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Schauspieler Alec Baldwin musste für seinen Ausraster aus ungewohnter Ecke Kritik einstecken (Bild: David Shankbone / flickr / by 2.0)

Der Hollywood-Schauspieler hat den Shitstorm kennen gelernt: Er musste sich für Twitter-Nachrichten entschuldigen, in denen er einen Klatschreporter homophob beleidigt hatte.

Viel Kritik hat Alec Baldwin für Twitter-Nachrichten geerntet, in denen er Donnerstagabend George Stark, einen Reporter der britischen "Daily Mail", beschimpfte. Der 55-jährige Schauspieler hatte in einem öffentlichen Wutanfall mehrere Tweets mit homophoben Wörten geschrieben, in denen er Stark Gewalt androhte. Er bezeichnete den Reporter unter anderem als "Queen" und "Bitch", was im Englischen abwertende Bezeichnungen für Schwule sind. Außerdem schrieb Baldwin, dass er den Fuß in den Hintern des Reporters schieben wollte, dies aber lieber lasse, weil es ihm zu sehr gefallen würde.

Der Hintergrund für den Ausbruch: Stark hatte behauptet, dass Baldwins Ehefrau während der Beerdigung des "Sopranos"-Schauspielers James Gandolfini mit ihrem Handy getwittert hatte. Außer Stark konnte niemand dieses Gerücht bestätigen.

Die Tweets brachten Baldwin viel Kritik ein, unter anderem von der Gay & Lesbian Alliance Against Defamation (GLAAD) und dem schwulen Reporter Anderson Cooper. Der CNN-Moderator sagte: "Warum kann sich Alec Baldwin schwulenfeindliche Beschimpfungen erlauben? Wenn ein Konservativer gesagt hätte, er wolle eine 'Queen' zusammenschlagen, wäre der Aufschrei groß."

Baldwin löscht sein Twitter-Konto


Diese Tweets brachten Baldwin in die Bredouille

Baldwin, der sich in der Vergangenheit immer wieder für die Gleichstellung von Homosexuellen eingesetzt hatte, entschuldigte sich am Wochenende für die Kommentare und löschte als Konsequenz sein Twitter-Konto, das von einer Million Menschen verfolgt worden ist.

In einer Pressemitteilung erklärte der 55-Jährige: "Wenn Homosexualität für mich ein Problem wäre, hätte ich schon vor Jahren New York verlassen. Ich finde den Vorwurf lächerlich". Das Wort "queen" habe er nicht als abwertendes Wort für Schwule angesehen, sondern als Schimpfwort für jedermann. Zudem beschwerte er sich, dass der "Daily Mail"-Reporter unwidersprochen Lügen über seine Frau verbreiten durfte.

Alec Baldwin hatte sich wiederholt für die Öffnung der Ehe ausgesprochen (queer.de berichtete). Er gilt als linksliberaler Demokrat – anders als sein Bruder Stephen Baldwin, der nach den Terroranschlägen vom 11. September zu einem wiedergeborenen Christen und konservativen Republikaner wurde. Stephen Baldwin hat daher wiederholt schwul-lesbische Rechte bekämpft und erklärt, Homosexualität sei für Bibelgläubige "verkehrt" (queer.de berichtete). (dk)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 GerhardAnonym
#3 Aus Bad HomburgAnonym
  • 01.07.2013, 19:49h
  • Solche homophobe Beleidigungen kann man auch hier in manchen Kommentaren auf queer.de sehr leicht finden. Der einzige Unterschied: für sie entschuldigt sich in der Regel niemand und sie werden auch nicht gelöscht. Außerdem ist Alec Baldwin schon seit langem sehr klar für die Homo-Ehe (spätestens seit Frühjahr 2004, wenn ich mich richtig an sein Interview mit Larry King gut erinnere). Er geht in den letzten Jahren offensichtlich durch eine schwierige Phase seines Lebens, dieser Hintergrund sollte in dieser Geschichte nicht ganz vergessen bleiben. Und attraktiv ist er (immer noch) auch, das zählt immer.
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#4 GerhardAnonym
#5 Martin28a