Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?19604

Bischof Felix Genn will bibelschwingend die Gleichstellung von Schwulen und Lesben im Eherecht verhindern (Bild: Wiki Commons / Ruecki / CC-BY-SA-3.0)

Die EKD hat in einer Orientierungshilfe gleichgeschlechtliche Beziehungen als "gleichwertig" bezeichnet. Der katholische Bischof von Münster droht deshalb Konsequenzen in der Ökumene an.

Bischof Felix Genn hat in einer Predigt vor einem "richtigen Riss" in der Zusammenarbeit zwischen katholischer und evangelischer Kirche gewarnt, weil die EKD homofreundliche Positionen eingenommen hat, berichtet die Katholische Nachrichtenagentur KNA. Die Evangelische Kirche in Deutschland hatte Mitte Juni in einer Orientierungshilfe erklärt, dass Paare nicht "auf biologische Merkmale" reduziert werden dürften und Homosexuelle "gleichwertig" wie Heterosexuelle seien (queer.de berichtete).

Wegen der homofreundlichen Haltung der evangelischen Kirche rücke die Abendmahlsgemeinschaft in weite Ferne, "weil wir den biblisch begründeten Zusammenhang von Kirche, Eucharistie und Ehe in keiner Weise aufgeben können", erklärte der Bischof von Münster. Der 63-Jährige warf den Protestanten vor, sich mit ihrer Haltung dem "Zeitgeist" anzupassen, obwohl es dafür keine biblische Begründung gebe.

Genn: Gleichgeschlechtliche Ehe widerspricht "Naturordnung"

Genn erklärte weiter, dass Schwule und Lesben von ihm nicht benachteiligt werden würden, wenn er nur Heterosexuellen das Recht auf Eheschließung zugestehe: "Es ist doch selbstverständlich und klar, dass wir homosexuell empfindende Menschen nicht diskriminieren dürfen. Gott liebt sie ebenso sehr wie jeden anderen Menschen auch", so der Bischof. Gleichzeitig sei aber auch klar, "dass es nicht erst aufgrund der Aussage der Heiligen Schrift, sondern bereits von der Naturordnung her grundlegende Unterschiede zwischen der Ehe von Mann und Frau und gleichgeschlechtlicher Partnerschaft gibt." Die heterosexuelle Ehe sei die beste Grundlage "für die Bildung einer Familie und das Heranwachsen von Kindern" und müsse deshalb besser gestellt werden als andere Lebensformen.

Die Orientierungshilfe der evangelischen Kirche ist bereits von mehreren katholischen Würdenträgern scharf kritisiert worden. So zeigte sich der Kölner Kardinal Joachim Meisner "erschüttert" über das Papier. Er verglich die Protestanten mit den biblischen Pharisäern. (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
#2 Aus Bad HomburgAnonym
  • 10.07.2013, 16:21h
  • Das ist keine "Drohung", sondern, finde ich, eine durchaus sachliche und begründete Reaktion von der Seite der katholischen Kirche: aktuelle theologische Position (zu vielen verschiedenen Fragen, nicht nur zur Homosexualität) als ein unvermeidlicher Ausgangspunkt und Bedingung für weitere Gespräche - und zum Dialog braucht man immer nicht weniger als zwei. Ich glaube, die katholische Kirche könnte sehr leicht auf das ganze verzichten, die evangelische aber kaum: die Ökumene ist in den letzten Jahren quasi ihre einzige Beschäftigung (oder gar Existenzgarant ?) geworden. Wer wird z.B. der ranghöchste Gast beim 500-en Jubiläum der Reformation im Oktober 2017 in Wittenberg sein ? Ich gebe einen kleinen Tipp: er kommt aus Rom und trägt (meistens) weiße Kleider. Manchmal sagen die "Formalitäten" (wie eben Gästelist) schon alles.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 Fred i BKKAnonym
  • 10.07.2013, 16:27h
  • ....und was ist am Donnerstag ???

