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Moderator Andreas Jancke (Mi.) mit allen Kandidatinnen: (v.l.) Fiona Erdmann, Conchita Wurst, Jordan Carver, Kader Loth, Sophia Wollersheim, Sarah Knappik, Barbara Engel, Miriam Balzcerek, Senna Gammour, Jinjin Harder, Sara Kulka und Ingrid Pavic (Bild: RTL)

Wüste statt Dschungel: RTL schickt "zwölf luxusverwöhnte Promi-Ladys" nach Afrika, um gegen die Wildnis und die Mitkandidatinnen zu kämpfen – auch eine bärtige Drag Queen ist dabei.

Von Dennis Klein

In der Dschungelshow sorgte Olivia Jones als investigative Camp-Mami für Gesprächsstoff und Quoten, bei "Wild Girls – Auf High Heels durch Afrika" übernimmt diese Rolle Conchita Wurst. Die Kunstfigur wird vom 24-jährigen österreichischen Sänger Tom Neuwirth dargestellt. Im Fernsehen unseres Nachbarlandes gehört Fräulein Wurst bereits zum Inventar, nun will sie offenbar auch Deutschland erobern.

Die siebenteilige Realityserie soll offenbar in diesem Jahr das Warten auf "Ich bin ein Star" verkürzen. Dabei verwurstet der Kölner Sender altbekannte Gesichter: Die meisten Teilnehmerinnen können ihren Promi-Status von Realityshows ableiten. So gibt es ein Wiedersehen mit Sarah Knappik und Fiona Erdmann, die sich beide durch "Germany's Next Top Model" und das "Dschungelcamp" zickten. Auch manche "Stars", die selbst gut informierte Reality-Konsumenten vergessen haben, kommen wieder. Ein Beispiel ist Kader Loth, die 2004 und 2005 bei "Big Brother", "Frauentausch", "Die Alm" und "Die Burg" ihre Körbchen verdiente.

Auch Conchita Wurst kommt aus dieser "Tradition". Als Mann nahm Tom Neuwirth bereits 2006 bei der österreichischen Castingshow "Starmania" teil. Dann erblickte Conchita Wurst einige Jahre später das Licht der Öffentlichkeit: 2011 machte die Drag Queen bei der ORF-Talentshow "Die große Chance" mit, ein Jahr später belegte sie im österreichischen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest den zweiten Platz. Dieses Jahr hat Conchita bereits in der Realityshow "Die härtesten Jobs Österreichs" Fisch verarbeitet. In einem Interview hat sie auch erklärt, warum sie einen so ausgeprägten Damenbart trägt: So wolle sie für Toleranz für alle möglichen sexuellen Ausrichtungen ebenso wie für Frauen mit Bart werben.

Youtube | Conchita Wurst als Céline Dion in der ORF-Castingshow "Die große Chance"

"Giftige Schlangen und gefährliche Skorpione"

Das Konzept von "Wild Girls" ist ein ganz altes, auch wenn als Set dieses Mal die Wüste Namibias in Südwestafrika gewählt wird: Die Mädels sollen alberne Dinge in der fremden Umgebung tun, wie der RTL-Pressetext verspricht: "Wie kommen sie mit der fremden Kultur und den Sitten und Gebräuchen der Einheimischen zurecht? Und wie werden sie wohl reagieren, wenn sie auf wilde Tiere, giftige Schlangen und gefährliche Skorpione treffen?". Mit Kandidatinnen wie Sarah Knappik ist auch sichergestellt, dass sich die Mädels ständig untereinander anzicken. Und Moderator Andreas Jancke (bekannt aus der Sat.1-Soap "Hand aufs Herz") wird sicherlich die Atmosphäre anheizen.

In sieben Folgen sollen die Kandidatinnen "hunderte Kilometer" durch verschiedene Landesteile Namibias zurücklegen und dabei "knallharte Wettkämpfe" meistern. Danach gibt es Nominierungsrunden, die entscheiden, wer unter Tränen rausfliegt. Die Siegerin erhält mit dem "Goldenen High Heel" eine Trophäe. Außerdem darf sie sich im RTL-Mikrokosmos mit dem Titel "Wüstenkönigin" schmücken.

Für begeisterte RTL-Zuschauer sind damit die nächsten Mittwochabende gerettet: Vor den "Wild Girls" wird um 20:15 Uhr die Realityshow "Mama Mia – Wer heiratet meinen Sohn" ausgestrahlt. In der Sendung, die letzte Woche Premiere feierte, sucht unter anderem der schwule Lukas mit Hilfe seiner Mami nach dem Mann des Lebens (queer.de berichtete).

