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  • 10. November 2004, noch kein Kommentar

Die größten Erfolge gibt es auf dem "Greatest Hits"-Album von Britney Spears. Von sexy bis süßlich zieht das Pop-Luder alle Register.

Von Jan Gebauer

Bye Bye Britney – das Pop-Prinzesschen will sich eine Auszeit gönnen (queer.de berichtete) und legt deshalb ihre "Greatest Hits" vor. Auf ihrer Homepage hatte sie in einem ersten "Brief der Wahrheit" eine Karriere-Pause angekündigt. Nun schreibt sie wieder, doch weiter lesen darf nur, wer zahlt. Mitglieder ihres Fanclubs - Aufnahmegebühr 25 Dollar - dürfen den zweiten "Letter of Truth" lesen, in dem Spears sich weiter über ihre Zukunftspläne auslässt: "Wahrscheinlich ist es für viele meiner Fans eine Enttäuschung, aber ich werde in den nächsten Jahren nicht auf Tour gehen", zitiert der Onlinedienst "E-Online" das 630-Wörter-Schreiben.

Mit 22 Jahren schon am Bilanz ziehen (parallel erscheint noch die "Greatest Hits"-DVD)? Wofür andere Künstler ihr ganzes Leben brauchen, schaffte die Spears in nur fünf Jahren. 1999 startete die George-Bush-Sympathisantin ihre phänomenale Karriere mit über 50 Millionen verkauften CDs (28 Millionen alleine in den USA - Christina Aguilera kommt "nur" auf 15 Millionen). Dass sie ein Superstar ist, steht außer Frage - über ihre musikalischen und gesanglichen Talente wurde jedoch oft gestritten. Legt man die Bedenken bei Seite und konzentriert sich bei "My Prerogative: Greatest Hits" nur auf die Musik, kann man sich durchaus noch eines Besseren belehren lassen. Britney Spears ist ein Gebrauchsartikel – man hat seinen Spaß mit ihr, trällert die zuckersüßen Pop-Songs mit oder wackelt mit dem Hintern zu den eingängigen Melodien und schiebt die CD zurück ins Jewel-Case. Dass sie in ihren Anfangsjahren oftmals wie die weibliche Version der Backstreet Boys klang, lag wohl an den gleichen Produzenten. Die letzten zwei Alben und das Streben nach neuem Sound und einer Image-Korrektur (weniger süße Jungfrau - mehr sündiges Sex-Luder) ergibt einen interessanten Kontrast zu den harmlosen, aber unverschämt eingängigen ersten Hits (exzellent: "Lucky", "Oops! ... I Did It Again", "Baby One More Time"). Dabei sind die Grenzen zwischen groovender Funk-Perle ("Outrageous"), Saccharin-Schaumschlägern ("I'm Not a Girl – Not Yet a Woman", "Sometimes") und gruseligem Müll (das Remake von "I Love Rock'n'Roll" - einem der unglaubwürdigsten Cover der Musik-Geschichte) fließend. Stimmlich kann Britney Spears mit ihren parallel zu Popstars aufgebauten Konkurrentinnen Christina Aguilera und Jessica Simpson nicht mithalten und Country-Sweetheart LeAnn Rimes, die den Mädels-Boom eigentlich noch drei Jahre vor ihr startete, würde Britney beim "Celebrity Death Match" auf MTV sicher das hübsche Köpfchen "zersingen".

10. November 2004



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