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Ist dieser fesche kostümierte Superheld wirklich bloß ein profaner Hetero? (Bild: Sony)

Gerade ist Andrew Garfield für "Spider-Man 2" wieder in sein rot-blaues Kostüm geschlüpft, schon hat er einen Vorschlag für Teil 3: Der Spinnenmann soll seine Homosexualität entdecken.

Privat ist Theater- und Filmschauspieler Andrew Garfield mit Kollegin Emma Stone liiert, seine Figur "Spider-Man" soll aber auf seinen Wunsch hin schwul werden. Der 29-Jährige erklärte gegenüber "Entertainment Weekly", er habe mit Produzent Matt Tolmach darüber diskutiert, ob seine große Liebe Mary-Jane unbedingt weiblich sein muss: "Was wäre, wenn MJ ein Typ wäre? Warum sollte Peter nicht seine Sexualität erkunden? Das wäre noch nicht einmal wirklich bahnbrechend. Warum kann er nicht schwul sein? Warum kann er nicht auf Jungs stehen?", fragte Garfield.

Einen möglichen Partner hat er bereits ausgemacht: "Ich bin besessen von Michael B. Jordan, seit er bei 'The Wire' mitspielt. Er ist so charismatisch und talentiert. Es wäre sogar noch besser: Wir hätten gemischtrassische Bisexualität." Der 26-jährige Jordan ist neben der HBO-Serie "The Wire" für seine TV-Rollen in "Friday Night Lights" und "Parenthood" bekannt.

MJ aus Teil 2 geschnitten


Garfields Traumtyp Michael B. Jordan (Bild: NBC/Universal)

Bislang hat Sony allerdings die kalifornische Schauspielerin Shailene Woodley als MJ gecastet. Zwar wurden Szenen mit ihr in "Spider-Man 2" gedreht, die allerdings nach Angaben des Regisseurs aus dem Film geschnitten worden sein sollen.

Fans müssen sich noch etwas gedulden, um den zweiten Teil der Spinnenmann-Neuauflage zu sehen: Die Fortsetzung des Films, der weltweit eine dreiviertel Milliarde Dollar eingespielt hat, soll erst im Mai 2014 in den Kinos anlaufen.

Der in Amerika geborene aber in Südengland aufgewachsene Andrew Garfield ist vor allem durch seine Rollen in "The Social Network" und in "The Amazing Spider-Man" bekannt geworden. Er hat aber auch schon Erfahrungen mit schwulen Rollen gemacht: So spielte er 2006 Jamie in der Theaterversion von "Beautiful Thing". In diesem Stück verlieben sich zwei Teenager aus einem Londoner Problemviertel ineinander. Zuvor hatte er auch bei einer Bühnenversion von "The Laramie Project" mitgewirkt, dass vom brutalen Mord am schwulen Studenten Matthew Shepard handelt. (dk)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 TimonAnonym
  • 11.07.2013, 18:28h

  • Wäre sehr sinnvoll. Damit würde man auch Leute erreichen, die man anders nicht erreicht.

    Und je mehr positive Darstellungen von Homosexualität desto besser.
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#3 GurkenhobelAnonym
  • 11.07.2013, 19:01h
  • Genau die richtigen Fragen. Warum muss ein Superheld eigentlich grundsätzlich hetero sein? Oder nur hetero-Freunde haben? Etwas weltfremd. Man muss ja kein großes Thema daraus machen, dass der Superheld oder sonst wer schwul ist, im Gegenteil, man würde wahrscheinlich mehr erreichen, indem es ganz einfach so wäre und gut ist.
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#4 DeanAnonym
  • 11.07.2013, 19:55h

