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Kommentare zu:
Mehr Spaß am Seitensprung!


#23 SaschaAnonym
  • 11.11.2005, 00:40h
  • Machen wir es ganz kurz: Die moralische Vorstellung, dass Sexualität und Liebe untrennbar miteinander verknüpft zu sein, dass Männer (und Frauen) ein monogames Leben zu führen haben, ist eine in der Tradition der Angstmoral stehende Erfindung der christlichen Kirchen. Die menschliche Realität zeigt, dass viele Männer (vielleicht häufig besser als Frauen) dazu in der Lage sind, etwas rein Körperliches von Gefühlen zu trennen. Die Realität zeigt auch, dass sich dadurch die Liebe zum Partner nicht verringern muss, sondern dass eine langfristige Beziehung dadurch sogar einiges gewinnen kann, wenn - und das ist der entscheidende Punkt - mit diesem Thema wirklich offen und ehrlich umgegangen wird. Bei den meisten läuft es jedoch eher so, dass sie die oben genannten Realitäten sehr wohl wahrnehmen, aber sich doch lieber an den allgemeinen gesellschaftlichen (d.h. verlogenen-heuchlerischen) Moralvorstellungen festklammern.

    Grundsätzlich gilt: Alles ist erlaubt, womit sich alle Beteiligten gut fühlen. Hierbei kann es allerdings mitunter in der Tat nicht schaden, gesellschaftliche Normen und deren Herkunft auch einmal kritisch zu hinterfragen.
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#22 Gerhard MundtAnonym
  • 04.11.2005, 23:21h
  • Was die sexuelle Treue in einer Partnerschaft betrifft, so fällt diese möglicherweise nicht immer ganz leicht. Ich kenne genügend Partnerschaften, in denen diese Frage kein Thema ist! Ich weiß aber, dass es auch Partnerschaften gibt, für die die sexuelle Beziehung eine besondere Bedeutung hat, indem sie das Intimste ist, was die beiden Partner miteinander verbindet. Sexualität ist kein "Konsumartikel", der beliebig zur Verfügung steht. Dies würde ich als eine Abwertung der Sexualität empfinden!
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#21 warum nicht??Anonym
  • 04.08.2005, 11:02h
  • vernasche ab und an auch mal nen süssen boy zwischendurch, trotz das ich verheiratet bin. ausserdem: wieviel heten gehen mangels möglichkeiten in den puff?
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#20 blumen-freundAnonym
  • 27.07.2005, 22:10h
  • das ist wahr.
    aber in dem angesprochenen buch wird sozusagen ein hochlied auf die untreue gesungen.
    ich habe es gelesen, es ist aus einer sehr einseitigen sichtweise geschrieben (auch wenn es aus vielen kurzgeschichten besteht).
    eindeutig eine klo-lektüre und nicht mehr wert als 4,90 eur.
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#19 madridEUAnonym
  • 26.06.2005, 21:00h
  • @pentomino: Dieses mich sehr interessierende Thema kannte ich nicht, da ich erst diesen Monat ins Forum kam. Nach Lektüre aller Kommentare auf dieser Seite kann ich Dir nur zustimmen. Unsere individuellen Moralvorstellungen sind zu verschieden, als dass sie für jedermann gültig sein müssen. Verantwortung für den anderen kann lebenslang auch ohne die landläufige "Treue" übernommen werden.
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#18 PentominoAnonym
  • 26.06.2005, 19:36h
  • Hab mir jetzt nach langer Zeit mal die Stellungnahmen durchgelesen. Was mich bisweilen stört: die vielen Verallgemeinerungen und intoleranten Äußerungen.
    Jeder hat eigene Ausprägungen in seiner Sexualität, dem einen ist sie wichtig, dem anderen nicht so wichtig. Der eine mag nur Sex in Verbindung mit Liebe, ein anderer steht nur auf anonymen Sex. Jeder ist da nun mal anders und alles hat seine Berechtigung.
    Trotzdem: Beziehung und mit anderen Rumficken - das ist doch in jeder Partnerschaft ein Thema, so oder so. Nebenbei: Nicht nur bei Schwulen, meine Hetero-Kollegen und -kolleginnen reden da auch oft drüber.
    Wie es am Besten läuft, muss jede Partnerschaft für sich rausfinden. Es gibt so viele Modelle. Wichtig finde ich, dass man drüber spricht, wie man das handhaben will und dass nicht alles wie in Stein gemeißelt ist, sondern sich im Lauf einer langjährigen Beziehung auch verändern lässt.
    Ich selbst lebe seit 8 1/2 Jahren in einer sexuell nicht-treuen Partnerschaft. Das ginge bei mir auch gar nicht, dafür bin ich zu umtriebig, sexuell zu neugierig und ... ich liebe die Jagd. Meinem Kerl gehts da genauso. Dachte ich mir von Anfang an, schließlich haben wir uns zuerst in ner Sauna, dann in nem Pornokino "kennengelernt".
    Bei uns hat sich im Lauf der Jahre mehrmals die Haltung dazu geändert, was wir uns sagen wollen und was nicht. Momentan gehen wir gemeinsam auf Gang-Bang-Parties, veranstalten selbst welche und wenn wir völlig getrennt ficken gehen, dann sagen wir nur "dass", aber wir besprechen keine Details. Damit fahren wir ganz gut und es schont die Gefühle des anderen, was uns sehr wichtig ist.
    Trotz aller Rumfickerei haben wir uns gemeinsam viel aufgebaut und ich kann nicht erkennen, dass unsere Art von Beziehung oder Liebe weniger wert ist als eine sexuell treue.
    Mein eigener Begriff von Intimität ist vielleicht auch etwas verschroben, zugegeben. Ficken ist für mich weniger intim als ein candle-light-dinner. Ich jedenfalls befürchte nicht, meinen Mann durch nen Fick zu verlieren. Die Wahrscheinlichkeit, dass er da jemanden kennenlernt, ist genauso hoch oder gering wie wenn er in ner schwulen Kneipe / Disco jemand kennenlernt und - ohne Fick - mit ihm ins Kino geht, Essen geht usw. - dabei kann sich auch viel entwickeln, jedenfalls genauso viel oder wenig wie beim Fick.
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#17 egalAnonym
  • 07.06.2005, 21:29h
  • Hi,

