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  • 27.06.2013           9      Teilen:   |

Staatsbesuch

Obama fordert Homo-Rechte in Afrika ein

Artikelbild
US-Präsident Barack Obama bei der Pressekonferenz in Dakar

Nicht nur in seiner Heimat, auch bei einem Afrika-Besuch mahnt der US-Präsident die Gleichberechtigung von Schwulen und Lesben an – seine Botschaft stößt allerdings auf taube Ohren.

Barack Obama hat am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in der senegalesischen Hauptstadt Dakar erklärt, dass Homosexuelle nirgendwo diskriminiert werden dürften. Das berichtet die BBC. Zwar sollten man lokale Traditionen und Religionen beachten, aber, so fügte er an: "Alle Menschen sollten gleich behandelt werden". Er lobte auch die Entscheidung des amerikanischen Verfassungsgerichtshofes, das homophobe "Gesetz zur Verteidigung der Ehe" teilweise für verfassungswidrig zu erklären (queer.de berichtete). Das sei "ein Sieg für die amerikanische Demokratie" gewesen.

Obama war bereits am Mittwoch im Senegal eingetroffen. Er reiste mit seiner Frau Michelle und seinen beiden Töchtern an. Der Präsident will anschließend Südafrika und Tansania besuchen.

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Fünf Jahre Haft auf Homosexualität

Der senegalische Präsident Macky Sall lehnt die Legalisierung von Homosexualität ab - Quelle: Wiki Commons / Rignese / CC-BY-SA-3.0,2.5,2.0,1.0GFDL
Der senegalische Präsident Macky Sall lehnt die Legalisierung von Homosexualität ab (Bild: Wiki Commons / Rignese / CC-BY-SA-3.0,2.5,2.0,1.0GFDL)

Bei seinem Gastgeber kam die Aufforderung nicht gut an: Der senegalesische Präsident Macky Sall, der ebenfalls bei der Pressekonferenz anwesend war, erklärte sogleich, dass sein Land "nicht bereit" sei, Homosexualität zu entkriminalisieren. Derzeit drohen Menschen, die wegen gleichgeschlechtlichem Sex verurteilt werden, bis zu fünf Jahre Haft.

Sall behauptete, dass sein Land "sehr tolerant" sei. Außerdem bedeute die ablehnende Haltung zu einer Entkriminalisierung nicht, "dass wir homophob sind", so der Präsident weiter. Laut einer Umfrage aus dem Jahr 2007 glauben 97 Prozent der Senegalesen, dass die Gesellschaft Homosexualität nicht akzeptieren dürfe.

Erst am Dienstag hatte Amnesty International einen Bericht vorgestellt, in dem die Menschenrechtsorganisation beklagt, dass Schwule und Lesben in Subsahara-Afrika immer rücksichtsloser verfolgt werden würden (queer.de berichtete). In dem Bericht wird auch der Senegal als Verfolgerstaat erwähnt.

Das westafrikanische Senegal ist ein mehrheitlich muslimisches Land mit 13 Millionen Einwohnern. Der Staat hat in der Vergangenheit immer wieder Menschen wegen gleichgeschlechtlichen Beziehungen verurteilt. Zudem sollen mehrfach auf Friedhöfen die Leichen von mutmaßlichen Homosexuellen ausgegraben und öffentlich lächerlich gemacht worden sein (queer.de berichtete). (dk)

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Tags: barack obama, senegal, afrika
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Reaktionen zu "Obama fordert Homo-Rechte in Afrika ein"


 9 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
27.06.2013
17:39:41


(+6, 8 Votes)

Von David77


" Außerdem bedeute seine ablehnende Haltung bei der Frage der Entkriminalisierung nicht, "dass wir homophob sind"

Aber natürlich nicht! Genauso wie Befürworter der Sklaverei auch nicht rassistisch waren, dafür aber auch sehr tolerant...
Genau wie die alten Kolonialherren, die waren alles andere als rassistisch...

Vielleicht braucht der Herr mal eine Lektion in Geschichte über die Unterdrückung von Minderheiten.


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#2
27.06.2013
19:03:12


(+4, 6 Votes)

Von m123


Natürlich ist man nicht homophob wenn man Homosexuelle viele Jahre einsperrt. Immerhin ist man sogar so großzügig sie nicht umzubringen! Homosexuelle foltern ist aber natürlich okay, und das ist natürlich auch nicht homophob. Hier und da ein Finger abgeschnitten, meine Güte, immerhin schneiden sie nicht die ganze Hand ab. Von Homophobie also keine Spur. Senegal scheint ein echt tolles Land zu sein. Hoffentlich legen wir da mit unserem Gay Cruise Schiff mal am Hafen an und machen mit den Senegalesen so richtig Party. Denn sie sind ja so tolerant.


