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  • 26.06.2013           4      Teilen:   |

Ausnahmen für Kirchen

Australien beschließt Antidiskriminierungsgesetz

Das Parlamentsgebäude in Canberra - Quelle: Jonathan Lin / flickr / cc by-sa 2.0
Das Parlamentsgebäude in Canberra (Bild: Jonathan Lin / flickr / cc by-sa 2.0)

Das australische Parlament hat ein Gleichbehandlungsgesetz beschlossen, das Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung, Geschlechtsidentität und Intersexualität verbietet – es gibt aber Ausnahmen für Kirchen.

Mit großer Mehrheit stimmten die Parlamentarier am Dienstag für die"Sex Discrimination Amendment (Sexual Orientation, Gender Identity and Intersex Status) Bill". Bislang gibt es Gesetze gegen Diskriminierung von LGBT nur auf der Ebene der Bundesstaaten, die unterschiedlich weitgehende Regelungen erlassen haben. Der Bund hatte nur Diskriminierung aufgrund des Geschlechtes, der Rasse und wegen Behinderungen verboten.

Im Fall von sexuellen Minderheiten gesteht das Gesetz – wie auch in Deutschland – religiösen Gruppierungen Ausnahmeregelungen zu. Sie dürfen teilweise weiterhin Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität diskriminieren, nicht aber wegen Intersexualität. Die regierenden Sozialdemokraten haben zudem als Ausnahmeregelung durchgesetzt, dass Altersheime in kirchlicher Trägerschaft sexuelle Minderheiten nicht diskriminieren dürfen.

Ein Sprecher der Sozialdemokraten erklärte, das Gesetz sei ausgewogen: "Das Recht der Menschen auf faire Behandlung ist sehr wichtig, aber dieses Recht muss seinen Platz neben anderen wichtigen Werten einnehmen. Einer dieser Werte ist die Religionsfreiheit", so Senator George Brandis.

In Deutschland führte die Ausnahmeregel der Kirchen dazu, dass in Kindergärten oder anderen kirchlichen Einrichtungen schwule und lesbische Angestellte willkürlich wegen ihrer sexuellen Orientierung entlassen werden können. So feuerte ein katholischer Kindergarten in Neu-Ulm vergangenes Jahr eine Erzieherin, nachdem sich der örtliche Pfarrer über ihre "unnatürliche" Lebensweise beschwert hatte (queer.de berichtete). (dk)

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Tags: australien, antidiskriminierungsgesetz
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Reaktionen zu "Australien beschließt Antidiskriminierungsgesetz"


 4 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
26.06.2013
18:08:19


(+1, 1 Vote)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Gute Neuigkeiten mit Schönheitsfehler: wieso gibt es für Kirchen schon wieder Ausnahmen? Das kann nicht angehen, sofort raus damit!


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#2
26.06.2013
22:41:24


(+2, 2 Votes)

Von Sebi


Ein erster Schritt in die richtige Richtung!


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#3
27.06.2013
12:59:53
Via Handy


(+2, 2 Votes)

Von Homoehengesetz


Australien soll über Homoehengesetz debattieten.


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#4
27.06.2013
14:53:36


(+1, 1 Vote)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Und schon wieder gibt es "Ausnahmen" für Kirchen !

WANN kapieren Politiker endlich das es GEGEN Diskriminierung KEINE Ausnahmen geben KANN ?

Wann begreifen Politiker endlich das es Bürgerrechte IMMER NUR FÜR ALLE geben kann ?

Ein "Antidiskriminierungsgesetz" das Ausnahmen zuläßt IST KEINES !


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