    lebe bereits in der zweiten offenen Beziehung und koennte mir etwas anderes auch gar nicht mehr vorstellen.

    Das liegt zwar zum einen an den unterschiedlichen Spielarten des Sexes, den mein Mann und ich bevorzugen bzw. praktizieren KOENNEN (keine Angst, wir haben auch Spielarten, die uns beiden gefallen), zum anderen sehe ich aber gar nicht ein, warum meine oder seine sexuelle Entwicklung (ja, auch das gibt es) durch eine aufgepfropfte "Treue" behindert werden soll.

    Ein Partner kann wohl selten ALLE sexuellen Phantasien seines Freundes erfuellen, wie gesagt, bei uns gehts nicht. Das heisst aber nicht, dass wir uns nicht lieben?!

    Mein Freund hat am Anfang grosse Schwierigkeiten mit seiner Eifersucht gehabt, aus Angst, mich zu verlieren. Inzwischen hat er aber gemerkt, dass er mich nicht einfach wegen eines "guten Ficks" verlieren wuerde.

    Die Gefahr gibt es natuerlich immer, aber man kann sich auch ohne Sex zu haben in jemand anderen verlieben. Und wenn das beim Sex "ausserhalb" passiert - dann war es auch nicht die richtige Partnerschaft.

    Wir bemuehen uns allerdings auch, die Seitenspruenge gemeinsam zu machen, wobei es sehr schwierig ist, gleich einen Vierer zusammenzukriegen, damit wir beide auf unsere Kosten kommen.

    Ausserdem gibt es noch eine wichtige Regel fuers Fremdgehen: Nicht zu oft mit dem gleichen! Auch wenn es bequem ist, mit jemandem, mit dem der Sex hervorragend ist, immer wieder Dates auszumachen, fuehrt dies zu einer Art "Parallelbeziehung", die dann tatsaechlich gefaehrlich werden kann.

    Also, max. 2 mal mit dem gleichen, dann ein paar Monate Pause (mit dem!).

    Auf der Basis laeuft es in unserer Beziehung einfach klasse! :)
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#16 tenniscrack90Anonym
  • 07.06.2005, 12:14h
  • "Treue macht einsam und traurig?"
    "Der flotte Dreier - unter Schwulen völlig normal"

    Wenn ich mir allein diese beiden Aussagen durch den Kopf gehen lasse, frage ich mich, von welchen Schwulen denn hier die Rede ist. Für mich persönlich ist ein flotter Dreier nichts und einsam und traurig bin ich glücklicherweise auch nicht. Also von "den Schwulen" per se zu sprechen, ist in diesem Zusammenhang wohl schon mal nicht möglich.

