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  • 01.07.2013           8      Teilen:   |

Augspurg-Heymann-Preis für Susanne Baer

"Unsere Frau" in Karlsruhe

Artikelbild
Verleihung des Augspurg-Heymann-Preises am Sonntag in Bochum. In der Mitte: Laudatorin Renate Rampf und Preisträgerin Prof. Dr. Susanne Baer
Bild: Dietrich Dettmann/FRESH

Den Schub, den die Ernennung von Susanne Baer zur Verfassungsrichterin für die lesbische Community auslöste, vergleicht Renate Rampf mit der Umstellung auf Warp-Antrieb. Wir dokumentieren ihre Laudatio auf Baer anlässlich der Verleihung des Augspurg-Heymann-Preises

Sehr geehrte Frau Bundesverfassungsrichterin,
sehr geehrte Frau Staatssekretärin,
sehr geehrte Damen und Herren!

Kennen Sie das Pelze, die Begine, die Zwei oder die Schokofabrik? Es sind Namen von Frauenorten, von Orten politischer Auseinandersetzung und Symbole lesbischer Selbstbestimmung im Berlin der 80er und 90er Jahre. Mitten drin eine, die schon wegen ihrer Körpergröße auffällt. Die Insiderinnen erzählen mir: "Susanne Baer war immer in Jeans und Karohemden unterwegs". Mit Karohemd ist sie dann auch in einer Talkshow zu sehen, die lesbische Aktivistin im Fernsehen. "Engagiert und eloquent" sei sie gewesen und "sehr feministisch".

Für die CSDs schmeißt sie sich in Schale: Sie hat Spaß daran, die Geschlechterverhältnisse zu parodieren. Sie geht in der Gruppe der Freundinnen mit Minirock oder als Drag und wird so kaum erkannt. In die Hauptstadt der Frauenpolitik, in den gefühlten Mittelpunkt der feministischen Welt, der doch etwas abgeschnitten war vom Rest, bringt Susanne Baer ein intellektuelles Paket aus den USA. Inspiriert von den Begegnungen an der Universität in Michigan, vor allem von Catherine MacKinnon, argumentiert sie für die Erweiterung der Perspektive von Frauen- zu Genderpolitik, für den Blick auf die Regeln der Machtverteilung und immer wieder gegen neue und alte Kategorien.

Susanne Baer will Politik und nicht Identität

Halina Bendkowski erinnert sich an die gemeinsame Zeit in der Schokofabrik: "Sie war ein Geschenk des Himmels und ihre Impulse haben die geradezu hegemonial agierende Szene ganz neu in Bewegung gebracht". Konkret bedeutete das: langwierige Diskussionen über Sexualität und Gewalt, konfliktreiche Begegnungen, Streit um grundsätzliche Fragen. Susanne Baer will Politik und nicht Identität.

Das ist die Zeit, so sagen es manche, "bevor Susanne Baer berühmt wurde". Das ist auch die Zeit, in der sie eine intellektuell und persönlich weitreichende Entscheidung trifft: Sie entscheidet sich gegen den Abschluss in Politikwissenschaft und für das Staatsexamen in Rechtswissenschaft. Das ist verbunden mit der Analyse, dass die Spannungen zwischen Gleichheit und Differenz, zwischen Anspruch und Wirklichkeit, keinesfalls die Konsequenz erlauben, sich von der Idee des Rechts insgesamt zu verabschieden. Sie steigt nicht aus, sondern ein. Eine zweifache Entscheidung für das Recht, über die wir uns heute sehr freuen können.