Die Reality-Manie ist übrigens nicht auf RTL beschränkt: Im nächsten Monat startet Pro Sieben mit "Reality-Queens am Kilimandscharo" ein ähnliches Format wie "Wild Girls". Hier allerdings ohne Drag Queen, aber die anderen Kandidatinnen sind Medienberichten zufolge vom gleichen Kaliber wie bei RTL: So treten dort Micaela Schäfer ("Topmodel", "Ich bin ein Star", "Frauentausch") oder Janina Youssefian an, deren größte Leistung es ist, die Ex von Dieter Bohlen zu sein.



#1 TorstennAnonym
  • 10.07.2013, 12:08h

  • Unglaublich für was für einen Schrott hier Werbung gemacht wird.
    Mit schwul oder Homoerotik hat das zudem auch nichts zutun.
    Wen interessieren schon halbnackte Weiber, außer Frauen mit Hang zur Magersucht und Hetenmänner die in den Sendungen was zum gucken haben.
    Auch sehr auffällig, dass Männer in solchen Sendungen immer extrem unterrepräsentiert sind...noch ein Grund warum das Format für die allermeisten Schwulen uninteressant ist.
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#2 lesMam
  • 10.07.2013, 13:27h
  • Antwort auf #1 von Torstenn
  • "Unglaublich für was für einen Schrott hier Werbung gemacht wird." Stimmt.

    "Wen interessieren schon halbnackte Weiber..."
    Mich normalerweise schon. Aber diese Dumpfbacken und Ersatzteillager auf Beinen möchte selbst ich als Lesbe nicht sehen.
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#3 Sabelmann
  • 10.07.2013, 14:07h
  • Tom finde ich als Mann wesentlich angenehmer und auch hübscher!Als Conchita ist er für mich unerträglich!Was diese Kunstfigur oft verzapft ist schon Körperverletzung!Aber was macht man nicht alles um im Gespräch zu bleiben.
    Ok...bin kein Fan von Dragqueens und dergleichen!
    (Krieg ich jetzt Haue?)
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#4 Sabelmann
#5 SibylleAnonym
  • 10.07.2013, 15:03h
  • conchita wurst ist sooo toll. eine echte queere frau, die mit ihrem vollbart allen dragqueens den mittelfinger zeigt, die krampfhaft versuchen das heteronormative bild einer frau abzugeben.
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#6 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 10.07.2013, 17:54h
  • Fiona Erdmann, Sarah "Dingens" Knappik, Conchita Wurst, Kader Loth und Senna Guemmour sind die bekanntesten Gesichter des Formates. Die andern sieben kennt so gut wie keiner und ich frage mich, wie RTL an diese Ischen gekommen ist.

    Das Ganze läuft als Realitydoku, die leider schon abgedreht ist, so daß der Zuschauer mit seinem Votum nicht eingreifen konnte, wer am Ende das Rennen macht. Ich tippe mal auf Conchita Wurst, die anderen elf sind nur Modepüppchen!
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#7 tv and realityAnonym
  • 10.07.2013, 18:04h
  • Antwort auf #1 von Torstenn
  • den von diesen programmen immer aggressiver schon kindern eingehämmerten (hetero-!) sexismus dürfen wir dann immer penetranter im alltag und im öffentlichen raum miterleben. soviel widerlicher sexismus, zwangsheterosexualität und homophobie unter jungen männern war eigentlich noch nie.
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#8 KleiderschrankAnonym
  • 10.07.2013, 18:12h
  • Antwort auf #7 von tv and reality
  • Bild und Werbetext sagen eigentlich schon alles.

    Die "Ordnung" und Rollenzuweisungen, die da jungen Menschen brutal aufgezwungen werden, sind nicht nur ekelhaft sexististisch gegenüber den dauerobjektifizierten Mädchen und Frauen, sondern auch von Grund auf schwulenfeindlich und unterdrückerisch gegenüber männlicher Homosexualität.
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#9 seb1983
  • 10.07.2013, 21:40h
  • Wenn man glaubt die Drehbuchschreiber können sich doch keinen neuen Müll ausdenken kommt sowas hoch.
    Die "Promi-Ladys" sind mir bis auf wage Vermutungen unbekannt. Permanent durch billigst produzierte RTL Shows zu tingeln ist trotzdem ein bemitleidenswertes Schicksal.
    Interessant am Rande dass sowas völlig an mir vorbeiginge wenn nicht hier die offensichtlichen Highlights im schwulen deutschen TV präsentiert würden
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#10 FoXXXynessEhemaliges Profil