    Nun aber zu den Kernaussagen des Artikels... Ich habe einen ziemlich großen Bekanntenkreis mit vielen Singles (homo wie hetero) und auch Paaren (homo wie hetero). Grundsätzlich steht wirklich JEDEM das Recht zu, sein Leben so zu leben, wie er es leben möchte, solange er einem anderen keinen Schaden dadurch zufügt. Wenn zwei Menschen überein kommen, dass jeder in einer Partnerschaft mit anderen schlafen kann, dann soll niemand dies beanstanden - es ist deren Entscheidung.

    Nur - und hier hakt es meistens - kommen viele, und das sehe ich auch an meinen Bekannten, doch nicht so klar damit, dass ihr Partner mit anderen schläft. Neben der Eifersucht kommt auch die Angst - trotz aller bewusster Vorsicht - vor Krankheiten usw. hinzu. Nur gibt es in der Szene bei vielen fast schon ein Diktat, dass dieses Beziehungsmodell vorschreibt. Wer an der Stelle Stress macht, ist uncool oder unschwul.

    Der Artikel beschreibt eine Einstellung nach dem Motto "Wir sind Männer, trennen Liebe von Sex und stehen dazu" in einer recht einseitigen Weise und ich muss sagen auch in einem fast propagandistisch-verherrlichenden Unterton, der eine ebenso große Gruppe von Schwulen, die nicht so leben, einfach ausschließt. Auch die leben nämlich ihre Sexualität!

    Wenn schon eine schwule Beziehungskultur beschrieben werden soll, dann kann sie nicht auf einer reinen Sexkultur beruhen oder sie darf sich nicht einfach uneingeschränkt schwul nennen, denn das sind diejenigen, die nicht danach leben auch.

    Das Thema ist eigentlich viel zu komplex, um es in einer solch oberflächlichen Weise abzuhandeln... Fakt ist nur, dass die Sache nicht so einfach ist, wie hier getan wird und mancher insgeheim nicht so glücklich ist, dass er sich dieser Kultur angeschlossen hat. Nur - psst - das darf man natürlich nicht laut sagen, denn wir sind ja alle Männer, die Sex von Liebe trennen...

    Aber das muss - wie gesagt - jeder mit sich selber ausmachen. Wer niemanden verletzt und niemandem schadet, soll gerne und ohne schief angeblickt zu werden, so leben. Nur sollte man aufpassen, dass man sich nicht selber belügt und schon gar nicht sollte man dieses Beziehungsmodell in der beschriebenen Weise für Schwule per se propagieren. Da könnte man nämlich wirklich das eigentliche Leben verpassen.
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#15 peter1999Anonym
  • 06.06.2005, 21:08h
  • Na, sagt mal verkauft sich Euer Buch so schlecht, das ihr es wieder zum Thema macht?

    Ich/wir leben und geniessen unsere offene Partnerschaft, trotz anfänglicher Schwierigkeiten meinerseits, die, jetzt, nach einem halben Jahr weitgehend überwunden sind. Ich geniesse jede Sekunde mit meinen Männern und gönne meinem Mann jede Sekunde mit seinen, gelle, JF. Wir haben da schöne Ergänzungen und Bereicherungen gefunden.

    Danke für deine Geduld mit mir.
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#14 Jürgen FriedenbergAnonym
  • 21.01.2005, 17:20h
  • Gleichzeitig

    „Kann man mehrere Männer gleichzeitig lieben?“, wurde der Versschmied einst gefragt.

    „Ob man das kann, weiß ich nicht“, antwortete er und fügte lächelnd hinzu: „Ich weiß aus Erfahrung nur, dass ich das kann.“

    „Ist denn die Liebe zu dem Geliebten nicht etwas Einzigartiges?“

    „Jedes Liebesverhältnis ist einzigartig“, sagte der Alte, „und gerade weil das so ist, tut die eine Liebe der anderen keinen Abbruch – solange ihre jeweilige Einzigartigkeit respektiert wird.“

    „Wärst Du etwa nicht eifersüchtig, wenn Dein Geliebter noch andere liebte?“

    „Warum sollte ich eifersüchtig sein?“ fragte der Alte, „Allerdings wäre ich traurig, wenn mich mein Geliebter vernachlässigen würde, aber auch wütend, wenn er mich als seinen unantastbaren Besitz empfände. Denn die Liebe ist das einzige Gut, das nicht abnimmt, wenn man es teilt, sondern zunimmt. Ich habe immer wieder erfahren: Wer viel Liebe schenkt, bekommt noch mehr Liebe geschenkt.“

