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Heiraten unter Palmen: Allein zwischen August und November 2008 wurden in Palm Springs 600 gleichgeschlechtliche Ehen geschlossen

Die kalifornische Sonnenoase hat schnell auf die Entscheidung des Supreme Court reagiert. Zahlreiche Gay-Resorts bieten Eheschließungen direkt im Hotel an.

Ab sofort können sich schwule und lesbische Paare im kalifornischen Palm Springs offiziell das Ja-Wort geben. Die jüngsten Entscheidungen des Obersten Gerichtshofs der USA, mit denen die Rechte homosexueller Paare gestärkt wurden, haben in Palm Springs für viel Jubel gesorgt. Die kalifornische Sonnenoase ist eines der beliebtesten Gay-Reiseziele in den USA.

"Palm Springs ist schon lange als romantisches Hochzeitsziel bekannt", sagt Mary Jo Ginther, Direktorin des Palm Springs Bureau of Tourism. "Mit dem sonnigen, blauen Himmel und der herrlichen Bergkulisse im Hintergrund gibt es einfach keinen besseren Ort, um zu heiraten."

Eigene Webseite informiert über Hochzeitszeremonien


Die Wüstenoase Palm Springs ist eines der beliebtesten Gay-Reiseziele in den USA

Wer plant, das Band fürs Leben in Palm Springs zu schließen, kann sich auf der Website weddingsinpalmsprings.com über die notwendigen Formalitäten sowie die Ausgestaltung der Hochzeitszeremonie, der Hochzeitsparty und den anschließenden Flitterwochen informieren. Zahlreiche Gay-Resorts bieten Eheschließungen direkt im Hotel an.

Nach dem Scheitern des "Defense of Marriage Acts" und des "Prop 8" Ende Juni sind gleichgeschlechtliche Eheschließungen in Kalifornien ab sofort wieder legal. Bereits in einer kurzen Zwischenphase im Jahr 2008 war die Homo-Ehe im "Golden State" der USA erlaubt – eine Möglichkeit, die auch viele in Palm Springs nutzten: Allein zwischen August und November 2008 hatten die Standesbeamten in Palm Springs 600 zivile gleichgeschlechtliche Ehen geschlossen.

Mit über 30 Resorts und Pensionen mit schwul-lesbischem Management oder Inhabern verfügt Palm Springs über die größte Dichte an Gay-Unterkünften in den USA und lockt damit viele Gay-Reisende aus der ganzen Welt an. Zudem haben sich große Gay- und Lesbian-Festivals wie das Dinah Shore Weekend oder der Palm Springs Pride international einen Namen gemacht. (cw)



#1 RebekkoAnonym
#2 SilencioProfil
  • 10.07.2013, 17:07hBerlin
  • Antwort auf #1 von Rebekko
  • Nein, das darf man nicht, soweit ich weiß. Selbst die Ehe zwischen einem US-Amerikaner und einem Deutschen ist auch nach dem neuen Immigrationsgesetz nicht erlaubt. Das wird als einer der großen Unterschiede in der Gleichbehandlung wieder gesehen.
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#3 GeorgB
  • 10.07.2013, 17:26h
  • Antwort auf #1 von Rebekko
  • Wahrscheinlich ja.
    In New York z. B. ist es kein Problem, wenn zwei deutsche Männer dort "richtig" heiraten wollen. Eine bestimmte Staatsangehörigkeit ist keine Ehevoraussetzung.
    Ich gehe davon aus, dass Kalifornien ähnliche Regelungen hat. Schließlich wurde "nur" die Ehe geöffnet, somit sind die Regelung gleich für alle. Und meines Wissens kann ein deutscher Mann eine deutsche Frau in Kalifornien heiraten. Dann kann auch ein deutscher Mann einen deutschen oder nichtdeutschen Mann in Kalifornien heiraten.
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#4 SilencioProfil
  • 10.07.2013, 18:34hBerlin
  • Antwort auf #3 von GeorgB
  • Wenn zwei deutsche Männer in New York heiraten, ist das garantiert kein rechtsgültiger Vertrag. Ich hatte den Foristen so verstanden, dass er nicht nur die Zeremonie meinte. Aber ich kann mich auch irren.
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#5 GeorgB
  • 10.07.2013, 20:43h
  • Antwort auf #4 von Silencio
  • Dann habe ich eine (hoffentlich) schöne Nachricht für dich und andere, die es interessiert: Die Heirat zweier deutscher Männer in New York ist definitiv ein rechtsgültiger Vertrag. Der muss hier in Deutschland sogar anerkannt werden. Das Marriage Certificate kann in Deutschland auch nachbeurkundet werden, damit man in das Lebenspartnerschaftsregister eingetragen wird und in Deutschland als Lebenspartner gilt. Lässt man es nicht nachbeurkunden, ist man trotzdem verheiratet und genießt in allen Staaten, die gleichgeschlechtliche Ehen anerkennen, die vollen Rechte. In Deutschland prüft dann jede Behörde für ihren Bereich, inwieweit sie Ehegattenrechte zugesteht. Das Verheiratetsein ist aber gegeben und rechtsgültig.

    Zwei deutsche Männer mit einem New Yorker Marriage Certificate würden z. B. in Israel als Ehepaar behandelt werden (die erkennen same-sex-marriages aus anderen Ländern an), zwei deutsche Männer mit einer deutschen Lebenspartnerschaft oder zwei amerikanische Frauen mit einer amerikanischen domestic partnership würden dort als Ledige behandelt.

    Was du meinst, ist möglicherweise die Nachzugsmöglichkeit oder die Möglichkeit der Staatsbürgerschaft, wenn ein Deutscher einen US-Bürger heiratet. Das ist in der Tat ein anderes Thema. Heiraten jedenfalls können Deutsche Männer andere Männer in vielen Staaten der USA. Rechtsgültig!
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#6 SilencioProfil
  • 11.07.2013, 09:51hBerlin
  • Antwort auf #5 von GeorgB
  • Ah, okay, dann habe ich damals wohl einen Op-ed Artikel in der Huffington Post - Gay Voices fehlinterpretiert. Da ging es um eine US-Amerikanerin, die beklagte, dass sie nicht mit ihrer deutschen Frau zusammenleben könnte. Dann bezog sie sich anscheinend wirklich nur auf den Immigration Law und nicht auf die von mir interpretierte Unmöglichkeit der Ehe von einer US-Amerikanerin und einer Ausländerin.
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#7 FoXXXynessEhemaliges Profil