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  • 26.06.2013           3      Teilen:   |

Navratilova fordert Coming-outs unter Tennisprofis

Artikelbild
Martina Navratilova wünscht sich mehr Offenheit im Tennis (Bild: Wiki Commons / Angela George / CC-BY-SA-3.0)

Die frühere Weltklasse-Tennisspielerin erklärte, es gebe zwar viele schwule Tennisprofis, aber noch immer traue sich keiner an die Öffentlichkeit.

Martina Navratilova hat beklagt, dass Homosexualität im Tennis nach wie vor ein Tabuthema sei, insbesondere im Männer-Sport. Bei einer Veranstaltung des Londoner CSDs sagte die lesbische Amerikanerin, dass es nach wie vor viel schwieriger für die vielen schwulen Tennisprofis sei, sich zu outen, als für Frauen: "In der Unterhaltungsbranche haben es Männer einfacher mit dem Coming-out als Frauen. Im Sport ist das genau umgekehrt".

Die 56-jährige beglückwünschte den NBA-Star Jason Collins, der im April sein Coming-out hatte (queer.de berichtete). Es sei eigenartig, dass es außerhalb der Teamsportarten nicht mehr Ehrlichkeit gebe: "Im Teamsport ist es ja schwieriger, weil man aus der Mannschaft fliegen könnte. Das erklärt aber nicht, warum es keinen einzigen schwulen Tennisspieler gibt. Sie verwenden offenbar viel Energie darauf, sich zu verstecken."

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Coming-out kostete Navratilova Millionen

Navratilova hat jedoch selbst mit Diskriminierung Erfahrungen gemacht: Die gebürtige Tschechoslowakin outete sich kurz nach ihrer Einbürgerung in den USA 1981 als bisexuell, nachdem es Gerüchte über ihre Beziehung mit der feministischen Autorin Rita Mae Brown gegeben hatte. Erst ein Jahrzehnt später bezeichnete sie sich in der Öffentlichkeit als lesbisch.

Sie beklagte, dass sie durch das Coming-out Millionen von Dollar an Sponsoren- und Werbeverträgen verloren habe, weil Firmen damals Homosexuelle als Werbeträger ablehnten. Dafür wurde auch die konservative politische Atmosphäre in diesem Jahrzehnt verantwortlich gemacht, die nach dem Amtsantritt des Republikaners Ronald Reagan begonnen hatte. Sportlich lief es für Navratilova aber gut: Sie gewann insgesamt 167 Turniere, darunter 18 Grand-Slam-Titel, und kontrollierte über viele Jahre das Frauentennis.

Bereits als Tennisprofi hatte sich Navratilova für Homo-Rechte engagiert: So klagte sie 1992 gegen ein Gesetz aus Colorado, das den Antidiskriminierungsschutz für Schwule und Lesben illegal machte. Im Jahr 2000 erhielt sie von der Homo-Gruppe Human Rights Campaign für ihren Einsatz den "National Equality Award". Außerdem gilt die Vegetarierin als Tierrechtsaktivistin. (dk)

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Tags: martina navratilova, tennis
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Reaktionen zu "Navratilova fordert Coming-outs unter Tennisprofis"


 3 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
26.06.2013
18:11:11


(0, 2 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Schwule Tennisprofis, raus aus den Schränken!!!


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#2
26.06.2013
20:42:59


(+1, 3 Votes)

Von thorium222
Aus Mr (Hessen)
Mitglied seit 10.02.2011


Wenn ich tippen müsste, welche Männer gerne mit anderen Männern schlafen bzw. schlafen würden, dann würde ich tippen:

Tursunov, Troicki, Gasquet, Djokovic


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#3
26.06.2013
22:35:03


(+5, 5 Votes)

Von Sebi


Diese Frau schätze ich sehr.

Sie hat sich zu Zeiten geoutet, als das kaum jemand tat und als das noch richtig schwere Konsequenzen hatte (wie die Verluste von Sponsoren- und Werbeverträgen). Und sie hat sich auch noch in ihrer aktiven Zeit für Homorechte eingesetzt.

Sie war schon damals weiter als viele andere Sportler heute, die sich immer noch selbst verleugnen und ein unwürdiges, peinliches Versteckspiel spielen, das nichts mit wahrer Sportlichkeit zu tun hat.


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