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  • 08.07.2013           30      Teilen:   |

Cologne Pride 2013

CSD Köln: Eine Achterbahn der Gefühle

Artikelbild
Gruppenbild in Colonia Claudia Ara Agrippinensium (kurz: Köln). Schwule Gladiatoren marschieren bei der Parade mit (Bild: Kit Wong)

Aids-Gala im Maritim, Verleihung der Kompassnadel im Gürzenich, Straßenfest und Parade: Der Cologne Pride war fast so, wie immer. Fast…

Von Christian Scheuß

Patrick Lindner glitzert vom Sakko her. Das gehört sich so als Schlagerbarden-Vollprofi, der ständig auf der Bühne steht. Man glitzert und schillert und singt Liedtexte, die sich reimen. So was wie: "Gefühl ist eine Achterbahn, die man irgendwann nicht mehr halten kann." Nein, sie hören nicht die Sendung "Final Destination Schlager 3" bei WDR 4. Wir befinden uns beim Glamourauftakt des Kölner CSD-Wochenendes. Freitagabend, Festsaal im Maritim, 20. Gala der Kölner Aidshilfe.

Lindner hat als offen schwuler Künstler, der sich in einem eher konservativ geprägten Segment der Musikbranche bewegt und es dennoch gewagt hat, mit seinem Mann an die Öffentlichkeit zu treten und auch noch ein Kind zu adoptieren, nach wie vor große Vorbild-Funktion. Musikalisch fühlte es sich für die Besucher des Benefiz-Events jedoch mehr nach Achterbahn mit angezogener Bremse und aufgesetzten Gefühlen an. Aber keine Bange, es gab andere Acts und Auftritte, da brannte die Hütte. Lindner, Roman Lob, Jeanette Biedermann und Co, sie alle traten für lau auf, um der Arbeit der HIV-Selbsthilfe einen möglichst großen Topf voller Geld zukommen zu lassen.

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Glitter bei der Gala, viel Harmoniesucht beim CSD-Empfang

Gala-Gast Alfred Biolek. Bekam Applaus von allen Seiten, einfach weil er da war... - Quelle: CS
Gala-Gast Alfred Biolek. Bekam Applaus von allen Seiten, einfach weil er da war... (Bild: CS)

Einer hat sich bei der Gala ganz besonders wohl gefühlt: Ingo Zamperoni, das bisherige Gesicht des ARD-Nachtmagazins und baldiger Tagesthemen-Anchormann, durfte endlich einmal mehr als drei Schritte tun. Das Präsentieren von Nachrichten ist nun mal eine überwiegend starre Angelegenheit. Gemeinsam mit Andreja Schneider ("Geschwister Pfister") sang er schräge Lieder, scherzte und flirtete mit dem Publikum bis zum Anschlag. Fand aber auch die richtigen kritischen Töne. So äußerte er sein Unverständnis über die Proteste, die die Öffnung der Ehe in Frankreich begleitet hatten. Und Fräulein Schneider drohte bissig ironisch mit einen Auftrittsboykott der Geschwister aus Solidarität mit den schwul-lesbischen Schwestern und Brüdern aus Russland. Überhaupt bekam Putin mehrmals sein Fett weg.

Und die Aids-Hilfe, die zur Gala geladen hatte? Die zielte in diesem Jahr auf die Stadtspitze. Geschäftsführer Michael Schumacher erklärte in seiner Rede, er hätte sich in der Auseinandersetzung des Kölner Lesben- und Schwulentages mit den Provokateuren von "Pro Köln" ein deutliches Zeichen der Solidarität gewünscht. Das habe aber wurde ebenso vermisst wie der lang versprochene Aktionsplan zum Thema "Diversity". Und auch die Sexsteuer wurde mit satirischen Film-Einspielern kritisiert.