    ...ja Donnerstags hast Du Schrankdienst Herr Bischof
  • Antworten » | Direktlink »
#4 reiserobbyEhemaliges Profil
  • 10.07.2013, 16:28h
  • Der faktischen Zusammenhang von "Homo-Rechten" und Ökumene erschließt sich mir nicht. Beziehungsweise, ich möchte das nicht begreifen. Politiker etwa, die religiös argumentieren, sind schließlich gar keine...
  • Antworten » | Direktlink »
#5 David77Anonym
  • 10.07.2013, 16:54h
  • Antwort auf #2 von Aus Bad Homburg

  • Was geht die rkk das eigentlich an? Die evangelen mischen sich auch nicht in deren belange ein! Dann soll die rkk einfach austreten. Ach nee, das haben die evangelen doch schon vor 500 jahren gemacht. Was bildet sich der bischof eigentlich ein?! Soviel zur ach so heiligen religionsfreiheit die die rkk in der diaspora doch auch fordert! Schade, dass diese überheblichkeit am do in der uni köln nicht angesprochen wurde.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 MarcAnonym
  • 10.07.2013, 17:29h
  • Antwort auf #2 von Aus Bad Homburg

  • @BadHomburg
    Es ist durchaus eine Drohung, wenn man ein Teil des eigenen (menschenfeindlichen) sexual"ethischen" Dogma zur conditio sine qua non der Verständigung über die Abendmahlslehre macht. Motto: entweder ihr macht hier was wir wollen oder es passiert nichts mehr.

    Sollte die RKK damit Erfolg haben, was kommt als Nächstes? Das Kondomverbot, das Frauenpriestertum etc.

    Die Ev. Kirche braucht die RKK nicht. Die RKK hingegen bräuchte Gott, aber da ist sie soweit weg wie die Pharisäer vor ca. 2000 Jahren.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 10.07.2013, 18:00h
  • Wann geben diese Soutanenpäderasten endlich mal Ruhe? Es ist schon schlimm genug, daß es mit der Aufarbeitung der Mißbrauchsfälle stockt? Bleibt zu hoffen, daß Genn mal der (Geistes)Blitz trifft, bei soviel Müll, den der produziert!
  • Antworten » | Direktlink »
#9 GerdBerlinAnonym
  • 10.07.2013, 18:13h
  • Antwort auf #2 von Aus Bad Homburg
  • Die Ablehnung der Homo-Ehe durch die Römisch-Katholische Kirche wäre glaubhafter, wenn diese Kirche endlich einmal deutlich erklären würde, was sie denn nun gleichgeschlechtlichen Paaren zuzugestehen gedenkt. Wenn diese Kirche eingetragene Lebenspartnerschaften (anstelle der Homo-Ehe) ohne Wenn und Aber anerkennen würde, könnten katholische Schwule (ich bin keiner!) unter Umständen auch ohne Homo-Ehe und Adoptionsrecht leben.
    So wie es jetzt ist, bleibt aber das Gerede von "Homosexuelle nicht diskriminieren" nur Wischie-Waschie.
    (Achtung: Diesen Kommentar schreibe ich für schwule Katholiken, nicht für die Atheisten in diesem Forum, die sowieso alle Religionen abschaffen wollen.)
  • Antworten » | Direktlink »
#10 goddamn liberalAnonym
  • 10.07.2013, 18:28h
  • Antwort auf #2 von Aus Bad Homburg
  • "die Ökumene ist in den letzten Jahren quasi ihre einzige Beschäftigung (oder gar Existenzgarant ?) geworden."

    Keine Sorge. Der Protestantismus und seine Kultur brauchen den Katholizismus, der in Mitteleuropa seit 500 Jahren die Religion der hinterwäldlerischen Kartoffelbauern und Krautjunker ist, nicht.

    Bach, Händel, Schiller, Goethe, Kant, Hegel, Mendelssohn, Wagner, Brahms, Marx, Engels, Einstein, die Familie Mann etc. etc.: Alles nicht nur keine Katholiken, sondern als Katholiken völlig undenkbar.

    Warum? Weil freies Denken und Romhörigkeit einander ausschließen.
  • Antworten » | Direktlink »