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  • 10. November 2004, noch kein Kommentar

Lavalampen, Afri-Cola, Spülmaschinen-Tabs: Die Ausstellung "Im Designerpark" in Darmstadt zeigt alles um das Thema Design.

Von Tanja Reinsfelder

Alte Bekannte wie die Bürsten von Koziol, Lavalampen, Telefone von Swatch und die berühmte Afri-Cola-Flasche trifft man ab dem 14. November nicht nur auf der Kö in Düsseldorf. In die Welt und Geschichte des Designs entführt die Besucher eine neue Ausstellung im Institut Mathildenhöhe in Darmstadt. In Zusammenarbeit mit dem Institut für Technische Form wird in "Im Designerpark – Leben in künstlichen Welten" der Frage nachgegangen, in welche Richtungen sich die Designpraxis seit ihren Anfängen entwickelt hat. Gleichzeitig wird anhand von Beispielen dargestellt, was heute alles unter Design zu verstehen ist, angefangen bei Designermöbeln über Designerfrisuren bis zu Designerbrillen. Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf Entfaltungen des Designs in Deutschland, einschließlich der Designerzeugnisse aus der DDR.

Aber auch Produkte wie die 5-Minuten-Terrine, Capri-Sonne und sogar Spülmaschinen-Tabs, die einem spontan zu dem Thema Design keinesfalls einfallen, sind hier vertreten. Bereiche, in denen man früher niemals einen gestalterischen Eingriff vermutet hätte, werden dargestellt: chirurgisches Body-Design, Food-Design, Geruchs-Design und sogar Augen- und Mund-Design. Eine Präsentation nach dem Motto "The Best of" soll die Ausstellung jedoch nicht sein.

Vor dem eigentlichen Beginn durchläuft der Besucher einen multimedialen Erlebnisraum als Entree. Diesem folgt eine "Hall of Fame", in der die Leistungen wichtiger Designerpersönlichkeiten zusammen mit den jeweiligen Designobjekten präsentiert werden. Zentraler Raum der Ausstellung ist der "Themenpark". Hier werden die zahlreichen Ausprägungen der Designpraxis an Hand der Themen Haushalt, Wohnen, Ernährung, Körper, Kommunikation, Freizeit, Arbeit und Konsum ausführlich thematisiert und vorgestellt. Der Fokus liegt hierbei zwar auf der unmittelbaren Aktualität, aber auch die historischen Herleitungen aus der Designgeschichte werden ausreichend berücksichtigt. Am Anschluss betritt man ein kurioses "Panoptikum des gewöhnlichen No-name-Designs" mit banalen Dingen, deren Entstehen nicht auf einen Designer zurückgeht, die aber dennoch eine markante Formcharakteristik aufweisen.

Nach der typologischen Abteilung, in der Fragen unterschiedlicher Materialbeschaffenheiten, formale Kategorien wie Stapeln, Knicken und verschiedene Arten der äußeren Gestalt der Designobjekte betrachtet werden, schließt die Ausstellung mit dem finalen Bild einer Müllhalde. Hier kommt das Thema der "Wegwerfgesellschaft" und der ökologischen Verantwortung von Designern zur Sprache.

Die Ausstellung läuft bis zum 20. Februar 2005.

Im Designerpark im Institut Mathildenhöhe, Ausstellungsgebäude, Sabaisplatz 1, Darmstadt. Öffnungszeiten: Di – So 10-18 Uhr, Mi 10-21 Uhr; Eintritt: 5 €/ermäßigt 3 €

10. November 2004