Eine heiße Kompassnadel

War das nun eine Entschuldigung oder nicht? Und wenn ja, war es eine, die als ausreichend empfunden wurde? Wochen vor dem gemeinsamen Empfang von Aids-Hilfe NRW und Schwules Netzwerk NRW, der am Samstag im Kölner Gürzenich stattfand, hatte es gewaltig gewittert. Das Netzwerk zeichnet das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" aus. Ein Blatt, das mitverantwortlich war für das Schüren von Ängsten und Diskriminierungen auf dem Höhepunkt der Aids-Krise in den Achtzigern.

Das diskriminierende Verhalten eines Aushängeschilds des deutschen Journalismus ist bis heute nicht vom Verlag aufgearbeitet worden. Und jetzt soll das Blatt und das Onlineangebot für besonderes Engagement für die Belange der Community ausgezeichnet werden? Unvorstellbar und ein Affront für viele der Betroffenen, die diese Zeit miterlebt haben. Vorjahres-Preisträger Martin Dannecker, Aids- und Schwulenaktivist der ersten Stunde, blieb gleich daheim in Berlin.

Entsprechend gespannt waren die über 500 Gäste, wie denn nun der entsandte Vertreter Markus Verbeet, Chef der Deutschland-Redaktion reagieren wird. Zunächst begrüßte er die geäußerte Kritik. Jedes Blatt habe die Leser, die es verdient, meinte er. Der Journalist verstehe auch nach Sichtung der entsprechenden Artikel, wie die bis heute andauernde Wut über die Berichterstattung entstehen konnte. Und sagt dann diese Sätze: "Es war nicht alles gut, was wir damals geschrieben haben. Es gab Grenzüberschreitungen. Es gab nicht nur zugespitzte Darstellungen, sondern auch verletzende Worte. Manches hätten wir auch damals besser wissen müssen und ich ahne, was für Verletzungen wir hervorgerufen haben. Das bedauere ich. Das bedauere ich sehr!"

Nach dem Festakt, der vom stillen Protest der Landesarbeitsgemeinschaft "Positiv Handeln" begleitet worden war (man verteilte und trug schwarze Trauerschleifen), gingen die Diskussionen weiter. Reicht ein "Bedauern" aus, um die persönlichen Verletzungen der Menschen mit HIV und Aids hier zu heilen und die Sensibilität der Journalistinnen und Journalisten dort und schärfen? Was folgt danach? Eine wissenschaftlich begleitete Dokumentation und Aufarbeitung dieses Kapitels des Magazins oder eine andere symbolische Entschädigungs-Geste beispielsweise hatte Verbeet nicht mit im Gepäck. Die Befürchtung, dass der während der Veranstaltung mehrmals gepriesene Dialog zum Thema bereits am Samstagnachmittag in ein Koma fiel, aus dem er nicht mehr reanimiert werden wird, das nahmen einige als Gefühl mit nach Hause.

Ganz viel Liebe auf dem CSD

Spiegel-Chef Markus Verbeet (dritter von Links) und Falk Steinborn sind die Preisträger der Kompassnadel
Spiegel-Chef Markus Verbeet (dritter von Links) und Falk Steinborn sind die Preisträger der Kompassnadel (Bild: CS)

"Na, wurdest du bereits zu Tode gelobt?" "Jaaa!" knurrt Marcel Dams und scherzt: "Zu Tode geliebt wäre mir aber viel lieber." Der junge schwule HIV-Aktivist hatte ein paar Stunden zuvor bei der Kompassnadelverleihung die Laudatio auf den Spiegel gehalten und an die Verantwortung der Medienmacher appelliert, indem er seine persönlich gefärbte Sicht auf ein Leitmedium beschrieb, das ihm und viele andere beim Coming-out mit begleitet hatte. Beim anschließenden Straßenfest sorgte permanentes anerkennendes Schulterklopfen für ein staubfreies Jacket und ein gutes Gefühl.

Dams war noch kurz vor dem CSD offen von einem Vorstandsmitglied der Aids-Hilfe NRW, für die er arbeitet, als ungeeigneter Laudator abgestempelt worden: Zu jung, zu wenig Wissen über das, was Aids mit seiner tödlichen Bedrohung in den Anfängen bedeutete. Doch Dams hatte sich natürlich eingelesen, brachte Belege für die frühere Homophobie und Aids-Panikmache des Magazins – und forderte klar und deutlich eine Aufarbeitung und eine Entschuldigung im Blatt (die Reden als PDF).