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Mit 38 Jahren Professorin für Öffentliches Recht und Geschlechterstudien

Prof. Dr. Susanne Baer ist seit dem 2. Februar 2011 Richterin am Ersten Senat dws Bundesverfassungsgerichts - Quelle: Wiki Commons / Mathias Schindler / CC-BY-SA-3.0
Prof. Dr. Susanne Baer ist seit dem 2. Februar 2011 Richterin am Ersten Senat dws Bundesverfassungsgerichts
Bild: Wiki Commons / Mathias Schindler / CC-BY-SA-3.0

Nach dem Zweiten Staatsexamen geht es in hohem Tempo weiter: Baer arbeitet wieder mit Catherine MacKinnon, macht 1993 an der University of Michigan Law School ihren Master. Und sie inspiriert auch die Mentorin. In "Only Words" (Nur Worte), einem Buch von MacKinnon, das 1993 erscheint, kann man es lesen. MacKinnon dankt Susanne Baer für die "kritische Aufmerksamkeit", den "Scharfsinn" und die "Forschungshilfe in höchster Qualität". Ein Jahr später erscheint das Buch übrigens auch in Deutschland. Übersetzung aus dem Amerikanischen: Susanne Baer.

2002, mit 38 Jahren, wird Susanne Baer Professorin für Öffentliches Recht und Geschlechterstudien an der Juristischen Fakultät der Berliner Humboldt-Universität. Zwei Grundsatzthemen in einem Lehrstuhl, was für eine geniale und avantgardistische Kombination. 2003 wird sie Direktorin des Gender-Kompetenzzentrums und 2005 Vizepräsidentin der Humboldt-Universität. Und so geht es immer weiter: Ihre Vita ist atemberaubend. Und ehrlich, sie klingt so, als wären da mindestens zwei an der Arbeit gewesen: Was mit zwei Studienfächern begann zeigt sich jetzt in weitreichender Expertise in zwei großen Fachgebieten.

Ihre Themen sind Würde, Freiheit und Gleichheit

So umfassend ist dann auch ihre Publikationsliste: Sie hat Texte veröffentlicht zu den großen Themen der Rechtswissenschaft, zur Genderforschung, und hat immer auch die internationale und interdisziplinäre Perspektive im Blick. Ihre Themen sind Würde, Freiheit und Gleichheit. Sie arbeitet dafür, dass das jede ganz konkret im Alltag erleben kann, als Mehr an Selbstbestimmung unabhängig von Gender, sexueller Orientierung, Herkunft oder Status. Ich kann nur empfehlen: lesen Sie Susanne Baer.

Und dann gibt es ja noch ihre öffentlichen Auftritte, die Vorträge und die Reden. "Kommt vorbei, zum Lernen, Denken und Bewundern!". Das könnte auf jeder Einladung stehen, egal worum es geht. Ob Susanne Baer zu 60 Jahre Grundgesetz spricht, zu Menschenrechten in der Entwicklungszusammenarbeit oder über das Homosexuellendenkmal, man sollte sich das nicht entgehen lassen.

Immer wieder heißt es "Sie ist toll", "Ich höre ihr gerne zu". Und eine Frau versucht es so zu erklären, "weil sie ganz normal ist." Wir wissen, dass das nicht stimmt, Susanne Baer ist nicht normal, sie ist hervorragend und außergewöhnlich. Aber zugegeben: Normalerweise gibt es da eine Kluft: Zwischen den Reden einer Professorin für Rechtswissenschaft und der Sprache und Problemen des Alltags. Diese zu überwinden, genau das ist es, was ihr gelingt: die Vermittlung, die das Recht da oben zu einem Recht derer von unten macht.

Susanne Baer hat die bemerkenswerte Fähigkeit, ihren Zuhörerinnen die volle Komplexität der Materie zuzumuten und sie dabei in ein Gespräch zu verwickeln. Sie spricht gewissermaßen immer im Modus dessen, an das sie appelliert: an ein kommunikativ anspruchsvolles Rechtssystem, das die Perspektive der jeweils anderen umfasst, sich gegen Ausgrenzungen aller Art wendet.

