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  • 12.07.2013           19      Teilen:   |

US-Studie

LGBT-Jugendliche werden online gemobbt

Artikelbild
Jugendliche sind heute viel mehr online unterwegs als noch vor zehn Jahren - Schwule und Lesben müssen dort mit den gleichen Problemen fertig werden wie im echten Leben (Bild: Michael Surran / flickr / cc by-sa 2.0)

Schüler, die einer sexuellen Minderheit angehören, müssen viel häufiger online Belästigungen ertragen als andere Jugendliche.

Schwule, lesbische, bi- oder transsexuelle Jugendliche sind in den USA drei Mal häufiger von Online-Mobbing betroffen als eine Vergleichsgruppe. Das Internet ist aber gleichzeitig für sie eher ein Hilfsmittel für Gesundheitsfragen und um Freundschaften zu schließen. Das ist das Ergebnis der Studie "Out Online" (PDF) des Gay, Lesbian & Straight Education Network (GLSEN).

Die Forscher haben nationale Umfragen analysiert, an denen rund 5.700 Schüler von der sechsten bis zur zwölften Klasse teilgenommen haben. 42 Prozent der LGBT-Schüler geben demnach an, schon einmal online gemobbt worden zu sein. Bei der Vergleichsgruppe sind es nur 15 Prozent. Die LGBT-Jugendlichen haben auch ein größeres Risiko, via SMS belästigt zu werden (27 zu 13 Prozent).

In der Studie heißt es weiter, dass Mobbing negative Auswirkungen auf die Psyche und die Schulnoten hat, insbesondere wenn es mehrere Lebensbereiche umfasst: "Jugendliche, die online und persönlich gemobbt oder belästigt werden, haben schlechtere Noten, ein niedrigeres Selbstwertgefühl und mehr Depressionen als Jugendliche, die ausschließlich persönlich oder online – oder auch gar nicht – gemobbt werden."

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LGBT haben eher Online-Freunde

Für homo-, bi- oder transsexuelle Schüler ist das Internet jedoch auch ein Hilfsmittel, auf das sie gerne zurückgreifen. So erklären 81 Prozent der LGBT-Jugendlichen, sie hätten online nach Gesundheitsinformationen gesucht. Bei der Vergleichsgruppe sind es nur 46 Prozent. Außerdem sagt die Hälfte der LGBTs, dass sie einen engen Freund im Internet hätten – bei den anderen liegt die Quote nur bei 19 Prozent.

"Das Internet hat Einfluss auf fast alle Facetten unseres Lebens. Das ist bei den Jugendlichen noch mehr ausgeprägt", erklärte GLSEN-Chefin Eliza Byard. "LGBT-Jugendliche müssen immer noch hohe Hürden überwinden, sowohl in der Schule als auch online. Das Internet ist aber auch eine wertvolle Informationsquelle und sie finden Menschen, wenn sie sich an niemanden aus ihrem Umfeld wenden können." Daher müssten Angebote in sozialen Netzwerken gerade für diese Gruppe ausgebaut werden, fordert Byard.

Bereits im letzten Jahr hat eine britische Studie herausgefunden, dass mehr als die Hälfte von schwulen, lesbischen und bisexuellen Schülern wegen ihrer sexuellen Orientierung gemobbt werden (queer.de berichtete). Eine Berliner Umfrage kam zu dem Ergebnis, dass homophobe Schimpfwörter an Schulen weit verbreitet sind – so verwendeten fast zwei Drittel der Schüler "Schwuchtel" oder "schwul" als Beleidigung (queer.de berichtete). (dk)

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Tags: studie, schule, sms, internet
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Reaktionen zu "LGBT-Jugendliche werden online gemobbt"


 19 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
12.07.2013
18:55:05


(+4, 6 Votes)

Von ehemaligem User timpa354


Und wann will die deutsche Bildungspolitik endlich etwas dagegen tun? Sprich Aufklärung und Schulprogramme, die der Homophobie entgegen wirken?Oder muss man erstmal homophobe Lehrer rausfischen, die das ganze Diskriminierungsszenario noch klammheimlich unterstützen.


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#2
12.07.2013
19:05:36


(+6, 6 Votes)

Von Felix


Das wundert leider niemanden und ist trauriger Alltag. Aber gut, dass das nochmal wissenschaftlich belegt wurde.