Dams ist nicht der Einzige, der an diesem Wochenende Streicheleinheiten ohne Ende bekam. Falk Steinborn vom Projekt queerblick erhielt die andere Kompassnadel für die wichtigen Impulse gegenüber LGBT-Jugendlichen.

Auch der neue Vorstand des CSD-Veranstalters, dem Kölner Lesben- und Schwulentag, wurde für seine bestandene Bewährungsprobe eifrig gelobt. Die Finte mit der CSD-Absage und sofortigen Neuanmeldung, mit der die rechtsgerichtete Organisation Pro Köln elegant aus der Teilnehmerliste der Parade gekickt werden konnte, gilt als besonders gelungen.

Dies und ein insgesamt gut organisiertes Wochenende bei gutem Wetter mit vielen gut gelaunten Gästen sorgte dafür, dass der CSD beinahe so war, wie im vergangenen Jahr: Friedlich, fröhlich, ein bisschen frivol. Gay Pride as usual. Und doch hat sich etwas verändert, mehr hinter den Kulissen. Die Drohgebärden der Randale-Rechten hat eine erschrockene Community nach längerem mal wieder zusammenrücken lassen. Das Bewusstsein wurde dafür geschärft, dass es in der Stadt viele mögliche Bündnispartner gibt, die ebenfalls gegen Diskriminierungen und Ausgrenzungen arbeiten. Erfahrene Kämpfer, mit denen es sich lohnt, künftig öfters zusammenzukommen um Erfahrungen auszutauschen.

Der CSD ist und bleibt – trotz aller Bratwurststände und Dirndlshops – ein Politikum, ein verdammt wichtiges politisches Instrument. Das wird sich auch nach dem erwarteten baldigen Schließen des Aktendeckels "Homo-Ehe" nicht so schnell ändern…

Event-Galerie
CSD Köln 2013: Gala - Netzwerkempfang - Parade

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Tags: csd, köln, klust, aidsgala
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Reaktionen zu "CSD Köln: Eine Achterbahn der Gefühle"


 30 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
08.07.2013
15:41:57


(0, 10 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Gestern Abend kam ja die Berichterstattung vom Kölner CSD im WDR-Fernsehen. Das Programm in diesem Jahr konnte sich sehen lassen. Umzug bei Kaiserwetter, ein feierfreudiges Publikum und da wurden auch die Gäste aus Rußlands Hauptstadt Moskau und aus der Zarenstadt Sankt Petersburg auf das Herzlichste begrüßt! Am bewegendsten fand ich übrigens die AIDS-Gedenkveranstaltung mit den Schwestern der Perpeutellen Indulgenz und die Aktion mit den Stolpersteinen, welche den an AIDS Verstorbenen gewidmet sind.


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#2
08.07.2013
15:59:38


(+4, 6 Votes)

Von Kölner


Meine ich das nur, oder wird die Kölner Parade immer kleiner?

Es gab dieses Jahr z.B. keinen Wagen des WDR, nur von der WDR-Sendung Verbotene Liebe, aber keinen großen WDR-Wagen mit Promis so wie die letzten Jahre.

Im Vergleich zu früher fehlten auch viele weitere Gruppen, wie z.B. Velspol (schwul-lesbische Polizisten), Garten der Lüste, die Gruppe schwuler Muslime, schwuler Griechen (HellasGay), schwuler Israelis, schwuler Asiaten, etc. Und auch die Männer mit den aufwendigen (brasilianischen?) Kostümen waren nicht dabei. Sogar Drag-Queens waren weniger als früher mal. Und viele Gruppen waren viel kleiner als die letzten Jahre (z.B. die schwulen Lehrer). Sogar die Ford-Gruppe war viel kleiner als sonst und kam nur mit einem kleinen Wagen statt dieses riesigen Trucks mit der runden Frontscheibe.