Die Kunstfertigkeit der klugen Argumentation

Im September 2010 wird Prof. Dr. Susanne Baer eingeladen, auf dem Deutschen Juristentag zu sprechen. Das gilt gemeinhin als Auszeichnung und war sicher auch ein Eignungstest. Susanne Baer hält sich nicht zurück und kritisiert die Passivität des Forums. "Warum setzen Sie ihre juristischen Tugenden nicht mehr für die Gleichberechtigung ein?" ist ihre Frage an das Kollegium. Sie fordert von den Juristen "Brillanz", sie fordert die "Kunstfertigkeit der klugen Argumentation" und den "Mut zur kreativen Lösung". Und das kann sie auch fordern. Denn sie praktiziert das alltäglich in vollendeter Weise.

Wenige Wochen später, im Herbst 2010, schlagen Bündnis 90/Die Grünen Susanne Baer als Nachfolgerin vor Brun-Otto Bryde im Ersten Senat des Bundesverfassungsgerichts vor. Ihre Qualifikation als Rechtswissenschaftlerin und Professorin ist unumstritten. Aber eine offen lesbische Frau am Verfassungsgericht, geht das? In jeder Phase des Verfahrens wäre es möglich gewesen, ihre sexuelle Orientierung zum Gegenstand einer öffentlichen Debatte zu machen. Sie selbst habe ihre Chance etwa 50:50 eingeschätzt, sagt Susanne Baer. Aber die Juristin Baer überzeugt. Am 11. November 2010 bestätigt der Wahlausschuss den von Renate Künast gemachten Vorschlag.

Es gibt eine kleine Feier, viele Gratulationen und viel Presse: Alle Artikel erwähnen, dass sie lesbisch ist, deutlich und doch in zurückhaltender Weise. Die Financial Times Deutschland nennt sie "Prof. Dr. Ungewöhnlich".

Eine dreifach verdiente Auszeichnung

Die Laudatorin: Renate Rampf ist Pressesprecherin des Lesben- und Schwulenverbands in Deutschland (LSVD)
Die Laudatorin: Renate Rampf ist Pressesprecherin des Lesben- und Schwulenverbands in Deutschland (LSVD)
Bild: LSVD

Heute geht der Preis nicht nur an die engagierte Feministin und die Professorin für öffentliches Recht, sondern auch an die Verfassungsrichterin Baer. In allen drei Welten erhält sie den Augspurg-Heymann-Preis als couragierte lesbische Frau. "Unsere Frau am Verfassungsgericht", schreibt die L-Mag dazu in einer Überschrift.

Unsere Frau? Wer kann denn sagen, sie sei "eine von uns"? Vielleicht die Grünen, denn die haben sie entdeckt. Vielleicht auch die Hans-Böckler-Stiftung, deren Stipendiatin sie war. Sicherlich auch die Studierenden und das Kollegium an der Humboldt-Universität. Und ihre Kolleginnen von der Universität Michigan. Und nicht zu vergessen ihre Familie und die vier Geschwister, die ihr beigebracht haben, sich durchzusetzen. Und ihre Partnerin.

Und können nicht gerade auch die Frauenbewegung und die feministische Rechtswissenschaft sagen "unsere Frau"? Denn sie haben die Öffnung der juristischen Fakultäten erzwungen, die herrschende Lehre kritisiert und Stück für Stück die Rechtsprechung bereichert.

Die erste verpartnerte Verfassungsrichterin

Ohne Frage, es macht stolz, die Richterin Baer mit der eigenen Lebenswelt zu verbinden, gemeinsame Merkmale zu finden. Und das machen besonders gerne die lesbischen Frauen, und Trans*menschen und auch schwule Männer. Denn eines ist klar: Susanne Baer ist die, die für ein Novum auf der Webseite des Bundesverfassungsgerichts gesorgt hat: Dort ist nun unter in der Rubrik "Richter" als Angabe zum Familienstand "verpartnert" zu finden. Gut sichtbar über dem Datum des Staatsexamens und ihrer Vita. Das ist einmalig.