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#3
12.07.2013
19:15:30


(+3, 9 Votes)

Von goddamn liberal
Antwort zu Kommentar #1 von timpa354


Im (rot-grünen) NRW gibt es entsprechende Programme an einzelnen Schulen. Die sind dringend nötig.

Ansonsten gilt für unsereinen: Man muss halt leider härter und besser sein als die anderen.

Das ist auch das Erfolgsrezept von anderen Minderheiten.


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#4
12.07.2013
19:44:14


(+3, 5 Votes)

Von itcheb
Antwort zu Kommentar #1 von timpa354


Oma Merkel und ihre Schergen warten wahrscheinlich erstmal auf ein paar eindeutige Selbstmorde wegen dieses Themas. Die können ja nichts anderes mehr, als sich von intelligenteren Leuten (Bundesverfassungsgericht) ständig über Menschenrechte belehren zu lassen. Von selbst kommen diese erzkonservativen Homo-Hasser ja nie auf die Idee, etwas zu ändern.

Im September haben wir Bürger es in der Hand, diese Ewig-Gestrigen endlich in die Wüste zu schicken..


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#5
12.07.2013
19:47:28


(+7, 7 Votes)

Von itcheb
Antwort zu Kommentar #2 von Felix


nur schade, dass die, die etwas ändern könnten, diese Studie entweder nicht zur Kenntnis nehmen oder wenn, nicht richtig handeln. Stattdessen flirtet Madam Merkel lieber mit "Homo-Heilern"

Überraschend und neu ist das Ergebnis der Studie weder für uns "Laien", geschweige denn für die Verantwortlichen, deren Job es eigentlich ist, davon Ahnung zu haben. Getreu dem Motto: "Selber Schuld - warum entscheidet sich ein Kind auch dafür, schwul zu sein"


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#6
12.07.2013
22:11:10


(+5, 7 Votes)

Von Grün-Rot
Antwort zu Kommentar #3 von goddamn liberal


"Ministerpräsident Kretschmann (Grüne)
sprach sich allerdings gegen eine institutionalisierte Ächtung von homophober Sprache und Mobbings an den Schulen aus. Man könne Kindern und Jugendlichen keine "political correctness" verordnen. "Ich bin generell skeptisch, den Schulbetrieb immer mehr zu verrechtlichen."

(queer.de berichtete)


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#7
12.07.2013
22:26:29
Via Handy


(+4, 4 Votes)

Von daVinci6667
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #6 von Grün-Rot


Kretschmann ist halt auch gläubiger Katholik!

Was ist ihm wichtiger? Grüne Parteipolitik oder Kirche?

Hier dann wohl leider Kirche...


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#8
12.07.2013
22:29:06


(+5, 5 Votes)

Von mx5972
Aus Kerpen (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 17.02.2013


Als ich voriges Jahr den Bericht über Kenneth James Weishuhn gelesen habe ist mir erst bewusst geworden,was Jugendliche heute durchmachen müssen!!!

Ich hätte wirklich nicht gedacht,das so viele gemobbt und Diskriminiert werden!!! Und dann haben sie in den engsten Freunds oder Familienkreis leider niemanden mit dem sie über ihre Probleme reden können!

Ich hoffe wirklich das diese ""Freunde"" die ihn oder andere dazu gebracht haben diesen "Weg" zu beschreiten bewusst wird,was sie angerichtet haben!!


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#9
13.07.2013
00:38:13


(+1, 1 Vote)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Einfach nur traurig und es bleibt noch viel zu tun!


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#10
13.07.2013
12:55:40


(+3, 5 Votes)

Von SofiaBerlin
Aus Berlin
Mitglied seit 01.01.2013


Ich als Schueler stimme den Ergebnissen der Studie zu und kann da durchaus auch meine eigenen Erfahrungen miteinbringen.
Mobbing ist vor allem auf Seiten mit anonymer Kommentarfunktion ein grosses Problem geworden.
Doch eins bleibt: Das Internet ist meiner Meinung nach das Beste, was der LGBTI Community je passieren konnte.
Das Internet hilft uns beim Coming-Out, bei der Suche nach unserem Traummann fuers Leben (bzw. fuer die Nacht hihi :-) und das Internet organisiert die ganze Community zu einer politisch einflussreichen Minderheit.
Es ueberwiegen im Endeffekt die positiven Punkte bei weitem.


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