    „Und was meint Dein Partner dazu?“

    „Er nutzt seine Freiheit auf eigene Weise. Wir wissen beide: Auch Partnerschaft ist etwas Einzigartiges und erfordert einzigartigen Respekt. Obenan steht der Wille, beieinander zu bleiben, dem Partner wohl zu tun, ihn also nicht zu verletzen. Wenn beide Partner sich lieb haben und einander vertrauen, brauchen sie keine Angst umeinander zu haben. Dann wird die Freiheit, die sie sich gegenseitig gewähren, ihr Miteinander sogar stärken.“

    Jürgen Friedenberg
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#13 Markus KrajncAnonym
  • 29.12.2004, 00:11h
  • Der Artikel von Micha Schulze ist ja wohl mehr als hanebüchen. Schenkt man seinen Worten Glauben, so ist man offener und toleranter wenn man fremd geht, bzw. altmodisch und sexualfeindlich wenn man monogam lebt. Ja und weil wir Schwulen ja alle ach so tolerant und weltoffen sind, sind wir - wie es leider 95% der Schwulen tun - quasi dazu verpflichtet ständig den Fickpartner zu wechseln.

    Sexualität mit Essen und Trinken gleichzustellen spricht von Oberflächigkeit und Unreife, ja auch von Unfähigkeit zu lieben.

    Essen und trinken tue ich, weil ich Hunger oder Durst habe. Sexualität praktiziere ich, weil ich mein Gegenüber liebe.

    Und wenn ich - was bei mir momentan leider nicht der Fall ist - in festen Händen bin, brauche ich auch nicht fremd zu gehen. Wenn ich einen Partner liebe, dann sehne ich mich auch nach Zärtlichkeit und Sex mit ihm, und zwar nur mit ihm.

    Alles andere als Monogamie ist Betrug am Partner. Und wenn beide fremd gehen, ist dies ein deutliches Zeichen daß sie sich nicht mehr lieben.

