repräsentantenhaus inne haben. Umso erfreulicher, wenn bei den Reps der Widerstand auch langsam bröckelt.
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#7 Martin28a
#8 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 20.06.2013, 22:50h
  • Wäre schön, wenn noch mehr Republikaner so wie Frau Murkowski denken würden, statt ständig ihre abgenutzten Argumente gegen die Homoehe von Zeit zu Zeit gebetsmühlenartig zu palavern!
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#9 stromboliProfil
  • 21.06.2013, 11:05hberlin
  • ich habs kommen sehn..
    und jetzt verbünden wir uns noch mit unseren ärgsten feinden um deren ideologienen zu "retten"...
    Sind Wir noch zu retten?
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#10 Peter SingerAnonym
  • 25.06.2013, 08:08h
  • Seit wann hat schwul/lesbisch sein etwas mit einer bestimmten Ideologie zu tun? Akzeptanz ist erst möglich, wenn die Leute begreifen, dass dies eben nicht so ist! Je mehr Republikaner die Ehe unterstützen, desto besser. Nur so können verhärtete Denkmuster eingerissen werden. Ein Republikaner ist hier so viel wert wie 10 Demokraten.
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