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Lukas und seine Mutter Birgit (Mitte): Die beiden dürfen sich zwischen Ben, Simon, Justin, Fabian, Steven, Sebastian, Jan Hendrik und Bastian entscheiden.

In der RTL-Primetime suchen Mütter für ihren Filius die passende Beziehung. Um den schwulen Kandidaten Lukas buhlen acht Bewerber.

Von Carsten Weidemann

"Schon immer ist Mama Birgit (47) die wichtigste Person in Lukas' Leben", heißt es im RTL-Pressetext. Und daher ist der 22-Jährige ein idealer Kandidat für die neue siebenteilige RTL-Reality-Serie "Mama Mia – Wer heiratet meinen Sohn". Insgesamt suchen vier Müttersöhnchen die Liebe ihres Lebens – drei Heteros und unser Lukas, ein Model aus Stuttgart. Anders als bei der RTL-Schmonzette "Bauer sucht Frau", bei der ebenfalls gleichgeschlechtliche Paare nach Frischfleisch suchen, wird hier kein handfestes, deutsches Landleben gezeigt, sondern das Urlaubsparadies auf der thailändischen Insel Ko Samui.

Die Kandidaten (bzw. ihre Mütter) haben zwischen acht Bewerberinnen bzw. Bewerbern die freie Wahl. So will etwa der 30-jährige Rechtsanwalt Justin ebenso mit Lukas gehen wie der Frisör-Azubi Ben oder der 18-jährige Jan Hendrik, der sich bereits beim "Supertalent" und bei DSDS versucht hat. Mit romantischen Dates und aufregenden Ausflügen "zu exklusiven Locations" (RTL) soll die Spreu vom Weizen getrennt werden.

Conchita Wurst in der Wüste

Lukas sucht bei der Show – sehr zum Gefallen seiner Mutter – eine langfristige Beziehung. Wichtig ist dem Schwaben dabei, dass sein Gegenüber "sportlich und gepflegt" und offen für eine Familie ist. Wie bei diesen Shows üblich, gibt er den romantischen Kleinbürger. Sein Wunsch ist, "dass man sich nach 20 Jahren anschaut, auf eine schöne Vergangenheit zurückblicken kann und sich auf die weitere Zukunft freut." Einfach nur goldig! Nach den Kuppel-Misserfolgen bei schwulen Kandidaten von "Bauer sucht Frau" sollte er sich allerdings nicht allzu große Hoffnungen machen.

RTL hat in den letzten Wochen immer mehr mit Quotenschwund zu kämpfen, daher setzt der Sender offenbar große Hoffnungen in die Sommershow. Der erste Teil wird am Mittwochabend zur besten Sendezeit um 20:15 Uhr als zweistündige Doppelfolge ausgestrahlt.

In der Woche darauf zeigt der Sender ein Reality-Doppelpack: Nach "Mama Mia" zur Hauptsendezeit wird dann ab 21:15 Uhr "Wild Girls – Auf High Heels durch Afrika" zu sehen sein. Hier kämpfen zwölf "Stars", die für die Dschungelshow nicht mehr prominent genug sind, in Namibia gegen den heißen Wüstensand und die Mitkandidatinnen. Neben Ex-Teilnehmerinnen von "Germany's Next Topmodel" und "Big Brother" ist hier auch die österreichische Dragqueen Conchita Wurst dabei. Wer nichts besseres zu tun hat, kann damit jeden Mittwoch die Wartezeit bis zum nächsten "Ich bin ein Star, holt mich hier raus" verkürzen.

Mama Mia

ab 3.7., mittwochs 20:15 Uhr bei RTL (Wiederholung um 0:30 Uhr)
Galerie:
Mama Mia
11 Bilder


#1 Leo GAnonym
#2 a smartAnonym
#3 DavidJacobEhemaliges Profil
  • 03.07.2013, 11:04h

  • Oh Hilfe....diese Peinlichkeit von DSDS will ihn auch für sich? Ich lach mich tot XD
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#4 DavidJacobEhemaliges Profil
  • 03.07.2013, 11:06h

  • Btw....bin auch seit 4 Jahren mit einem Juristen zusammen...kann man nix falsch machen :p
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#5 Leo GAnonym
#6 m123Anonym
  • 03.07.2013, 11:50h
  • Hab mir mal den Trailer zu dieser Sendung angeguckt und muss feststellen, dass es ziemlich billig ist. Es ist wie der ohnehin schon peinliche "Bachelor", nur noch peinlicher mit "Mami" beim Aussuchen des "Lebenspartners".