    Jemand der jahrelang monogam mit einem Partner liiert ist, imponiert mir mehr als jemand der hunderte von Sexpartnern hatte. Letzterer ist für mich ein armes Würstchen.
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#12 Smile0721Anonym
  • 17.11.2004, 14:17h
  • Letztendlich ist es doch der Seitenspringer, der anscheinend gefrustet ist, wenn er es nicht schaft seine sexuellen Wünsche so zu artikulieren, dass diese in der beziehung vollkommen befriedigt werden.
    Dass der Seitenspringer dann sein Frustpotential (über das eigene Unvermögen) auf alle, die ein schönes Leben zu zweit haben und sich dieses nicht kaputt machen lassen wollen, überträgt, so zeigt dies nur, dass man sich selber noch im Kindergartenalter befindet, denn Schuld sind immer die anderen.
    Und Notfalls ist es die Gesellschaft, die einem zu dem macht, was man ist.
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#11 ManfredAnonym
  • 16.11.2004, 22:32h
  • Gut das es noch solch Menschen wie Suisse, Marcel oder Smile gibt, die das Wort "Körperliche Liebe" kennen.
    Im übrigen habe ich lange nicht mehr so einen Schwachsinn gelesen!
    Wer schreibt denn sowas? Was für eine Erfahrung hat denn dieser Schriftsteller?
    Ich schätze, das ich nun mit meiner 23 jähriger Beziehung zu den Einsamen gehöre, da ich mit meinem Partner noch was anderes kann außer poppen.....nämlich Leben und lieben.
    Im übrigen kennen wir einige Paare die eine sog. "offene Beziehung führen, und andere, die das nicht wollen, aber ehrlich: ist das erstere eine Partnerschaft oder eher eine Wohngemeinschaft mit Sexuellen Anschluß?
    Wenn man nicht Bindungsfähig ist und viel Sex haben will, OK.
    Aber bitte lasst uns Beziehungsfähigen in Ruhe und tut nicht so, als seien wir gefrustet oder unzufrieden!
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#10 Smile0721Anonym
  • 15.11.2004, 17:48h
  • Ich finde es arm, dass man sich nicht soweit unter kontrolle haben kann, dass man nicht fremdgeht. zur liebe gehört treue. zumindest für mich. und wenn eine beziehung stimmt verspürt man kein bedürfnis fremd zu gehen. basta
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#9 Peter ThommenAnonym
  • 14.11.2004, 14:01h
  • Die eigene Bequemlichkeit besteht darin, einmal im Leben eine teure Hochzeit zu feiern und dann mit den Schlappen, einem Bier und dem TV täglich nach der Arbeit hinzuliegen. Das wars dann wohl?
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#8 Peter ThommenAnonym
  • 14.11.2004, 13:59h
  • Der Schwachsinn besteht doch darin, die Wirklichkeit unserer Bedürfnislage zu verleugnen und auf Selbstzüchtigung und Selbstbeschränkung zu machen! Alles das, was fundamentalistische Religionen auch vorgeben!
    Es ist der Schwachsinn, die Wirklichkeit nicht anzuerkennen und pragmatisch zu leben! Lieber zum treuen Gott beten und mit wehenden Fahnen, aber als gut geschminktes Opfer untergehen... Schwachsinn!!
    Es geht nicht darum, wahllos mit jedem rumzuficken, sondern die Sexualität als Sprache zu benutzen und nicht gegenüber der Gesellchaft in Schweigen zu verfallen wie kopftuchverschleierte Frauen, sondern auch im Sex eine Sprache zu entwickeln, die nicht nur in der eigenen "Familie" verstanden wird! Die Versicherung gegen die Einsamkeit liegt nicht in einer lebenslangen Treue, sondern im Eingebundensein in eine Gemeinschaft! Auch sexuell-emotional!
    Wer es fassen kann, der fasse es!
    PS wie sollen Erfahrungen weitergegeben werden, wenn alle sexuell Aktiven immer nur mit einem Menschen im Leben rumficken? Unmöglich wie bei den katholischen Priester....
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#7 amamAnonym
  • 13.11.2004, 15:03h
  • schon lange nicht mehr so einen riesenschwachsinn gelesen..
    die argumente für "fremdgehen" stützen doch nur die eigene bequemlichkeit. man kann eben nicht alles haben, immer tollen abwechslungsreichen sex und die sicherheit einer beziehung. dieser freie-liebe-mist ist doch alter 68er schwachsinn und hat damals schon nicht funktioniert. also bitte verschont die leser in zukunft mit solchen theorien
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#6 AndyAnonym
  • 13.11.2004, 10:38h
  • aber genau das ist doch der Grund weswegen Ich z.b.lieber alleine bleib.Habe 2 Beziehungen hinter mir in denen Ich absolut treu war,sie mir aber die 'Seitensprünge'verheimlicht haben,aber vorher auch 'treue'geschworen haben.Klar ist es zeitweise schon frustrierend so alleine durchs Leben zu gehen,allerdings wenn 'Untreue'halt die 'Normalität'sein soll,dann bleibt einem ja nichts anderes über,zumal Ich der Meinung bin das es nichts 'quälenderes' gibt als ständigen Beziehungsstress!In diesem Sinne lieber:I'm free,Gay and Happy!!!
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#5 Peter ThommenAnonym
  • 13.11.2004, 09:29h
  • Gerade habe ich einen Bericht aus Guinea gesehen, da hat ein Mann mit seinen zwei Frauen 18 Kinder...
    Was soll also das Gequatsche von der Treue?