Aber wenn nicht die Intellektuelle und Juristin, sondern nur die sexuelle Identität erwähnt wird, ist das Reduzierung. Etwa wenn der SPIEGEL seine Prognose, das Bunderfassungsgericht werde die Rechte von Homosexuellen stärken, mit dem Hinweis belegt, immerhin sitze "im Ersten Senat sogar eine Richterin, die selbst in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft lebt". Das ist die typische Art, Menschen einen Minderheitenstatus zuzuweisen und sie zugleich als befangen zu erklären.

Das ist ärgerlich und Unsinn. Lesben, Schwule und Transgender haben bereits viele Veränderungen vor dem Verfassungsgericht erstritten. Es gibt keinen Grund, nun gerade Susanne Baer, die wir als Vordenkerin eines Abschieds von der Kategorie Geschlecht kennen, auf das Lesbisch-Sein einzuschränken.

Die besondere Verantwortung, die Erste zu sein

"Einmal im Leben irgendwo die Erste zu sein", das sei eine besondere Verantwortung, sagt Susanne Baer im Interview. Und auf die Frage, ob sie denn als Feministin die notwendige Unparteilichkeit habe, antwortet die Verfassungsrichterin Susanne Baer ganz cool: Sie habe schließlich das Grundgesetz auf ihrer Seite. Die Zuständigkeit der Richterin Baer liegt übrigens nicht im Familienrecht. Es sind die anderen Themen, mit denen sie uns überraschen wird.

Damit sie den Katalog der Grundrechte für die explizieren kann, die es wirklich brauchen, schulden wir ihr auch etwas. Wir, die Zivilgesellschaft, die Juristinnen und die Juristen sind aufgefordert für kluge Anträge zu sorgen. Jährlich gehen etwa 6.000 Verfassungsbeschwerden ein, nur ein Bruchteil davon wird angenommen. Viele haben interessante Themen, sind aber von schlechter Qualität.

Die Richterin Baer war immer offen lesbisch: In jedem Moment ihrer Karriere, bei jedem Auftritt, an jeder Universität. Sie brauchte kein trotziges "und das ist auch gut so", kein nachträgliches "war doch nie ein Problem". Diese Klarheit und die Tatsache, dass sie das Zeug hat, eine Legende zu werden, gibt vielen lesbischen Frauen das Gefühl, bei einer historischen Entwicklung dabei zu sein. Die Chance, ohne den Umweg über Selbstverleugnung und Angst als lesbische Frau ins Leben zu treten, gerade auch in das berufliche Leben.

Die Umstellung auf Warp-Antrieb

Ihre Ernennung ist für Lesben ein richtiger Schub. Bei "Raumschiff Enterprise" würden wir sagen: die Umstellung auf Warp-Antrieb. Dass eine Frau, die die praxiserprobte Intellektualität von Bürgerbewegungen und Genderpolitik verkörpert und diese Perspektive ins Bundesverfassungsgericht bringt, an einem Ort arbeitet, dessen Offenheit wir vielleicht nicht einmal für möglich gehalten haben, heißt das nicht auch, dass wir noch vielmehr Möglichkeiten haben, die Welt zu verändern? Vielleicht ganz andere, als wir uns aktuell vorstellen können? Verfassungsrichterin zu sein, ist ein Privileg und bedeutet Macht. Und ich bin sicher, sie wird in dieser Position für die arbeiten, die nicht privilegiert sind. Das ist großartig.

Den Preis für couragiertes öffentliches Wirken als lesbische Frau hat Susanne Baer unbedingt verdient.

Liebe Susanne, vielen Dank für Dein Engagement und herzlichen Glückwunsch!

Mehr zum Thema:
» Bild des Tages: Ausgezeichnete Verfassungsrichterin (01.07.2013)
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Reaktionen zu ""Unsere Frau" in Karlsruhe"


 8 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
01.07.2013
14:31:53


(+3, 3 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Glückwunsch an den Autor des Artikels und auch an Frau Baer zur Auszeichnung!