    Den Partner für's Leben findet praktisch niemand bei Kuppelshows. Das Real Life ist da wesentlich aussichtsreicher. Wer will seinen Lebenspartner auch schon in einer Art Bewerbungsgespräch mit der eigenen Mutter als Berater vor laufenden Fernsehkameras kennenlernen? Selbst wenn man eine gute Beziehung zu seiner Mutter hat, sollte man sich selbst doch trotzdem soviel Würde erlauben und sich seinen Lebenspartner unabhängig von Ratschlägen der Mutter, ohne laufende Fernsehkameras und in einem weniger gezwungenen Kennenlernrahmen auszusuchen. Aber es glaubt ja ohnehin niemand, dass dieses Sendeformat in irgendeiner Weise ernst gemeint ist.

    Das einzig Interessante an der Sendung ist die Optik des schwulen Kandidaten und die Frage wie Schwule im Fernsehen gegenüber einem Millionenpublikum dargestellt werden.

    Die Auswahl der "Bewerber" für den schwulen Kandidaten zeigt, dass da nicht viel ernst gemeint ist. Da findet man die extremsten Stereotype Klischees. Ich glaube kaum, dass sich der schwule Kandidat diese Bewerber alle selbst ausgesucht hat. Die Sendung wird dafür sorgen, dass sich Klischees und Stereotype nur noch stärker in die Köpfe der Menschen einbrennen, das kann man jetzt schon erkennen. Die Frage wie Schwule dort dargestellt werden ist das einzig Relevante für mich, weil wenn Millionen Menschen das sehen, das ja schon einen gewissen Einfluss auf das Bild von schwulen Männern in der Gesellschaft hat.
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#7 FDP-IngoAnonym
#8 Doppel IchAnonym
#9 MeineFresseAnonym
  • 03.07.2013, 12:17h
  • was ist denn da klischee abgesehen von dem mit der blauen cappi und dem girlie-outfit?
    sind doch ganz schmucke kerle
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#10 TheDad
  • 03.07.2013, 12:42h
  • Antwort auf #7 von FDP-Ingo
  • Tja..

    Nun weiß Mann nicht, soll Mann Deinem Komentar da zustimmen, oder ihm die rote Karte zeigen ?

    In den Zeiten in der Deine Partei unverdrossen daran arbeitet immer mehr Menschen in diese von ihnen geschaffenen und erhaltenen "Unterschichten" zu verschieben, um sie anschließend mit dieser Bezeichnung zu verhöhnen, erhältst Du natürlich die Rote Laterne dafür..

    Es ist eine Unverschämtheit das gesellschaftliche Gruppen die von der Politik an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden um einen Pool als Reservoir für prekäre Arbeitsverhältnisse am Leben zu erhalten, von den Machern dieses Pool´s, deren politische Aufgabe eigentlich darin besteht solche Verhältnisse in unserer Gesellschaft zu beseitigen, und damit vorsätzlich scheitern, auch noch beleidigt werden..

    An die Stelle von Ausbildung und Teilhabe am gesellschaftlichem Leben setzt Mann "Brot & Spiele", und damit tut sich besonders der Bertelsmann-Konzern hervor..

    Zunächst werden Tausende aus der Ausbildung ausgeschloßen, weil ihnen durch finanzielle Faktoren Bildungschancen vorenthalten werden..

    Später predigt Mann ( und das schon jahrzehntelang ) die Mobilität als Grundlage der Flexibilität des Arbeitsmarktes..
    Das heißt übersetzt nichts anderes als :
    Hire & Fire Strategien am Arbeitsmarkt schaffen ein Generation von billigen Wanderarbeitern..

    Und dieses Konzept, Deutschlandweit ausgereizt, versucht die Bundesregierung gerade europaweit zu etablieren..

    Unfaßbar..

    Denn um die Menschen in prekären Arbeitsverhältnissen "bei Laune" zu halten zeigt Mann in massenweise billig produzierten "Reality-Doku-Soap´s" das es ebensoviele Menschen gibt, denen es ja noch schlechter geht..
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