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Im Musikvideo wird "All-American" wörtlich genommen.

Rund eine halbe Million Mal wurde der Schmachtsong eines schwulen Countrysängers seit vergangene Woche angeklickt.

In der amerikanischen Volksmusik sind die Gemüter oft so einfältig wie die Melodien. Homosexuelle sind in diesem traditionellen Umfeld genauso wenig erwünscht wie Sozialdemokraten oder Atheisten.

Aber auch Schwule wollen in diesem Business Fuß fassen: Letzte Woche veröffentlichte der bislang unbekannte 23-jährige Sänger Steve Grand ein für 7.000 Dollar selbst produziertes Video auf Youtube, in dem er einen Heterojungen anschmachtet – und erzielte eine Achtungserfolg: Rund 450.000 Klicks innerhalb von weniger als sechs Tagen. Aus dem Mainstream-Country gibt es derzeit kein Lied, das aus der Sicht eines Schwulen erzählt wird.

Im Refrain zeigt Steve patriotisch korrekt seine Zuneigung:

Be my All-American boy tonight
Where everyday's the 4th of July
And it's alright, alright
And we can keep this up 'til the morning light
And you can hold me deep in your eyes
And it's alright, alright
Be my, be my
My All-American boy

Deutsch:
Sei heute Nacht mein typisch amerikanischer Junge,
es soll sich anfühlen wie am Nationalfeiertag
Und es ist alles in Ordnung.
Wir können bis zum Morgengrauen weitermachen
Und du kannst mich mit deinen tiefen Augen festhalten
Und es ist alles in Ordnung.
Sei mein typisch amerikanischer Junge.

Hier ist das Video:

Jetzt ist auch ein Video einer Live-Aufführung in einer Bar in Steves Heimatstadt Chicago online:

Text und Video zeigen, wie sich Steve nach seinem Objekt der Begierde lechzt und dabei dessen Freundin erzürnt. Steve kann dabei auch auf eigene Erfahrung bauen. Er erzählt im Interview mit der US-Presse:

Ich war als 13-Jähriger [in einem Sommerlager]. Einer der Leiter war sehr herzlich und hat sich meiner angenommen – nicht sexuell, aber als Freund. Und das hat mich sehr bewegt. Ich erinnere mich an den schrecklichen Herzschmerz.

Sein Coming-out war aber alles andere als einfach: Als Steve als Achtklässler Schulfreunden von seiner Homosexualität erzählte, verrieten sie ihn an seine Eltern: Die haben ihn dann fünf Jahre lang zu Homo-Heilern geschickt, die den Jungen heterosexuell machen sollten – geklappt hat es natürlich nicht. (dk)



#1 CowboyAnonym
  • 08.07.2013, 19:50h
  • Naja, beim Text rollen sich einem ja die Fußnägel auf. Aber im Ganzen ist es doch eine sehr schöne Rockballade.
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#2 UweBerlinProfil
  • 08.07.2013, 19:52hBerlin
  • Ja, SO als Land of the Free statt Guantanamo macht Amerika wieder viel mehr Spaß und Freude.
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#3 HahaAnonym
  • 08.07.2013, 19:59h

  • "Mami und Mami [...]" HAHA, na das wär ja mal was, wenn Mami und Mami ihr schwules Kind heilen lassen wollen!! :D
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#4 Sabelmann
  • 08.07.2013, 20:07h
  • Ich finds einfach nur schön!
    Darf man auch sagen dass Steve auch noch sehr hot ist?
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#5 GerhardAnonym
#6 StretchingmasterProfil
  • 08.07.2013, 23:16hEssen / Holsterhausen
  • Ich hab ihm mal zu seinem Video folgenden Kommentar geschrieben:

    Super song. An important step in the right direction. Only if homosexuality has arrived in all walks of life, they can be regarded as normal. Keep it up. You're a great singer. Please more of these insightful songs. The whole gay world will thank you.

    Greetings

    Die Welt braucht mehr solcher Menschen.

    Schönen Tag noch
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#7 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 09.07.2013, 00:22h
  • Ein Schwuler stürmt die letzte Heterobastion in der Musikbranche - der hat aber Mut!
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#8 KarloProfil
#9 Sabelmann
#10 TheDad
  • 09.07.2013, 21:49h
  • Antwort auf #7 von FoXXXyness
  • Die "letzte" Heterobastion, wenn es denn so eine geben sollte, sind immer noch Männer-Mannschafts-Sportarten wie Fußball, Handball, Volleyball..

    In der Musikbranche sind LGBT´s seit Jahrzehnten etabliert,sowohl als Interpreten als auch als Produzenten..

    Das "neue" an Steve Grand ist hier nur :
    Der Junge macht ganz offensichtlich gute Texte in denen es "ganz normal" um Schwule Liebe geht..

    Neu ist allerdings dabei nur der Erfolg auf YouTube, denn die "Idee" schwule Texte in der Schlager-Branche zu singen und damit mehr als nur einen Achtungs-Erfolg zu erzielen hatte schon ein anderer :

    Stephan Runge..

    Er hat mit Claus Vincon (Käthe aus der Lindenstraße) 1998 die CSD-Hymne geschrieben und performed..

    www.youtube.com/watch?v=aWyrZ0FP6Oo

    Runge trat u.a. in der ZDF-Hitparade auf, dem ZDF-Fernsehgarten und der Aktuellen Schaubude..
    Seine Texte auf den CD´s sind ausschließlich schwul..

    Über die Web-Site gibt es auch Hör-Proben :

    www.stephanrunge.de/
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