Wo sind die Zeiten, als es riesige bunt gemischte Fußgruppen gab?

Etc. etc. etc.

Ich frage mich echt, woran das liegt... Aber im Vergleich zu früher fehlen viele schöne Gruppen.


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#3
08.07.2013
17:09:13


(+4, 6 Votes)

Von Hinnerk
Antwort zu Kommentar #2 von Kölner


Zumindest subjektiv kommt es mir auch seit 2-3 Jahren so vor...


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#4
08.07.2013
18:18:26


(+2, 6 Votes)

Von ploetzlich prinz


Mein subjektiver Eindruck ist, dass der CSD Köln stylemäßig und besetzungtechnisch noch im letzten Jahrtausend festhängt. Oder, was meint ihr?


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#5
08.07.2013
18:27:56


(+4, 10 Votes)

Von m123


Habt ihr euch mal angesehen wie über den CSD bei ARD und ZDF berichtet wurde?

Da wurden fast nur Drag Queens und dicke Männer in Frauenkleidern gezeigt. Und zum Schluss eine Drag Queen die in die Kamera geknutscht hat. Da wird wohl jedem Rentner vor Schreck das Gebiss rausgeflogen sein.

Merkwürdigerweise musste extra darauf hingewiesen werden, dass es sich um einen politischen Protest gehandelt haben soll, weil man aufgrund der Bilder allein nicht drauf kommt. Und dann wurde gesagt, dass von Schwulen und Lesben das Adoptionsrecht gefordert wird, während man gerade dicke Männer im rosaroten Fummel mit Bier und sich tuntig benehmend eingeblendet hat. Ob die sich im Alltag wohl auch so benehmen und ob die Fernsehzuschauer dann von einem Adoptionsrecht für Schwule und Lesben überzeugt wurden?

Ich musste mich fremdschämen. Nur zu gut habe ich erahnen können, dass die Bilder eher das Gegenteil bewirkt haben, nämlich dass mehr Leute wegen diesen Bildern gegen das Adoptionsrecht für Schwule und Lesben sein werden. Enttäuscht war ich auch, dass von politischem Protest wirklich nicht die Rede sein kann. Da wird mit Bierglas in der Hand zu lauter Mucke getanzt und Party gemacht. Mir persönlich ist alles andere als nach Party zumute wenn ich daran denke wie wir immer noch vom Staat diskriminiert werden und wie wenig passiert.

Und jedes Jahr wird der CSD noch unpolitischer.

Ich wünschte es könnten sich mal eine Million zum Protestieren in Alltagskleidung mit Schildern in der Hand Sprechchöre rufend durch die Straßen marschierend versammeln und für die rechtliche Gleichstellung protestieren. DAS wär effektiv. Wenn ich daran denke, dass zu echten politischen Protesten in der Vergangenheit vielleicht lächerliche 40 oder 50 Teilnehmer erscheinen, dann hab ich schon manchmal das Gefühl, dass viele Schwule und viele Lesben vielleicht auch gar keine gleichen Rechte haben wollen. Offenbar scheint eine wilde Party viel wichtiger zu sein als das effiziente Beseitigenwollen von Diskriminierung.

Sorry, aber ich musste mir jetzt einfach mal Luft machen. Denn wenn es so weitergeht wird womöglich demnächst die CDU/CSU allein regieren. Und was das bedeutet kann sich jeder Schwule und jede Lesbe ja denken. Und selbst dann, so befürchte ich, werden Schwule und Lesben den CSD weiterhin als Saufparty missbrauchen. Ich will keine Party, ich will nicht saufen. Ich will den politischen CSD mit echten "Stonewall Riots" zurück!!! Beim CSD hätten wir dieses Jahr die einmalige Chance gehabt mit einem echten politischen Protest Merkel und der CDU/CSU so richtig Breitseite zu geben. Chance verpasst!

