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In den USA wuchsen Generationen von Kindern mit Kevin Clashs Elmo auf, dem der Puppenspieler in der Originalversion auch seine Stimme geliehen hat (Bild: PBS)

Der beliebte "Elmo"-Darsteller kommt vorerst nicht wegen Sex mit Minderjährigen vor Gericht. Die Fälle seien bereits verjährt.

Ein Gericht in New York hat die Klage von drei jungen Männern gegen den früheren "Sesamstraßen"-Puppenspieler Kevin Clash abgewiesen. Die Kläger hatten Clash vorgeworfen, mit ihnen Sex gehabt zu haben, als sie noch unter 17 Jahre alt waren. Die Fälle sollen sich zwischen den 1990er Jahren und 2004 ereignet haben.

Der Richter erklärte, die Kläger hätten zu lange gewartet, bevor sie sich an das Gericht wandten. Sie hätten schon vorher erkennen müssen, dass sie körperliche oder seelische Schäden bei einem möglichen Missbrauch davongetragen haben. Die Kläger wollten ein Schmerzensgeld von je bis zu fünf Millionen Dollar einklagen.

Die Vorwürfe wurden Ende letzten Jahres öffentlich (queer.de berichtete). Ein inzwischen 24-Jähriger beschuldigte Clash, mit ihm in New York Sex gehabt zu haben, als er erst 16 Jahre alt war. Im Staat New York gilt aber als Schutzalter für sexuelle Beziehungen 17 Jahre.

Nachdem weitere Männer ebenfalls den Puppenspieler vorwarfen, mit ihnen als Minderjährige Geschlechtsverkehr gehabt zu haben, erklärte Clash, dass er nach 28 Jahren als "Elmo" und Co. nicht mehr zur "Sesamstraße" zurückkehren werde (queer.de berichtete). Er gab zu, mit mindestens einem der Kläger Sex gehabt zu haben, allerdings sei der Partner zu diesem Zeitpunkt bereits volljährig gewesen.

Weiteres Verfahren in Pennsylvania

Für Clash ist der Fall noch nicht beendet: Es ist noch ein Verfahren im US-Bundesstaat Pennsylvania anhängig. Außerdem erklärten Anwälte der New Yorker Kläger, dass sie gegen die Abweisung des Falles Rechtsmittel einlegen wollten.

Clash ist bereits seit 1984 bei der "Sesamstraße" dabei. Bekannt wurde er insbesondere für die rote Puppe "Elmo". Dafür wurde er bereits zehn Mal mit dem US-Fernsehpreis "Emmy" ausgezeichnet. Mit den ersten Vorwürfen outete er sich erstmals öffentlich als homosexuell: "Ich bin ein schwuler Mann", sagte er im November 2012. "Ich habe mich nie dafür geschämt oder versucht, das zu verstecken. Aber ich habe gedacht, das sei eine Privatangelegenheit". (dk)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 TheDad
  • 02.07.2013, 21:06h
  • Die Abweisung der Klage ist richtig so !

    Wer annähernd 20 Jahre braucht um zu erkennen das der erste Fick plötzlich ein Missbrauch gewesen sein soll, nur um ihn sich dann bezahlen zu lassen, und mit der geforderten Summe nur die Preise verdirbt, der soll keinen Cent bekommen..

    Das jüngste Urteil des Suprem Court´s ließe sich auch bedenkenlos auf andere Gesetzliche Vorschriften in den einzelnen Bundesstaaten anwenden..

    So zum Beispiel auf die unterschiedlichen "Schutzaltersgrenzen" in den einzelnen Bundesstaaten für einvernehmlichen Sex, Rauchen, Alkoholgenuß und Auto fahren..

    Auch dort gibt es keine vernünftigen Gründe die Menschen in den einzelnen Staaten unterschiedlich zu behandeln..

    Analoges gilt für Europa..

    Wenn es Franzosen, Spaniern, Schweden, Dänen oder Niederländern erlaubt ist, gleichgeschlechtlich zu heiraten, dann müssen es die anderen europäischen Staaten zunächst einmal anerkennen und diese Ehen rechtlich gleichstellen, und als Konsequenz den eigenen Bürgern die Ehe öffnen..

    Es wird Zeit für ein Urteil des EuGH das dies den EU-Mitgliedsstaaten verbindlich vorschreibt..

    Wem das nicht paßt kann ja auch aus der EU wieder austreten..
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#3 Alter EuropäerAnonym
  • 03.07.2013, 08:11h
  • Furchtbar! Man stelle sich einmal vor: Ein unschuldiges, nichtsahnendes sechzehnjähriges Kind wurde von einem Mann zu homosexuellen Handlungen verführt! Wo doch jeder weiß, daß sexuelles Interesse frühestens am Morgen des 21. Geburtstags erwacht. Eher des 25. Und eigentlich auch nur, wenn der Betroffene verheiratet ist.

    Ich bin shocked, puzzled, upset, furious und natürlich deeply traumatized!
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