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Symptome einer Meningitis (Bild: Mikael Häggström / PD)

Die französische Aids-Gruppe "Act Up Paris" warnt nach drei Meningitis-Fällen in Paris schwule Männer vor einer Epidemie.

Die Warnung schließt die Regionen Ile de France (Paris und Umgebung) sowie die Region Marseille ein, wo derzeit der EuroPride stattfindet. Die drei Fälle seien nach Angaben der Organisation in Paris zwischen dem 13. und 20. Juni gemeldet worden. Die infizierten Männer sollen sich ausnahmslos durch intime Kontakte mit Männer angesteckt haben.

Die durch Viren, Bakterien oder andere Mikroorganismen hervorgerufene Meningitis (Hirnhautentzündung) kann durch intimen Kontakt, darunter Küssen, übertragen werden, aber auch durch nicht direkte Berührung (beispielsweise wenn ein Glas oder eine Tasse geteilt wird). Besonders anfällig sind HIV-Positive. Die Krankheit kann tödlich sein, wenn sie nicht sofort nach der Infektion behandelt wird. Wenn die Krankheit früh genug entdeckt wird, kann siedurch die Gabe von Antibiotika und falls nötig mit antiviralen Substanzen relativ leicht bekämpft werden.

Symptome, darunter ein steifer Nacken, hohes Fieber, Kopfschmerzen und Hautausschläge treten innerhalb weniger Tage auf. Außerdem kann die Krankheit zu Verwirrtheit oder Bewusstseinsminderung, Übelkeit und einer Überempfindlichkeit gegen Licht und laute Geräusche führen. Nach Angaben der Deutschen Aids-Hilfe führen zehn bis 30 Prozent der Infektionen zum Tod.

Zuvor hatte es mehrere Berichte über Todesfälle von schwulen Männern durch Meningitis in den USA gegeben. So meldete Südkalifornien in den letzten Monaten drei Todesfälle (queer.de berichtete). Zudem sorgten sieben Todesfälle in New York City seit 2010 für Aufregung in der Szene. Die lokale Gesundheitsbehörde hat inzwischen schwule Männer mit regelmäßigen Sexualkontakten aufgefordert, sich impfen zu lassen (queer.de berichtete). Zuvor hatte sich die Empfehlung nur an HIV-positive schwule Männer gerichtet. (dk)