    Wer von Treue redet, sollte mal unterscheiden zwischen freiwiller Treue und einer Treupflicht.
    Wer vom anderen Treue verlangt, ist an Macht über den anderen interessiert! Das zeigt doch klar der Anfang von Micha's Artikel!
    Es gibt halt Leute, die sich abhängig machen wollen, um von den göttlichen Datteln zu kosten - leider erweisen die sich dann später als göttlich im Sinne von Macht und nicht von Honig...
    Wer das nicht kapieren kann, sollte auch keine schwule Beziehung eingehen, sondern sich einen "Bruder" oder einen "Vater" suchen, wo er die gleiche Beziehungsart wiederfindet, die er in seiner heterosexuellen Familie gelernt hat...
    Treue hat in der heterosexuellen Kultur eine ganz andere Bedeutung! Und es sei auch mal daran erinnert, dass in der Vergangenheit sehr oft heimliche Verhältnisse mit verheirateten oder heterosexuellen Männern (mit Freundinnen) eingegangen wurden. Da hat auch niemand was von monogamer Treue gesagt!
    Als letztes sei die wirtschaftliche Mobilität genannt, die bald auch heterosexuelle Paare auseinanderbringen wird, weil ER der Arbeit nachrennen muss... Und die Wirtschaft bestimmt letztlich auch unser Sozial- und Sexualleben!
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#4 MarcelAnonym
  • 12.11.2004, 19:52h
  • Also ich kann nur sagen: Bullocks to that, zu deutsch: hanebüchener unsinn. Dieser Artikel ist wieder mal Ausdruck einer (im übrigen nicht auf Homosexuelle beschränkten) Mentalität, die da sagt: Ich will den Wald verkaufen und die Bäume behalten. Aber das geht nicht. Ich kann nicht eine "Beziehung" haben und mich dann danach sehnen, auf niemanden Rücksicht nehmen zu müssen. Es ist in meinen Augen sowohl der emotionale als auch der sexuelle SuperGAU, wenn ich sage: "Schatz, ich geh jetzt in die Sauna poppen" und als Antwort erhalte: "Viel Spaß und häng danach die Handtücher auf"!!!! Und anders als der Autor denke ich, dass nicht Treue, sondern ständige "Seitensprünge" ein Zeichen mangelnder Kommunikation und Konfliktfähigkeit sind!!
    Just my 2 cents!
    Marcel
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#3 swtAnonym
  • 12.11.2004, 17:44h
  • ich kann suisse nur voll und ganz zustimmen, auch wenn ich noch nie in zürich war. ich wünsche dir alles gute mit deinem freund.
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#2 SuisseAnonym
  • 12.11.2004, 05:21h
  • Was für ein Quatsch............. Treue macht also einsam und traurig. Ich lebe in einer treuen Beziehung und bin überhaupt nicht einsam, da ich meinen Freund habe. Traurig macht mich es auch nicht, da ich weder Angst vor Hiv noch vor Syph. haben muss. Traurig macht mich eher das Schicksal befreundeter schwuler Paare, die so schrecklich tolerant und in einer so coolen offenen Beziehung leben, dass es beinahe jedes Weekend irgendwelche Eifersuchtsszenen gibt. Achja vielleicht sollte ich noch berichten, dass meiner Meinung nach der Sex in einer treuen Beziehung immer geiler wird. Ich weiss genau, welchen "Knopf" ich bei meinem Liebsten drücken muss, damit er "durchdreht". Wer weiss das schon einem ONS??? Also liebe Macher von Bild pardon Queer: Etwas weniger "Zürcher Verlobung" und dafür etwas mehr "Heidelberger Romanze"......(PS: Wer sich mal einen Abend in Zürich gelangweilt hat, der wird verstehen, was ich damit meine)
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#1 GerdAnonym
  • 11.11.2004, 13:24h
  • Da ich selber in einer langjährigen, festen Beziehung lebe und die Mehrheit meiner homosexuellen Freunde auch feste Partner haben (als Paar sucht man sich halt häuftig andere Paare zum Gespräch; das ist zwar nicht zwangsläufig, aber halt von den Themen/Unternehmungen her häufig interessanter), finde ich den Artikel von meinen persönlichen Wahrnehmungen im Freundeskreis auf der einen Seite gut und richtig.

    Über "Fremdgehen" sollte, wenn es denn gemacht wird, offen in der Partnerschaft gesprochen werden, und dies sollte über einen gewissen Zeitraum vorab besprochen werden. Der Ansicht sind jedenfalls die allermeisten Paare, die ich kenne.

    Aber wenn man denn schon "fremdgeht", bedarf es meiner Ansicht nach immer "gewisser" wichtiger Regeln, die von Paar zu Paar anders aussehen können.

    Der Autor vergisst aber etwas sehr Zentrales. "Fremdgehen" ist nicht einfach so eine emotionlae Sache, die für die Beziehung unbedingt "gut" ist und locker flockig daherkommt. Eine Gefahr steckt immer im "Fremdgehen" auch, die zu einem emotionalen Bruch führen kann; dies ist nicht ausgeschlossen.

    Aber eines steht auch fest, ein heimliches Fremdgehen führt eher zum emotionalen Bruch in der Beziehung, wenn es denn "rauskommt", als ein über einen längeren Zeitraum vorab besprochenes Fremdgehen.

    "Fremdgehen" kann auch eine Gefahr für die Beziehung sein; mag es auch für die eine Beziehung zum Vorteil gereichen, kann sie für die andere Beziehung das "Aus" bedeuten.
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