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#2
01.07.2013
16:37:10
Via Handy


(+3, 5 Votes)

Von leider


die symbolträchtige Reduzierung des politischen Feminismus und damit feministischer Politik in das Juristisch/Juridische Dispositiv. Verrechnung &Verrechtlichung des politischen Menschen sind seit jeher - Benjamin, Agamben, Althusser, Butler haben das erinnert - ein Bollwerk gegen die Frage wirklicher politischer Erneuerung, Sturz der Verzahnung von Kapital und parlamentarisch-demokratischer Repräsentation.
Die Verhaftung des Femunismus in juridischer Instanz in der BRD ist somit der gelungene Eintritt seiner unerhört widerständigen Kämpfe und Fragen in die Epoche gegenwärtiger Biopolitik. Kein Grund zum Feiern; und wenn nur als Teil des bourgoisen Grundgesetzes.


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#3
01.07.2013
17:19:21


(+4, 4 Votes)

Von Marek


Ich denke, dass sie nicht nur so entscheidet, weil sie selbst lesbisch ist, sondern weil es einfach juristisch und menschlich richtig ist.


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#4
01.07.2013
20:22:51


(+5, 5 Votes)

Von antos
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #2 von leider


Back to basics! Wenn Du möchtest, dass deine Kritik mehr wird als das Geraunze eines so irgendwie Eingeweihten und mit diversen kritischen Wassern Gewaschenen - siehe die Liste werter/teurer Namen in deinem Kommentar - und sie mehr bewirken soll als die bloße Demonstration deines überlegenen Eingeweihtseins, dann: formuliere sie so, dass auch deine Großeltern sie verstehen. Oder wahlweise die freundliche Kassiererin vom Supermarkt um die Ecke. Danke.


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#5
01.07.2013
21:32:00
Via Handy


(0, 4 Votes)

Von dazu
Antwort zu Kommentar #4 von antos


empfehle ich dir einfach die lektüre der geraunzten namen. Und verneine dein "wenn du möchtest" - denn wer will, kann anreize von "eingeweihten", so sie frage/neugierde erwecken, mit einiger zeit natürlich &nicht im boulevardprimatenformat ergooglen. Die Aussage einer Hereinnahme des tatsächlich radikalen versprechens des feminismus in die biopolitische phase ist unschwer zu checken. Selbst über Wiki.
Für die kassierin heisst das übrigens, dass sich für eine wirkliche veränderung des arbeiter_innen status im rechtsdispositiv des kapitalismus nichts wesentliches ändern kann.
Das ende der figur des arbeiters als kampf und widerstandsbegriff durch die vereinnahmung postdemokratischer überverrechtlichung der bürger hat übrigens jacques ranciere lesbar und lesenswert in das unvernehmen analysiert.
Grüsse an die oma, die das liest. Ich traue jedem mit neugier zu auch eingeweiht raunzige sätze auf ihren aussagewert überprüfen zu können.
Denken gegen den stand/staat..
nicht immer küchenparolisch komprimierbar - & war hier auch nicht mein ding, wozu auch -zu formulieren.
...


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#6
01.07.2013
23:14:40


(+2, 4 Votes)
 
#7
02.07.2013
09:35:24


(+4, 6 Votes)

Von goddamn liberal
Antwort zu Kommentar #5 von dazu


"boulevardprimatenformat"?

'Linker' Sozialdarwinismus?

Ansonsten: Glückwunsch an Frau Baer! Bürgerrechte und soziale Rechte sind zwei Seite einer Medaille.


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#8
02.07.2013
19:35:41


(0, 2 Votes)

Von tom89


eine Schwalbe macht noch keinen Sommer ! Auch für die Justiz muss endlich eine Genderquote eingeführt werden.


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