Jetzt müssen mein Partner und ich bis mindestens 2017 warten bis wir gleiche Rechte haben. Ihr könnt euch vorstellen wie dankbar wir den CSD-Teilnehmern dafür sind. Vier weitere Jahre übelste Diskriminierung. Ich könnte heulen. DANKE!


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#6
08.07.2013
18:45:21


(+1, 5 Votes)

Von michaelzg


IIrgendwie scheint Köln den anderen CSDs und Communitys im Lande immer einen Schritt voraus.

Nicht nur das man hier jene Art und Form des CSD begann, die heute Landes- und sogar Europaweit Standart bei der Pride-Feiern ist, sondern vor allem, wo es um den Zustand dieser "Community" geht.

Hier wird schon diskutiert, was woanders bald auch auf der Angenda steht, einfach weil die Integration von Schwulen und Lesben in die Mehrheitsgesellschaft soweit fortgeschritten ist, wie an keinem anderen Ort (in Berlin ist das halt durch die Größe der Stadt kaum möglich, weil man sich da halt in seinen Kiez zurückziehen und dann genüsslich vor sich hin leben kann, in Köln geht das einfach nicht).

Egal ob hier plötzlich klar wird, dass auch Schwule (und sicher auch Lesben) durchaus Rechtsextrem sein können, oder das man die EheDebatte schon hinter sich gelassen hat und man beginnt darüber nachzudenken, was nach der "Ehe" kommt.

In vielem war dieser CSD - und man merkt das deutlich in Atmossphäre in der Stadt - eine Initialzündung und nun wird in diesem BioTop Köln wieder ausgebrütet, was morgen überall in Deutschland an der Tagesordnung ist.

Schon alleine deshalb war es ein toller CSD ...


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#7
08.07.2013
18:52:27


(-4, 14 Votes)

Von Ersoy


Mich stören ehrlich gesagt diese Fetisch-Leute mit Hundemasken, Pferdeverkleidungen, etc.

Ich will niemandem vorschreiben, wie er Sex zu haben hat und wenn die das geil finden, sollen die halt so Sex machen. Aber muss man in diesen Fetisch-Outfits auch noch beim CSD mitlaufen? (Zumal viele von denen Heteros sind.)

Das schadet uns, denn das sind Bilder, die viele (eigentlich positiv gestimmte) Zuschauer verärgern oder schockieren.


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#8
08.07.2013
19:12:15


(+4, 6 Votes)

Von michaelzg
Antwort zu Kommentar #7 von Ersoy


Auch wenn mancher Fetisch sicher nicht jedermanns Geschmack ist (meiner auch nicht) ... aber Kinder mögen "Pferdchen" und "Hündchen" einfach ...

Die Reaktion der "normalen" Zuschauer scheint da weniger von Abneigung geprägt, als die Gefühle vieler Schwuler, die dort ihre Probleme haben.

Übrigens gibt es nichts, was die Abscheu von Otto-Normalo so provoziert, wie der Kuß zweier Männer ... weshalb man solche Bilder auch fast nie auf Zeitungen sieht - obwohl es ja vielmehr für einen CSD steht.


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#9
08.07.2013
19:33:14


(+9, 11 Votes)

Von Mehmet
Antwort zu Kommentar #7 von Ersoy


"Aber muss man in diesen Fetisch-Outfits auch noch beim CSD mitlaufen?"

Nein. Diese kreative Bereicherung ist völlig freiwillig und mutig, finde ich.


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#10
08.07.2013
19:54:21


(+1, 9 Votes)

Von XDAS
Antwort zu Kommentar #8 von michaelzg


Kinder mögen aber nicht diese Latex-Pferde und -Hunde; die machen eher Angst.

Und ich habe auch schon mehrfach Heteros gehört, die sagten "Muss das jetzt wirklich sein?"

Ich laufe ja auch nicht auf der Parade und lasse mich ficken, um meine sexuelle Präferenz gleich jedem zu zeigen.

Muss natürlich jeder selbst wissen, aber ich finde es auch eher schädlich als nützlich.


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