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#3
27.06.2013
19:36:04


(+7, 7 Votes)

Von Robin


Nicht nur fordern, sondern auch Sanktionen beschließen, die denen richtig weh tun.

Ansonsten wird sich da nie was ändern... Man sieht ja immer wieder, dass Argumente und gute Worte rein gar nichts bringen und dass nur Sanktionen wirklich etwas verändern und das sehr schnell.


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#4
27.06.2013
20:07:52
Via Handy


(+9, 9 Votes)

Von daVinci6667
Profil nur für angemeldete User sichtbar


"Zudem sollen mehrfach auf Friedhöfen die Leichen von mutmaßlichen Homose­xuellen ausgegraben und öffentlich lächerlich gemacht worden sein"

Echt schockierend! Sowas höre ich zum ersten Mal. Nicht mal wenn wir tot sind, hören die homophoben Mobber auf!

Was für ein entsetzlich zerstörerischer Hass muss da in ihnen wüten! Das Resultat dieser verfluchten muslimischen, christlichen und anderer Religionen!


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#5
28.06.2013
00:32:07


(0, 2 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Senegals Präsident Macky Sall leidet unter großem Realitätsverlust und widerspricht sich selbst! Was für ein Armutszeugnis!


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#6
28.06.2013
17:49:30


(+5, 7 Votes)

Von KMBonn
Aus Bonn (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 06.05.2012


Da soll Obama erst mal selber dafür sorgen, daß die homophoben Haßprediger im eigenen Land an die Kandare genommen werden. Oft sind es freikirchliche und evangelikale "Missionare" aus den USA, die ihr Geseiher in afrikanischen Ländern loslassen und bei den vielerorts im Elend lebenden Einwohnern auf dankbare Zuhörer stoßen.
Wenn man für das eigene Elend andere noch Schwächere verantwortlich machen kann oder aber von eigener Verantwortung ablenken kann, ist das eine feine Sache. Nach dem Muster verfahren Afrikas korrupte Politiker wie Mugabe & Co. sehr gern.


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#7
28.06.2013
19:45:56


(+4, 4 Votes)

Von Hugo


Man muß alle evangelikalen Organisationen verbieten und die Ausreise aus Amerika verbieten. Bei mißachtung lebenslange Haft.


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#8
28.06.2013
19:53:54


(+2, 4 Votes)

Von userer
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #6 von KMBonn


KMBonn schreibt vor: "... soll Obama erst mal selber dafür sorgen, daß ..."

Warum denn "erst mal" und nicht gleichzeitig (was er ja tut)?

Außerdem ist es ein Unterschied, ob wie in den USA private Meinungsmacher durchknallen (Evangelikale, Katholiken und andere Religöse etc.) oder ob ein Staat gesetzliche Homophobie betreibt.


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#9
28.06.2013
22:21:22


(+5, 5 Votes)

Von Jadughar
Aus Hamburg
Mitglied seit 19.04.2011


Wie kommt es, daß 97% der Bevölkerung gegen Homosexualität eingestellt ist? Ich glaube nicht, daß es 97 % sind, denn ungefähr 10% sind homosexuell (männllich und weiblich). Da würden sicherlich nicht 3% der Homosexuellen Homosexualität ablehnen.

Die Anwort auf diese Frage ist, daß nahezu in jeden Dorf einige Kirchen und Moscheen stehen, wo einmal in der Woche und bei den Schulkindern täglich Irrlehren von einer geistlichen Minderheit verbreitet werden. Die Politik richtet sich nachher nach diesen Irrlehren, wenn durch die religiösen Institutionen große Menschenmassen ausgerichtet worden sind.

Wer mußte diese oft prachtvollen Gebäude bezahlen? Natürlich die arme Bevölkerung.

Es wird Zeit, daß die Leute aufgeklärt werden und diese Gebäude zwecks Lehren nicht nur Sonntags oder bei den Moscheen Freitags geöffnet sind, sondern für die gesamte Woche einer andern Minderheit, nämlich den LGBT-Leuten, zu allen Zeiten außer beim Gottesdienst Aufklärung betreiben, denn immerhin hat die Bevölkerung die Gebäude bezahlt.
Wenn das so wäre, dann wären nur noch 0.00003% gegen die Homosexualität.


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