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Statement gegen Konversionstherapien

Deutscher Fachverband warnt vor "Homo-Heilung"


Homo-"Heilung" in Deutschland: In einem Flyer des "Deutschen Instituts für Jugend und Gesellschaft" wird auch über die "Veränderung" Homosexueller berichtet

Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde distanziert sich von Angeboten zur "Konversionstherapie".

Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde, der älteste und größte Fachverband seiner Art in Deutschland, hat sich in einer öffentlichen Stellungnahme gegen Angebote zur "Konversionstherapie" von Homosexuellen gewandt.

Noch immer gebe es in dem Bereich "Fehlinformationen" und bei Ärzten und Therapeuten "Ambivalenzen und Verunsicherung im Umgang mit Homosexualität". Das Papier des Referats "Sexuelle Orientierung in Psychiatrie und Psychotherapie", gegründet, um "der Stigmatisierung von Menschen durch Abbau von Unwissen und Vorurteilen entgegenzuwirken", stellt fest: "Die wissenschaftliche Forschung hat gezeigt, dass es sich bei Homosexualität weder um eine pathologische Entwicklung noch um eine Erkrankung handelt, sondern um eine zur Norm gehörende sexuelle Orientierung."

Zwar suchten Homo- und Bisexuelle häufiger psychiatrische oder psychotherapeutische Hilfe auf als die Allgemeinbevölkerung. Ursache für affektive Störungen, Angststörungen, Substanzmissbrauch und eine erhöhte Rate von Suizidversuchen seien aber direkt oder indirekt erfahrene Diskriminierung sowie internalisierte Homophobie, Selbstentwertung oder starke Schuld- und Schamgefühle.

Psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlungsansätze sollten sich nicht auf die Homosexualität als solche fokussieren, "sondern sofern vorhanden auf die Konflikte, die mit der Homosexualität in Verbindung mit religiösen, gesellschaftlichen und internalisierten Normen entstehen." Durch Fachleute wie Laien angebotene Therapien, "Homosexualität in asexuelles oder heterosexuelles Verhalten umzuwandeln", seien abzulehnen, da "keine empirische Evidenz für günstige Effekte von Konversionsverfahren vorliegt" und "Patienten durch Konversionsverfahren Schaden zugefügt werden kann".

Daher verurteile die DGPPN "jegliche Stigmatisierung, Pathologisierung oder Benachteiligung von Menschen unterschiedlicher sexueller Orientierung". Die Erklärung kann als PDF-Dokument heruntergeladen werden. (nb)



#1 timpa354Ehemaliges Profil
  • 09.07.2013, 15:45h
  • Ich hoffe doch inständig, dass der Fachverband sich noch viel öfter und auch lautstark zu Wort meldet, wenn es um die Diskriminierung von Homosexuellen geht, denn alle sind betroffen von diesen Konversionstherapien, die Homosexuellen und auch ihre Familien, wird doch so allen zu verstehen gegeben, dass sie so wie sie sind nicht richtig sind, dadurch wird immenser Schaden angerichtet und nur die Fachorganisationen können hier helfend eingreifen, deshalb bitte weiter so.
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#2 LorenProfil
  • 09.07.2013, 17:29hGreifswald
  • "Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sucht erneut die Nähe zu evangelikalen Befürwortern einer Homo-'Heilung'. Nach einem Grußwort an den Gnadauer Gemeinschaftsverband im Januar (queer.de berichtete) wird sie am 12. Juli das Christliche Gästezentrum 'Forum Schönblick' in Schwäbisch Gmünd besuchen."

    www.queer.de/detail.php?article_id=19025

    Der deutsche Fachverband sollte der Bundeskanzlerin seine Schrift öffentlich am 12. Juli zukommen lassen. Das wird sie zwar nicht von ihrem Wahlkampfauftritt dort abhalten (um nichts anderes handelt es sich), sie aber vor aller Augen ins rechte Licht rücken.
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#3 SebiAnonym
  • 09.07.2013, 19:53h
  • Was interessiert Schwarz-Gelb schon die Meinung von Fachleuten. Wie immer setzen sie sich darüber hinweg.
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#4 FoXXXynessEhemaliges Profil
#5 TheDadProfil
  • 09.07.2013, 22:55hHannover
  • Antwort auf #1 von timpa354
  • Ebenso wichtig wie das "lautstark zu Wort melden" ist es das Vorurteil "Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus" zu überwinden..

    Denn Ärzte haben ein Berufgericht vor dem Mann die "Schwarzen Schafe" der Branche auch aussortieren kann..

    Der Berufsgerichtsbarkeit (auch Ehrengericht genannt) sind unter anderem Rechtsanwälte, Notare, Richter, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, Ärzte, Zahnärzte, Tierärzte, Apotheker, Psychotherapeuten, Architekten und Ingenieure unterworfen...

    Maßnahmen können vom Verweis bis zum Berufsverbot reichen..
    Für das einem Strafprozess ähnliche Verfahren ist meist ein ordentliches Gericht zuständig..

    Wer als Psychiater oder Psychoterapeut von einer "Konversions-Therapie erfährt und den durchführenden Berufskollegen nicht vor das Berufsgericht bringt, macht sich in meinen Augen mitschuldig daran !
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