  • Einerseits wäre das natürlich die Gelegenheit den Leuten zu zeigen, dass schwul sein etwas völlig normales ist. ABER wenn ein riesen Trubel darum gemacht wird, dann ist es auch schon nicht mehr normal und wird nur unnötig negative Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Es wird sicherlich eine große Sache draus gemacht, weil ich meine wer kennt Spiderman und seine große Liebe nicht? Andererseits gefielen mir die Original Filme eh besser, von daher können sie hier jetzt auch noch mehr verändern und weiter vom Original abrücken. Also sehr schwierig bei diesem Film..
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#5 GerhardAnonym
  • 11.07.2013, 22:39h
  • meeen, datt kannste nicht verkaufen, biste jeck?!
    der held der kindheit von massen von heterojungs soll schwuli werden? watt glaubst du watt da los is. so teure filme kannste net so krass verändern. kein studio in hollywood würd da mitjehen.
    ihr möjt es doch auch net wenn schwule rollenfiguren plötzlich umjepolt werden...

    Wenn der Bub uns sagen will, dass er auf Black Cock steht, kann er ja seinen Status ändern :D
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#6 MarekAnonym
  • 11.07.2013, 23:00h
  • Antwort auf #3 von Gurkenhobel
  • Richtig, am besten als völlig selbstverständlich darstellen. Mit Interesse an Männern statt an Frauen und auch mal einem Kuss. Aber alles selbstverständlich neben der anderen Handlung...

    Ich fürchte aber, dass er damit am Widerstand der großen Mainstream-Studios scheitern wird.
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#7 sperlingAnonym
  • 12.07.2013, 00:46h
  • Antwort auf #6 von Marek
  • hm, das verstehe ich nicht ganz. ich dachte, es soll da um eine "große liebe" gehen. warum also nicht mit großem tamtam?

    hat man sich bei "titanic" etwa sorgen darum gemacht, die liebesgeschichte nur möglichst diskret irgendwo am rande stattfinden zu lassen, um nur ja nicht von der "eigentlichen" handlung abzulenken? nein, die glorifizierung heterosexueller liebe ist dort wie in tausenden anderer filme ganz selbstverständlich die eigentliche haupterzählung und die ganze filmhandlung nur ein mehr oder weniger abwechslungsreicher vorwand für diese botschaft.

    glaubst du, man würde spiderman die erfüllung seiner großen heteroliebe gönnen und gleichzeitig sagen: ach, das verstecken wir aber besser irgendwo unauffällig am rande?

    warum also so diskretionsbeflissen?

    "normal" wäre es, wenn es das große kitschige tamtam "in schwul" gäbe, mit geigen und sonnenuntergang und allem drumunddran.

    dass und warum das im mainstreamkino nicht passieren wird, wissen wir leider alle...
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#8 MarekAnonym
  • 12.07.2013, 10:46h
  • Antwort auf #7 von sperling
  • Es soll da nichts unter den Teppich gekehrt oder nur angedeutet werden.

    Aber es soll halt nicht plötzlich ein schwuler Liebesfilm werden, dann sieht es wieder der Mainstream nicht an. Stattdessen soll es halt ein klassischer Superhelden-Film sein, den auch der Mainstream sieht. Nur dass der Superheld halt selbstverständlich schwul sein soll. Und auch einen Freund haben/finden, den er küsst, etc.

    Je normaler und selbstverständlicher das dargestellt wird, desto besser.
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#9 seb1983
  • 12.07.2013, 11:05h
  • Antwort auf #7 von sperling
  • Das Problem dabei ist:
    Es wird so oder so definitiv schief gehen.

    Massenhaft Heteros wirds zumindest mal aufstoßen, mit dem Risiko dass sich das grade Männer nicht ansehen werden. Die Vermarktung in südamerikanischen, russischen, chinesischen, arabischen Kinos wird teils schwer bis unmöglich sein.

    Schwule, die sich den Film nicht ohnehin angesehen hätten werden diese Lücke kaum füllen.
    Werden die aber damit zufrieden sein? Wie bei Brokeback Mountain wohl kaum. Zu schnulzig, zu heteronormativ, zu wenig Sex, zu wenig polyamor, zu wenig solzialistisch kapitalismus-imperialismus-kritisch und was weiß ich...

    Ergebnis: ein mutiges aber misslungenes Millionengrab
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#10 sperlingAnonym