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Gay-Drama "Matterhorn"

Schwuler Film in Moskau ausgezeichnet


Im Verleih von Pro Fun soll "Matterhorn" Anfang kommendes Jahres in die deutschen Kinos kommen

Der niederländische Spielfilm "Matterhorn" von Diederik Ebbinge hat auf dem 35. Moskau International Film Festival (MIFF) die größte Anzahl an Preisen gewonnen, die in der Geschichte des Festivals je an einen einzelnen Film verliehen wurden. Dies gab der deutsche Verleih Pro-Fun am Donnerstag bekannt. Das MIFF fand vom 20. bis 29. Juni statt.

Das Drama "Matterhorn" beschreibt das langsame und vorsichtige Coming-out des konservativen Theo, der einst aus Scham vor den anderen Dorfbewohnern den Kontakt zu seinem schwulen Sohn abgebrochen hat. Nach und nach öffnet er sich jedoch für den schrägen Landstreicher Fred, der sich bei ihm einnistet, Ziegen umarmt, gerne Frauenkleider trägt – und Theos Leben verändert. "Matterhorn" erhielt sowohl den Publikumspreis, den Hauptpreis des Russischen Filmkritikerverbunds sowie die Bewertung als "Bester Spielfilm" durch die Russian Film Club Federation.

Neben "Matterhorn" hatte MIFF-Programmdirektor Kirill Razlogov in das diesjährige Festivalprogramm bewusst zwei weitere Filme mit homosexuellen Themen aufgenommen, die nur volljährige Besucher sehen durften: "Rosie" des Schweizer Regisseurs Marcel Gisler sowie "Memories They Told Me" der brasilianischen Regisseurin Lúcia Murat. In der russischen Presse war wegen dieses "Skandals" Razlogovs Rücktritt gefordert worden.

Im Verleih von Pro Fun soll "Matterhorn" am 9. Januar des kommenden Jahres in die deutschen Kinos kommen.

Das Moskauer Filmfestival ist nur drei Jahre jünger als das älteste Filmfestival der Welt, die Filmfestspiele von Venedig. Erstmals wurde es 1935 auf Initiative des damaligen Diktators Josef Stalin veranstaltet. Der erste Jurypräsident war der Regisseur Sergei Eisenstein. Filmpreise gewannen damals unter anderem Walt Disney und René Clair. Die Veranstaltung ist das einzige als A-Festival eingestufte Filmfestival in Russland. (cw)

Direktlink | Trailer zum Film


#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 05.07.2013, 12:23h
  • Daß der Film ausgerechnet in der homophobsten aller Hauptstädte ausgezeichnet wird, ist schon angesichts der politisch für Schwule und Lesben desaströsen Situation ein Wunder!
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#3 Loreley TVAnonym
  • 06.07.2013, 18:11h
  • Antwort auf #1 von FoXXXyness
  • den User "FoXXXyness" ist die Frage zu stellen, ob er sich in Moskau bzw. der russischen Förderation aufgehalten hat? Ich hatte in Moskau und in verschiedenen Städten der russischen Förderation als bekennender öffentlicher Schwuler nie Schwierigkeiten. In Rußland ist es alltäglich,daß sich Männer in der Öffentlichkeit küssen,Händchenhalten oder Arm in Arm sich in den Straßen bewegen.Auch küssen sich Männer öffentlich in der Metro oder auf der Straße,niemand nimmt daran Anstoß.Anders sieht dieses Verhalten in Berlin,Köln,Amsterdam,Paris aus. Verbale Beleidigungen sind hier noch die unterste Art der Belästigungen wenn Männer sich öffentlich als Schwule zu erkennen geben.. Öffentliche "CSD" Veranstaltungen dienen zu größten Teil der Belustigung der Zuschauer nach dem Motto,wir wollen mal perverse Schwule anschauen.Die Wirklichkeit der Schwulen auch hier in Deutschland sieht wohl anders aus, als der einmal jährlich stattfindende genehmigte "CSD".
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#4 I Ramos GarciaAnonym